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Anmeldeverfahren für Erzeugungsanlagen und Speicher

Erzeugungsanlagen und Speicher mit PAmax< 135 kW nach VDE-AR-N 4105

Dieses Anmeldeverfahren gilt für Erzeugungsanlagen mit einer maximalen Wirkleistung von PAmax < 135 kW. Die maximale Wirkleistung der Erzeugungsanlage ergibt sich aus der Summe der maximalen Wirkleistungen der Erzeugungseinheiten (PAmax = ∑ PEmax).

1. Voranfrage

Durch die Vielzahl von Erzeugungsanlagen und den stetigen Zubau ist es für die Stadtwerke Tübingen als Netzbetreiber wichtig, frühzeitig über Ihre Planungen informiert zu werden. Wenn Ihre Planung schon weiter fortgeschritten ist und sie sich bereits für eine Erzeugungsanlage und/oder Speicher entschieden haben, dann gehen Sie bitte gleich weiter zu Punkt "2. Anmeldung."

Benötigen Sie, bevor Sie sich für eine Erzeugungsanlage entscheiden, die Information, ob eine bestimmte Einspeiseleistung möglich ist, dann können Sie durch das folgende Dokument eine Voranfrage stellen:

Formular Voranfrage

Wichtig: Mit der Voranfrage können wir Ihnen nur eine Auskunft erteilen, ob eine bestimmte Einspeiseleistung an Ihrem Netzanschlusspunkt möglich ist. Sie ersetzt nicht die Anmeldung.

Kosten für die Bearbeitung der Netzuntersuchung / -berechnung für Photovoltaik-Anlagen:

  • Kostenfrei bei Umsetzung der Planung innerhalb von 4 Monaten.
  • Ansonsten berechnen wir € 500,00 zzgl. MwSt. Bei späterer Umsetzung der Planung wird dieser Betrag  zu 100% rückerstattet.

2. Anmeldung

Wenn Sie sich für die Errichtung einer Eigenerzeugungsanlage entschieden haben, müssen Sie den benötigten Anschluss der Anlage bei den Stadtwerken Tübingen rechtzeitig vor Baubeginn von einem Elektroinstallateur anmelden lassen.

Die zur Anmeldung nach VDE-AR-N 4105 allgemein benötigten Unterlagen:

  • Antragstellung für Erzeugungsanlagen anstelle von VDE-AR-N 4105 E.1
  • Lageplan mit Flurstücksnummer (für steckerfertige Erzeugungsanlagen mit einer gesamten Leistung SAmax ≤ 600 VA nicht nötig)
  • Messkonzepte
    (Bitte beachten Sie in diesem Zusammenhang die veröffentlichten Preise für Messstellenbetrieb und Messdienstleistung (MSB/MDL) der Stadtwerke Tübingen)
  • Übersichtsplan (einpolige Darstellung) des Anschlusses der Erzeugungsanlage und/oder des Speichers (ggf. einschließlich bereits vorhandener Erzeugungsanlagen und/oder Speicher) mit den Daten der eingesetzten Betriebsmittel inkl. der Anordnung der Mess- und Schutzeinrichtungen sowie der Anordnung der Zählerplätze (siehe VDE-AR-N 4105 Abschnitt B.11)
  • Zertifikat für den Netz- und Anlagenschutz (NA-Schutz) E.6 (Beispiel E.6)
  • Soweit notwendig Zertifikat für die Leistungsflussüberwachung am Netzanschlusspunkt

Für Erzeugungsanlagen zusätzlich:

Für Speicher zusätzlich:

Eine Bearbeitung kann erst nach Eingang der vollständigen Unterlagen erfolgen. Bitte senden Sie die Unterlagen

  • per E-Mail: netzservice@swtue.de
  • oder per Post an: Stadtwerke Tübingen GmbH, TS-Netzservice, Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
  • oder – in Ausnahmefällen – per Fax: 07071 157-248

3. Inbetriebsetzung und Inbetriebsetzungsprotokoll

Spätestens eine Woche vor der geplanten Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage und/oder des Speichers übergibt der Anlagenerrichter den Stadtwerken Tübingen den ausgefüllten und unterschrieben Inbetriebsetzungsauftrag bzw. die Fertigmeldung:

Die Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage und/oder des Speichers nimmt der Anlagenerrichter vor. Netzbetreiber und Anlagenerrichter stimmen sich ab, ob hierzu die Anwesenheit des Netzbetreibers erforderlich ist.

Im Netzgebiet der swt ist als standardmäßiges Verfahren zur Blindleistungsbereitstellung die Standard-Verschiebungsfaktor-/Wirkleistungskennlinie-cos φ (P) (nach VDE-AR-N 4105:2018-11 Absatz 5.7.2.4 b) einzustellen. Abweichende Forderungen zur Blindleistungsbereitstellung werden bei der Anmeldung gegebenenfalls mitgeteilt.

Über die Inbetriebsetzung ist durch den Anlagenerrichter ein Inbetriebsetzungsprotokoll anzufertigen:

Für steckerfertige Erzeugungsanlagen mit einer gesamten Leistung SAmax ≤ 600 VA an einem Netzanschluss gilt: Wird sie über eine vorhandene, spezielle Energiesteckvorrichtung angeschlossen und ist ein Zweirichtungszähler auf dem zentralen Zählerplatz vorhanden, dürfen im Inbetriebsetzungsprotokoll die Unterschrift des Anlagenerrichters und die Angaben zu diesem entfallen. Es muss in diesem Fall keine Fertigmeldung vom Elektriker eingereicht werden.

4. Kaufmännische Abwicklung

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme Ihrer Anlage und der technischen Freigabe kommen die Vertragsunterlagen zur kaufmännischen Bearbeitung.

Sie erhalten einen Einspeisevertrag (nur für Anlagen nach dem KWKG) und diverse Datenblätter. Bitte füllen Sie diese vollständig aus. Sobald uns alle erforderlichen Dokumente vorliegen werden wir Ihnen Abschlagszahlungen auszahlen.

  • Jeweils zum Stichtag 31.12. erstellen wir eine Jahresabrechnung über die tatsächlich eingespeisten Mengen, wobei die bereits ausbezahlten Abschläge gegengerechnet werden.
  • Für Anlagen mit einer Leistung größer 100 kW erstellen wir monatliche Abrechnungen.

Voraussetzung für die Vergütung des eingespeisten Stroms ist die Erfüllung der technischen Anforderungen zum Einspeisemanagement und die Registrierung der Anlage im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (BNetzA).

Hier gelangen Sie zum Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur

Sind die Anforderungen des Einspeisemanagements nicht erfüllt, besteht kein Vergütungsanspruch des Anlagenbetreibers. Solange keine Registrierung bei der BNetzA erfolgt ist, besteht ein verringerter Vergütungsanspruch in Höhe eines von den Übertragungsnetzbetreibern monatlich bestimmten Marktwertes.

Hinweis zu Direktvermarktungsmeldungen gemäß BK6-16-200

Gemäß des Beschlusses BK6-16-200 der Bundesnetzagentur vom 20.12.2016 haben Netzbetreiber für die Anmeldung von Bilanzkreiswechseln, die Erstzuordnung von Neuanlagen und die Rückzuordnung von Anlagen eine E-Mail-Adresse bekanntzugeben. Diese lautet für den Netzbetreiber Stadtwerke Tübingen:  einspeisung@swtue.de

Anmeldung von Bilanzkreiswechseln / Erstzuordnung von Neuanlagen / Rückzuordnung von Anlagen: Anlage 4 zum Beschluss BK6-16-200

Erzeugungsanlagen und Speicher mit PAmax ≥ 135 kW

Der Anmeldeprozess für Erzeugungsanlagen mit PAmax ≥ 135 kW ist in der TAR Mittelspannung beschrieben.

Möchten Sie eine Erzeugungsanlage, z. B. eine Photovoltaikanlage oder ein Blockheizkraftwerk (BHKW), an das Netz der swt anschließen und haben weitergehende Fragen, dann helfen Ihnen unsere Ansprechpartner gerne weiter.