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Licht nach Bedarf – was ist das?

Die klassische Straßenbeleuchtung leuchtet die ganze Nacht. Sie wird mit der Abenddämmerung eingeschaltet und mit der Morgendämmerung ausgeschaltet. Die Leuchtmittel brennen unabhängig davon, ob das Licht benötigt wird oder nicht. Das kostet viel Energie, führt zu Lichtverschmutzung und schadet einer Reihe von Tieren.

Die einzige Möglichkeit, die gegensätzlichen Anforderungen aus Sicherheit ("so hell wie möglich") und Naturschutz sowie Energieeinsparung ("so dunkel wie möglich") in Einklang bringen zu können, ist dank neuer LED- und Steuerungstechnik möglich.

Die Idee ist einfach: Die Straßenbeleuchtung soll nur dann hell sein, wenn das Licht benötigt wird.

Pilotprojekt in Tübingen

Derzeit testen wir dieses System in Pilotprojekten in Tübingen, Kreßbach, der Ölmühle, der Eisenbahnstraße und im Alten Botanischer Garten.

Insgesamt sind in den Testgebieten 172 LED-Leuchten mit einem Kommunikations- und Steuerungsmodul sowie einem bis vier sogenannten Passiv-Infrarot Sensoren ausgestattet. Im jedem Gebiet bilden die Leuchten zusammen ein redundantes (gegen Ausfall abgesichertes) Kommunikationsnetzwerk.

Das Prinzip "Licht nach Bedarf"

Erkennen die Sensoren in ihrem Erfassungsbereich eine Bewegung, wird die Helligkeit automatisch hochgedimmt. Die benachbarte Leuchte erhält eine Meldung, woraufhin sich deren Helligkeit ebenfalls anpasst. Es entsteht ein sogenannter Lichtteppich, an dem entlang sich der Verkehrsteilnehmer bewegt. Das Hochdimmen erfolgt so langsam, dass die zunehmende bzw. abnehmende Helligkeit kaum wahrgenommen wird.

Überwacht und gesteuert werden die Leuchten über ein zentrales Lichtmanagementsystem. Dieses ermöglicht individuelle Dimm- und Bewegungsprofile entsprechend der Straßensituation. Zudem bietet das System weitere Funktionen wie beispielsweise Information zum Lampenstatus, Energie- und Bewegungsstatistik, frühzeitige Erkennung von Ausfällen sowie optionale Erweiterungen durch Radar- und Umweltsensoren.