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Seit Jahren setzen wir auf erdgasbetriebene Blockheizkraftwerke zur Erzeugung von Fernwärme und bauen das Tübinger Fernwärmenetz nicht nur ständig aus, sondern verbessern es auch Schritt für Schritt. Heute ist das Leitungssystem 50 Kilometer lang, und wir versorgen fast 1.100 Anschlüsse mit unserer komfortablen TüWärme.

Fernwärmenetze

Erzeugungsanlagen

BHKW Obere Viehweide

Inbetriebnahme: 2001
Max. elektrische Leistung: 13.408 kW
Max. thermische Leistung: 12.116 kW
Stromproduktion: 49.000.000 kWh*
Wärmeproduktion: 46.000.000 kWh*

Das BHKW Obere Viehweide ist Tübingens größtes Blockheizkraftwerk. Das gesamte Fernwärmesystem Waldhäuser-Ost (WHO) mit seinem Teilnetz Ochsenweide wird von dort aus mit Wärme versorgt. Das BHKW produziert gleichzeitig Strom und Wärme. Die

Hitze, die bei der Stromerzeugung in den gewaltigen Verbrennungsmotoren entsteht, wird fürs Wärmenetz genutzt. Pro Jahr werden rund 49 Millionen Kilowattstunden Strom (≈ 12.250 Vier-Personen-Haushalte) und 46 Millionen Kilowattstunden Wärme (≈ 640 versorgte Gebäude) erzeugt.

Modernisierung 2013
Im Zuge einer Modernisierung 2013 wurden alle vier Gasmotoren durch effizientere Aggregate ersetzt. Ergebnis war eine merkliche Steigerung des Gesamtwirkungsgrades. Die Verbrennungsmotoren werden mit Erdgas betrieben, da die CO2-Emission wesentlich geringer ist als die von Erdöl. Jeder der vier Motoren im Heizkraftwerk läuft mit einer Drehzahl von 1.500 Umdrehungen pro Minute, besitzt ein Gewicht von 36 Tonnen und verbraucht stündlich rund 800 m3 Erdgas.

Modernisierung 2017
Durch eine weitere Modernisierung 2017 ist der Wirkungsgrad der Anlage gestiegen und die Anlage flexibler. Eine Wärmepumpe fängt nun einen Teil der Motorenwärme mit einer Temperatur von nur 45 °C ein, der bisher nicht genutzt werden konnte. Betrieben mit vor Ort erzeugtem Strom erwärmt sie das Wasser, das von den angeschlossenen Häusern zurückkommt, um 5 °C vor, ehe es auf die rund 110 °C fürs Wärmenetz erhitzt wird. Der Wirkungsgrad der Anlage erhöht sich dadurch von 84 Prozent auf 87 Prozent. So wird die eingesetzte Energie optimal ausgenutzt.

Der 200 Kubikmeter fassende Wärmespeicher sorgt für mehr Flexibilität, denn das BHKW soll auch dann Strom produzieren, wenn gerade keine Wärme benötigt wird. Die meiste Wärme wird am frühen Morgen und am Abend abgegeben. Der Strombedarf aber ist vor allem um die Mittagszeit hoch. Dank des Speichers kann die Anlage zu jeder Zeit effizient betrieben werden, denn das Heißwasser wird erst dann ins Wärmenetz abgegeben, wenn es benötigt wird. Damit trägt das Kraftwerk auch den Anforderungen der Energiemärkte Rechnung

* Stand 2017

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Gemeinschaftskraftwerk Tübingen (GKT)

Inbetriebnahme: 1996
Max. elektrische Leistung: 9.300 kW
Max. thermische Leistung: 29.820 kW
Stromproduktion: 20.000.000 kWh
Wärmeproduktion: 50.000.000 kWh

Die Stadtwerke Tübingen gründeten 1996 gemeinsam mit der Fernwärmegesellschaft Baden-Württemberg die Gemeinschaftskraftwerk Tübingen GmbH (GKT). In diesem Zuge wurde das bestehende Fernheizwerk zu einem modernen Blockheizkraftwerk (BHKW) ausgebaut. Zwei Gasturbinen mit einer elektrischen Leistung von jeweils 4.650 kW sind hier installiert. Im GKT wird seit dem nicht mehr ausschließlich Wärme, sondern auch Strom produziert. Die zentrale Wärmeversorgung des GKT umfasst Gebäude der Universität und des Studentenwerks, das Universitätsklinikum, sowie kommunale und landeseigene Gebäude. Seit 2007 ist das GKT im alleinigen Besitz der Stadtwerke Tübingen. Zahlreiche Sanierungsmaßnahmen und regelmäßige Wartungsarbeiten stellen sicher, dass das GKT aktuelle Umweltschutzrichtlinien erfüllt und auf effiziente Weise Strom und Wärme erzeugt.

Modernisierung 2007-2012
Um eine effiziente Energieausbeute zu erreichen, investierten die Stadtwerke Tübingen seit 2007 schrittweise insgesamt rund 9 Mio. Euro in eine umfassende Modernisierung und Sanierung des GKT und des Fernwärmenetzes. Mehrere Kilometer neue Fernwärmetrassen wurden gebaut und Kraftwerk sowie Netz vom ineffizienten Dampf- auf das energiesparende Heißwassersystem umgestellt. Auf diese Weise erreichte die Anlage einen Gesamtwirkungsgrad von 80 Prozent. Ein wichtiger Schritt hin zu mehr Energieeffizienz und weniger CO2-Ausstoß.

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BHKW Eisenhut I und II

Inbetriebnahme: 1995
Max. elektrische Leistung: 3.700 kW
Max. thermische Leistung: 5.085 kW
Stromproduktion: 12.000.000 kWh
Wärmeproduktion: 16.000.000 kWh

Im Zuge der Ausweitung des Fernwärmenetzes 1995 wurde das bestehende BHKW Eisenhut I um das BHKW Eisenhut II erweitert. Die beiden Gasmotoren auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke besitzen eine elektrische Leistung von jeweils 1.590 kW und erzeugen jährlich ca. 12 Mio. kWh Strom. Die dabei entstehende Wärme wird im Rahmen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in das Fernwärmenetz der Südstadt eingespeist.

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BHKW Uhlandbad

Inbetriebnahme: 1992
Max. elektrische Leistung: 527 kW
Max. thermische Leistung: 659 kW
Stromproduktion: 2.100.000 kWh
Wärmeproduktion: 2.750.000 kWh

Wärme ist im Uhlandbad von zentraler Bedeutung: seit der Eröffnung des Bades im Jahre 1914 sorgen die Tübinger Stadtwerke für das Wohlbefinden der Badegäste.

Mit Eröffnung des Uhlandbades entstand die Idee, überschüssige Wärme aus den Gasöfen im Gaswerk Eisenhut zu nutzen. Über eine 1,6 km lange Fernwärmeleitung wurde die Wärme zum Bad geleitet um das dortige Gebäude einschließlich des Badewassers zum erwärmen. So legten die damaligen Tübinger Gaswerke als Vorgänger der Stadtwerke Tübingen die erste städtische Fernwärmeleitung – eine Pionierarbeit, die viel Aufmerksamkeit erhielt. Bis 1949 wurde das Uhlandbad vom Eisenhut aus mit Wärme versorgt und so jede Menge Heizenergie gespart.

Heute erzeugen drei Heizkessel direkt vor Ort die für das Uhlandbad notwendige Wärme. Alle drei werden ausschließlich mit Erdgas betrieben. Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) mit einem Gasmotor ergänzt seit November 1992 die Strom- und Wärmegewinnung im Uhlandbad.

Modernisierung 2014
Eine Komplett-Modernisierung 2014 bescherte dem BHKW einen neuen Gasmotor, neue Wärmetauscher sowie einen speziellen Katalysator (SCR-KAT) zur Abgasreinigung. Unterstützt werden die beiden Anlagen im Uhlandbad durch zwei Heizkessel im Kepler-Gymnasium. Alle Anlagen zusammen produzieren genügende Wärme, um die Gebäude im Gebiet der Uhlandstraße zentral zu versorgen.

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