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Ich möchte eine Photovoltaikanlage installieren - was muss ich tun?

Informationen zum Ablauf finden Sie unter Anmeldeverfahren.

Muss ich eine Einspeiseanlage bei einer Behörde anmelden bzw. genehmigen lassen?

Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien müssen bei der Inbetriebnahme der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Dies ist Voraussetzung für die Auszahlung der Vergütung durch den Netzbetreiber.

Hier gelangen Sie zum EEG-Anlagenregister der Bundesnetzagentur für Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien (wie z.B. neue Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse, Geothermie, Wasserkraft oder neue Windkraftanlagen an Land und auf der See).

Photovoltaikanlagen werden weiterhin über das PV-Meldeportal (Anlagenregister Solar) der Bundesnetzagentur erfasst (mit Ausnahme von PV-Freiflächenanlagen).

Wann gilt eine Anlage als in Betrieb genommen?

Einengung des Inbetriebnahmebegriffs: Seit dem 1. April 2012 reicht es nicht mehr aus, dass ein Modul Strom erzeugt hat. Es muss vielmehr an seinem bestimmungsgemäßen Ort fest installiert, mit einem Wechselrichter ausgestattet sein und Strom produziert haben (technische Inbetriebnahme). Dies gilt für Dachanlagen wie für Freiflächenanlagen, für die die Bestimmungen zum Vertrauensschutz gelten. Es gilt also seit 1. April 2012 der technische Inbetriebnahmebegriff für alle neuen Anlagen.

Wann bekomme ich einen Einspeisevertrag?

Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der Anlage, der vollständigen Einreichung aller technischer Unterlagen und der Überprüfung durch unseren technischen Bereich wird der Vorgang zur kaufmännischen Bearbeitung weiter gereicht. Durch die Vielzahl neuer Anlagen kann es bis zu vier Wochen nach dem Zählereinbau dauern, bis die Vertragsunterlagen zugesendet werden.

Wie hoch ist die Vergütung für meine Einspeiseanlage?

Die Einspeisevergütung, welche die swt auszahlt, richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen des EEG bzw. des KWK-G. Die Vergütungssätze sind bundesweit gleich und richten sich nach verschiedenen Parametern, wie z. B. der Anlagengröße, des Inbetriebnahmezeitpunkts, etc.

Soll ich meine Einspeiseanlage als (Klein-)Gewerbe betreiben? Soll ich §19 Abs.1 UStG anwenden oder nicht?

Als Netzbetreiber führen wir keine umsatzsteuerliche Beratung durch. Bitte wenden Sie sich mit Ihren steuerlichen Fragen an das zuständige Finanzamt oder Ihren Steuerberater.

Kann ich als Stromkunde meinen PV-Strom in das swt-Netz einspeisen, obwohl ich nicht im swt-Netzgebiet wohne?

Nein, das geht leider nicht. Für die Aufnahme des EEG-Stroms ist immer der Netzbetreiber zuständig, in dessen Netz der Strom eingespeist wird. Der Gesetzgeber stellt derzeit Überlegungen an, ob jeder Anlagenbetreiber seine erzeugte Energie direkt vermarkten kann.

Wie errechnen die swt die Höhe meiner Abschlagszahlungen?

Bei Photovoltaikanlagen gehen wir von durchschnittlich 950 Volllaststunden pro Jahr aus. Wenn Sie die Anzahl der Volllaststunden mit der installierten Anlagenleistung (kWp) multiplizieren erhalten Sie den Näherungswert, den die Anlage jedes Jahr einspeist. Die Kilowattstunden werden mit dem für Sie gültigen Einspeisevergütungssatz multipliziert und durch 12 Abschläge geteilt.

Da die Stromproduktion einer Anlage von verschiedenen Parametern, wie der Dachausrichtung, der Dachneigung, einer evtl. Beschattung oder der Qualität der verbauten Module abhängig ist, wird dieses Verfahren nur für das erste Jahr herangezogen. Ab dem zweiten Jahr errechnet sich der monatliche Abschlag auf Grundlage der tatsächlich eingespeisten Strommenge.

Wie errechnen sich die Abschläge bei Photovoltaikanlagen mit Selbstverbrauch?

Die Abschläge werden generell berechnet wie in der Antwort auf die vorherige Frage angegeben. Für Anlagen mit Selbstverbrauch wird jedoch der Teil des Stroms, der im Haus verbraucht wird, mit einem anderen Vergütungssatz gutgeschrieben. Bei der erstmaligen Festlegung des Abschlags gehen wir von einem geschätzten Selbstverbrauch in Höhe von 20 % aus. Da der tatsächliche Selbstverbrauch individuell ist, können Sie einen anderen Betrag vorschlagen. Nach der ersten Jahresabrechnung wird der jeweilige Selbstverbrauch in der Höhe des Abschlags berücksichtigt.

Wann bekomme ich eine Abrechnung für meine Einspeiseanlage?
  • EEG-Einspeise-Anlage ohne Lastgangzähler
    Pro Jahr werden 12 Abschläge ausbezahlt. Die PV-Anlagen werden zum Stichtag 31.12. eines jeden Jahres abgerechnet. Hier werden die Abschlagsauszahlungen mit der tatsächlichen Vergütung verrechnet.
  • Photovoltaikanlage mit Lastgangzähler
    PV-Anlagen ab einer Größe von 50 kW installierter Leistung bekommen Lastgangzähler. Diese werden monatlich ausgelesen und abgerechnet.
  • BHKW, die nach dem KWK-G vergütet werden
    Durch die Systematik in der Vergütung des KWK-G ändert sich jedes Quartal der Preis für die Einspeisung. Deshalb werden diese Anlagen quartalsweise abgerechnet. Monatliche Abschläge werden nicht ausbezahlt.
Was kostet mich der Messstellenbetrieb (Zähler) und die Messdienstleistung bei den swt?

Je nach Anlagengröße gibt es verschiedene Zählertypen. Eine aktuelle Übersicht über die Preise für die Messung von Einspeiseanlagen können Sie sich hier runterladen.

Hat mein Einspeisevertrag oder der ggf. nötige Zählerwechsel Einfluss auf meinen Strombezugsvertrag?

Nein, die Abwicklung der Einspeisung erfolgt immer mit dem Netzbetreiber in dessen Netz der Strom eingespeist wird. Dies hat keinen Einfluss auf die Belieferung mit Strom.

Muss mein Stromzähler getauscht werden, wenn ich eine Einspeisenanlage errichte?

Dies hängt vom Platz in Ihrem Zählerschrank ab. In der Regel wird in unserem Netz Ihr Bezugszähler gegen einen Zweirichtungszähler der swt getauscht, so dass Bezug und Einspeisung über einen Zähler abgerechnet werden können.

Warum fordern die swt einen Zweirichtungszähler?

Der Zweirichtungszähler dient zu Ihrer und unserer Kontrolle. Jede Einspeiseanlage hat im gewissen Umfang einen Selbstverbrauch. Sollte dieser sprunghaft steigen, wissen Sie, dass ein Defekt in der Einspeiseanlage vorliegt. Über das Display können sie regelmäßig die beiden Zählerstände für die Einspeisung und den Bezug überprüfen.

Was muss ich unter dem Begriff „Einspeisemanagement“ verstehen?

Seit Inkrafttreten des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) hat der Ausbau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen stark zugenommen. Entsprechend wird immer mehr Strom aus diesen Erzeugungsanlagen in die Netze eingespeist. Zur Vermeidung von Netzüberlastungen wurde nach § 6 EEG das sogenannte „Einspeisemanagement“ eingeführt. Bei Überlastung einzelner Netzteile kann nun dafür gesorgt werden, dass die Einspeiseleistung der am Einspeisemanagement teilnehmenden Erzeugungsanlagen, durch ein ferngesteuertes Signal des Netzbetreibers, zeitweise reduziert wird. Weitere Informationen erhalten Sie unter Einspeisemanagement.

Wie setzt sich die Vergütung nach dem KWK-G für mein Blockheizkraftwerk (BHKW) zusammen?

Im KWK-G gibt es drei Vergütungssätze. Für Anlagen bis bspw. 50 kW elektrischer Leistung gilt:

  1. Der KWK-G-Zuschlag beträgt momentan 5,41 Cent pro erzeugter* Kilowattstunde
  2. Das vermiedene Netzentgelt ist von den Netzentgelten des Netzbetreibers abhängig und kann sich jährlich ändern.
  3. Der übliche Strompreis richtet sich nach dem durchschnittlichen EEX-Börsenpreis des Vorquartals. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten der European Energy Exchange (EEX) dem Handelsplatz für Energie und energienahe Produkte.

* Es wird die komplett erzeugte Menge und nicht nur die ins Verteilnetz eingespeiste Menge gut geschrieben, wenn die Erzeugung über einen geeichten Zähler (kein Hutschienenzähler) gemessen wird.