Vier Wertkarten ersetzen ab dem nächsten Schuljahresbeginn im September die bisherige Zehnerkarte und Einzeljahreskarte. Das Prinzip ist einfach: Je höher der Wert einer Wertkarte, desto höher der Rabatt pro Eintritt. Die Wertkarte 50 hat ein Guthaben von 50 Euro und beinhaltet einen Rabatt von 15 Prozent pro Badbesuch. Die Wertkarten 150 (20 % Rabatt), 300 (25 % Rabatt) und 500 (30 % Rabatt) bieten noch höhere Nachlässe je Badbesuch. Bei allen Wertkarten sind außerdem automatisch 5 Prozent Rabatt für Saunabesuche integriert.
Möglich macht dies ein Kassensystem, dass nach 30 Jahren komplett ausgewechselt und auf dem neuesten Stand der Technik installiert wird. Die Inbetriebnahme ist ebenfalls für den 14. September 2026 geplant.
Vorteile der Wertkarten für Gelegenheits- und Vielschwimmer
Wertkarten haben für die Gäste der Tübinger Bäder einige Vorteile: Sie sind Zahlungsmittel und Zutrittsmedium zugleich – online wie offline. Wertkarten sind übertragbar (das waren Einzeljahreskarten nicht) und laufen zeitlich nicht ab. Sie verfallen also auch nicht ungenutzt, wenn ein Bad – beispielsweise für in den nächsten Jahren notwendige Sanierungen – längere Zeit geschlossen bleiben muss. Wertkarten können Bad übergreifend und Saison unabhängig weiterverwendet werden, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Danach kann die Wertkarte mit neuem Guthaben aufgeladen werden. Und sie enthalten einen fest definierten, voreingestellten Rabatt, der den Inhaberinnen und -inhabern zeitlich unbegrenzt garantiert wird. Das bringt Transparenz in die Preisstrukturen. Jeder Badegast kann sich individuell und passend zur Häufigkeit seiner Bäderbesuche für die entsprechende Wertkarte entscheiden und damit auch, welchen Rabatt er sich mit der entsprechenden Wertkarte sichern möchte.
Wertkarte 50 ersetzt Zehnerkarte | Umtausch alter Karten notwendig
Die bisherige Zehnerkarte wird ab dem 14. September 2026 nicht mehr verkauft. Die Wertkarte 50 ist ihr Nachfolger. Für einen Kaufpreis von 50 Euro, beträgt der Preis pro Eintritt mit der Wertkarte 50 dann 4,93 Euro und bietet damit einen höheren Rabatt (15 %) gegenüber einer regulären Einzelkarte als die bisherige Zehnerkarte (5 Euro pro Eintritt = 13,8 % Rabatt).
Eines müssen alle Karteninhaber beachten: Durch die Einführung eines neuen Kassensystems ab 14. September 2026 ist ein einmaliger Umtausch aller noch gültigen Eintrittskarten (Einzelkarten und Dauerkarten) nötig. So können übrige Eintritte auf Zehnerkarten oder das Gültigkeitsdatum bei Jahreskarten auf die neuen Chipkarten übertragen werden. Ein Umtausch wird voraussichtlich ab 31. August 2026 möglich sein. Hierüber informieren die swt ab Anfang August gesondert.
Modernes Tarifangebot bringt Fairness und Flexibilität
Für die TüBäder GmbH als Betreiberin ergeben sich mit dem neuen Tarifangebot flexiblere Möglichkeiten: Eintrittspreise ließen sich beispielsweise in verschiedenen Bädern unterschiedlich bepreisen oder es könnten Tageszeitentarife eingeführt werden.
Ein zweiter positiver Effekt für die Tübinger Bäder wirkt auf die finanzielle Entwicklung der Bädersparte. Der Betrieb der Tübinger Bäder ist defizitär. Bei einem Minus von 4,2 Millionen Euro (2024) ist es die Aufgabe der TüBäder GmbH, die Kostenstrukturen im Auge zu behalten und zu optimieren, um das Defizit nicht weiter ansteigen zu lassen. Mit dem Angebot von Wertkarten schaffen die swt einen besseren – und gerechteren – Ausgleich zwischen Vielnutzern und Gelegenheitsgästen. Die Kostenstruktur der Wertkarten ist so ausgelegt, dass die Eintrittskosten stärker an die tatsächliche Nutzung des Bäderangebots gekoppelt sind. Mit anderen Worten: Gäste, die häufig ins Bad gehen, leisten zukünftig einen verursachungsgerechten Unkostenbeitrag pro Badbesuch. Mit der Wertkarte 500 und 30% Rabatt gegenüber dem regulären Eintrittspreis bleibt auch das Angebot für Vielschwimmer attraktiv.
Hanno Brühl, Geschäftsführer der TüBäder GmbH und Prokurist der Stadtwerke Tübingen sagt: „Mit einer Einzeljahreskarte in ihrer bisherigen Form war ein Rabatt von über 60 % im Vergleich zu einem Einzeleintritt möglich. Vor dem Hintergrund steigender Betriebs- und Personalkosten und den prognostizierten Sanierungskosten in den Tübinger Bädern in Millionenhöhe, war aus unserer Sicht dieses Preismodell der Vergangenheit nicht mehr angemessen und zeitgemäß. Was vielerorts bereist umgesetzt ist, hält nun mit dem neuen Kassen- und einem modernen Wertkartesystem auch in Tübingen Einzug.“

