Ladeinfrastruktur für neue E-Busse: TüBus bereitet Einrichtung neuer Ladestandorte vor

Erste Arbeiten starten bald in der Schaffhausenstraße | TüBus gehört bundesweit zu den Vorreitern bei der Elektrifizierung seiner Busflotte. Insgesamt 27 Fahrzeuge des Tochterunternehmens der Stadtwerke Tübingen (swt) sind inzwischen rein elektrisch unterwegs. Ende 2025 lag ihr Anteil damit bei rund 25 Prozent. Bundesweit kommen in den Flotten der Verkehrsbetriebe nur etwa zehn Prozent Elektrobusse zum Einsatz. Mit der wachsenden E-Bus-Anzahl in Tübingen steigt auch der Ladebedarf. TüBus baut deshalb die Ladeinfrastruktur im Stadtgebiet aus. An einem der zukünftigen Bus-Ladestandorte beginnen in der Schaffhausenstraße ab Ende März erste Vorbereitungen.

Auf dem ehemaligen Kimmerle-Gelände in der Schaffhausenstraße entstehen perspektivisch 21 Bus-Ladeplätze. (Foto: swt)

Der ÖPNV-Umbau in Tübingen wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr gefördert.

Auf dem Gelände des früheren Autohauses Kimmerle sollen 21 Bus-Ladeplätze entstehen. Dafür werden die bestehenden Gebäude nun abgerissen. 

20 neue E-Busse kommen 2026 und 2027 nach Tübingen

Parallel zum Ausbau der Ladeinfrastruktur wächst die Tübinger E-Bus-Flotte weiter: 2026 kommen neun neue E-Gelenkbusse nach Tübingen, für 2027 sind bereits neun weitere E-Gelenkbusse sowie zwei E-Solobusse bestellt. Mit diesen Buslieferungen steigt der E-Anteil im TüBus-Fuhrpark auf 47 Fahrzeuge, was in etwa 60 Prozent der Gesamtflotte entspricht. [1] Bei den übrigen Bussen setzt TüBus nahezu ausschließlich auf Hybrid- oder Mild-Hybridfahrzeuge.
 

 

[1] Das Projekt „TueBus2025_1_Stadtwerke Tübingen GmbH_Neufahrzeuge“ wird im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Bussen mit alternativen Antrieben im Personenverkehr mit insgesamt 11.040.000 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. Fördermittel dieser Maßnahme werden auch im Rahmen des Deutschen Aufbau- und Resilienzplans (DARP) über die europäischen Aufbau- und Resilienzfazilitäten (ARF) im Programm NextGeneratio-nEU bereitgestellt. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PtJ) umgesetzt.