Ein Mann mit braunen Haaren trägt ein graues Hemd und steht in einem grünen Feld vor einer bewaldeten Landschaft.

Solarthermie für die Zukunft.

David Pätzold treibt mit Solarthermie und Abwärmeprojekten die Tübinger Wärmewende voran. Er sorgt dafür, dass die Stadt künftig noch grüner heizt.

Malte Kannenberg verantwortet den Rollout intelligenter Messsysteme bei den swt. Er treibt die Digitalisierung der Netze voran, um Erzeugung und Verbrauch effizient aufeinander abzustimmen.

Wieso setzen die swt auf eine Freiflächenanlage?

Große Dachanlagen sind oft aus baurechtlichen oder statischen Gründen nicht realisierbar. Die Module sind schwerer als bei Photovoltaik. Auf einer freien Fläche ist der Aufbau einfacher. Wir können hier viel mehr Wärme erzeugen – und anders als bei kleinteiligen Lösungen benötigen wir die einzelnen Komponenten nur einmal. Das ist günstiger und effizienter, denn der Betriebsstrom-Verbrauch ist minimal. Und wenn viele Sonnentage aufeinander folgen, können wir die komplette Wärme speichern.

Im Sommer scheint die Sonne am meisten. Wird dann überhaupt Wärme gebraucht?

Ja, denn auch im Sommer gibt es in Haushalten einen Grundbedarf an Warmwasser. Den decken wir mit Sonnenenergie. Durch den Zusammenschluss der Wärmenetze gelangt diese bald in die ganze Stadt, und wir können mehr und mehr auf Erdgas verzichten.

Gibt es noch weitere Erneuerbare-Wärme-Projekte?

In Dettenhausen betreiben wir zusammen mit Ritter Sport eine Energiezentrale mit Deutschlands größter Solarthermie-Dachanlage. Unsere wichtigste Erzeugungsanlage soll beim Tübinger Klärwerk entstehen und mit einer Großwärmepumpe Wärme aus Abwasser gewinnen. Auch Abwärme der Firma Rösch nutzen wir bereits – und ein Holzheizwerk ist in Planung. Es tut sich viel!