Sanierung im Hallenbad Nord kommt: Stadtwerke-Aufsichtsrat macht Weg frei für 5-Jahres-Plan

Planungen bis 2028, Sanierungsstart 2029 | Die Sanierung im Hallenbad Nord in Tübingen ist nun beschlossene Sache. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Tübingen (swt) hat in seiner jüngsten Sitzung das Sanierungskonzept beschlossen und die Investitionen dafür freigegeben. Ein Fünf-Jahres-Plan sieht zunächst bis 2028 Planungen, Ausschreibungen und Vergaben vor. Ab 2029 soll dann die erste große Sanierungsphase starten– verbunden mit einer längeren Schließzeit des Hallenbads auf Waldhäuser Ost.

Die Stadtwerke Tübingen wollen das Hallenbad Nord umfangreich ab 2029 sanieren. (Archivfoto: swt/J. Jäger)

Ein Gutachten bescheinigte dem über 50 Jahre alten Tübinger Hallenbad im März diesen Jahres, dass seine Bauwerksubstanz grundsätzlich sanierungsfähig ist. Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf knapp neun Millionen Euro für einen ersten großen Sanierungsschritt. Ein weiterer dürfte erst in 15 bis 20 Jahren erforderlich werden, abhängig allerdings von der Alterung der verschiedenen Bauteile und Anlagen.

„Die Entscheidung für die Sanierung ist gleichzeitig eine Investitionsentscheidung der swt für die öffentliche Bäderinfrastruktur Tübingens“, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen und betont: „Die swt haben als kommunales Stadtwerk nicht nur die Verantwortung für die Versorgungssicherheit bei Strom, Wasser und Wärme. Sie kümmern sich auch um Infrastruktur wie die der Bäder. Diese zu betreiben und zu erhalten, sichert Tübingen ein Stück Lebensqualität. In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten sind Investitionen in eine Hallenbadsanierung dieser Dimension ein finanzieller Kraftakt.“

Grober Zeitplan für Sanierungsschritt 1 steht

Die swt bereiten nun den Einstieg in konkrete Planungen vor. Dafür formiert sich zunächst bis Anfang 2027 ein Planerteam. Seine Aufgabe ist es dann, die Sanierung in allen Details mit Entwurfs- und Ausführungsplanung sowie einer fundierten Kostenberechnung vorzubereiten. Die komplexen Planungen und der zeitintensive Ausschreibungs- und Vergabeprozess für ein solch großes Sanierungsprojekt dauern voraussichtlich bis Ende 2028. Für die Öffentlichkeit spürbar werden die Arbeiten dann ab 2029, wenn nach vorbereitenden Maßnahmen im Bad noch im selben Jahr die Bauphase konkret starten soll.

Badschließung unumgänglich, Ersatzmaßnahmen denkbar

Neben einer fundierten und zukunftsfähigen Sanierung ist den Stadtwerken wichtig, die Planungen so zu konzipieren, dass die Schließzeiten möglichst gering ausfallen. Bei einem solch großen Eingriff in ein Bauwerk lässt sich eine Schließung des Hallenbads Nord jedoch nicht vermeiden.

Den exakten Rahmenterminplan wird das Planerteam dann in der Entwurfs- und Ausführungsplanung ausarbeiten, sobald noch genauere Erkenntnisse vorliegen. Voraussichtlich muss das Hallenbad Nord –von Frühjahr 2029 bis Herbst 2030 – komplett geschlossen bleiben. Unter den Optionen, die zumindest etwas Abhilfe schaffen könnten, prüfen die swt eine ganzjährige Öffnung des Uhlandbades mit erweiterten Öffnungszeiten oder auch eine verlängerte Freibadsaison.