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Julian Klett, kümmert sich um mehr Sonnenstrom in Tübingen

Julian Klett ist Projektleiter in der Abteilung „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ der Stadtwerke Tübingen. 

Welche Rolle spielen die Erneuerbaren Energien bei den Stadtwerken Tübingen?

Eine große! 200 Millionen Euro haben die Stadtwerke in den letzten Jahren in die Ökostromproduktion investiert. Ziel war, bis 2020 die Hälfte des Tübinger Stromverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken - das haben wir 2018 bereits erreicht. Und der Anteil soll weiter steigen. Seit unsere Abteilung 2010 gegründet wurde, sind viele Anlagen entstanden, vor allem Windparks. Damals konnten wir rund zehn Millionen Kilowattstunden pro Jahr ökologisch erzeugen, aktuell sind wir bei 200 Millionen! Doch wir kümmern uns nicht nur um die Erzeugung, sondern auch um Themen wie E-Mobilität, Holzpelletvertrieb und Energie-Audits für Betriebe. 

Ein großes Thema für die Nächste Zeit?

Die Nutzung der Sonnenenergie in Tübingen voranzubringen, wo es noch zu viele freie Dächer gibt. Die Solarpflicht für Neubauten finde ich sehr gut: Alle Dächer sollten blau werden! Mit unserem Mieterstrom und dem Energiedach haben wir günstige Produkte entwickelt, die jetzt richtig durchstarten. 

Welche Aufgaben haben Sie?

Ich kam 2010 als Student der Bioenergie für ein Praxissemester zu den swt. Als Werkstudent habe ich den Pelletvertrieb aufgebaut und wurde dann übernommen. Ich war an all unseren Windkraftprojekten beteiligt. Derzeit beschäftigt mich vor allem die Photovoltaik. Ich führe auch Workshops durch: Es macht Spaß, bei Schülern das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz zu wecken. 

Sind Ihnen Umwelt- und Klimaschutz auch persönlich wichtig? 

Ich bin „Überzeugungstäter“! Als Student habe ich mein ganzes erspartes Geld zusammengenommen, um bei meinen Eltern eine PV-Anlage aufs Dach zu bauen. Inzwischen habe ich eine weitere auf meinem eigenen Dach. Ich heize umweltfreundlich und bin leidenschaftlicher Sportradler. Auch in meinem Verein versuche ich, umweltbewusstes Denken zu fördern. 

Wie kann Deutschland die Energiewende schaffen? 

Die Energiepolitik muss sich ändern, denn die Erneuerbaren werden durch das System ausgebremst. Konventioneller Strom ist nur scheinbar günstig: Die Gestehungskosten sind höher als für Ökostrom. Beim Ökostrom ist durch die EGG-Umlage alles transparent, doch bei fossiler oder Kernenergie werden Steuererleichterungen und Subventionen verschleiert: Es gibt keine „Kohleumlage“, die diese Kosten oder gar die Folgekosten abbildet, die der Steuerzahler trägt. Eigentlich sind die Erneuerbaren die günstigsten Energieträger - und wir brauchen sie dringend, um den Klimawandel zu bremsen. Unsere Energiewende ist noch weit weg: Beim Strom kommen wir deutschlandweit jetzt auf 40 Prozent ökologische Erzeugung. Doch in den Bereichen Wärme und Mobilität ist noch wahnsinnig viel zu tun. 

Was schätzen Sie an Ihrem Job?

Die immer neuen Themen und Herausforderungen. Besonders gern verhandele ich mit Geschäftspartnern, etwa wenn es um Millionenprojekte wie Windkraftanlagen geht. Ich bin rundum zufrieden - und ich freue mich zu sehen, wie die Stadtwerke jeden Tag ökologischer werden.