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Datenautobahn am Rittweg: Stadtwerke Tübingen erhalten Zuschlag für das erste Glasfaser-Förderprojekt im Landkreis

Einigkeit herrschte über die Tatsache, dass eine schnelle Datenleitung heute einen klaren Wettbewerbsvorteil darstellt (v.l.n.r.) Ortwin Wiebecke (Geschäftsführer Stadtwerke Tübingen), Thorsten Flink (Geschäftsführer Wirtschaftsförderungsgesellschaft Tübingen WIT), Oberbürgermeister Boris Palmer, Landrat Joachim Walter, Armin Walter (Geschäftsführer TeleData). (Foto: swt/Schermaul)
Joachim Braun, Geschäftsführer der Wabra GmbH, erläutert anhand eines Beispiels, wie sich eine schnelle Datenleitung positiv auf die Produktions- und Arbeitsprozesse auswirkt. (Foto: swt/Schermaul)

In 12 Monaten soll das Gewerbegebiet, so die Planungen, erschlossen sein – mit 1.400 Metern langer Haupttrasse und weiteren 520 Metern Glasfaserleitungen für die Hausanschlüsse. Für die ansässigen Betriebe bieten sich dann neue Möglichkeiten. Bis zu 25 Glasfaseranschlüsse könnten realisiert werden. Mit hohen Bandbreiten und der Möglichkeit, symmetrische Glasfaseranschlüsse – das heißt mit gleich schneller Datengeschwindigkeit im Up- und Download – einzurichten, können zukünftige Anschlussnehmer die Potentiale der schnellsten Internettechnik voll ausschöpfen. Das sorgt für Wettbewerbsfähigkeit in Zeiten rasant fortschreitender Digitalisierung und Industrie 4.0. Perspektivisch hängen Unternehmen und ganze Wirtschaftsstandorte immer stärker von einer stabilen, schnellen und ausfallsicheren Datenleitung ab.

Für Landrat Joachim Walter stellt der Glasfaser-Anschluss einen „wesentlichen Standortvorteil für unsere Betriebe“ dar. Die Breitbandversorgung spiele im Bereich der infrastrukturellen Versorgung eine zentrale Rolle für den Erfolg der Betriebe – und damit auch für die Zukunftsfähigkeit unserer wirtschaftsstarken Region. „Der Anschluss an das Glasfasernetz leistet deshalb auch einen wichtigen Beitrag dazu, unsere Betriebe am Standort halten zu können.“ 

„Hirschau ist ein starker Gewerbestandort in Tübingen und nun auch für die digitale Zukunft bestens gerüstet“, sagt Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.

„Wir wollen in den nächsten Jahren sukzessive weitere Gewerbegebiete in Tübingen und Umgebung ans schnelle Glasfasernetz anschließen“, sagt swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke. „Seit 2019 sind die Stadtwerke mit der TüNet bereits in Hirschau tätig. Wir freuen uns über den Zuschlag bei der Ausschreibung und übernehmen als lokaler Anbieter gerne die Aufgabe, Hirschau mit seinen Gewerbegebieten an die Datenautobahn anzuschließen. Allen Betrieben können wir dabei auch unsere eigenen Internettarife der TüNet anbieten – und damit ein Rundum-Sorglos-Paket der swt aus einer Hand“.

Alles-aus-einer-Hand-Paket der Stadtwerke

Die Stadtwerke Tübingen bieten bei allen Gewerbegebietserschließungen – so auch am Rittweg – ihr noch junges Produktportfolio „TüNetFaser“ an. In Kooperation mit dem Friedrichshafener Internetunternehmen TeleData können Kunden, bei denen eine Glasfaserleitung im Haus oder in der Straße liegt, die Stadtwerke als Internetprovider wählen und verschiedene Tarifoptionen zu wählen. Das ist besonders interessant in neu erschlossenen Gebieten, aber auch die bereits seit einigen Jahren am Glasfasernetz der TüNet angeschlossenen Gebiete haben seit Herbst 2019 die Möglichkeit, die Business-Tarife der TüNet zu buchen.

Die Stadtwerke Tübingen bieten mit der TüNet somit von der Erschließung, über den Glasfaseranschluss bis zum Internettarif alle Telekommunikationsleistungen aus einer Hand und mit allen Vorteilen eines lokalen Anbieters mit schnellen Reaktionszeiten und persönlichem Service vor Ort. Persönlich haben die swt unlängst auch in den Gewerbegebieten Unterer Wert und Au Ost bei Informationsveranstaltungen den Dialog zum ansässigen Gewerbe aufgebaut und über die Möglichkeiten einer Gebietserschließung informiert.

 

Infobox

Symmetrisches Internet: Bei den meisten Internetverbindungen ist die Downloadrate – also die Geschwindigkeit, mit der man Daten aus dem Internet herunterladen kann – um ein Vielfaches höher als die Uploadrate (= Asymmetrisches Internet). Das ist gut für alle, die viel herunterladen und schlecht für jene, die selbst viele Daten zu verschicken haben. Symmetrisches Internet wie es die TüNet anbietet, hat für den Upload dieselbe hohe Leistungsfähigkeit wie für den Download.

Industrie 4.0: Die Bezeichnung steht für das Zusammenwachsen von Maschinenbau, Elektrotechnik und Informationstechnologie zu einer intelligent vernetzten Produktionsweise in den Fabriken der Zukunft. Die Produktion soll damit flexibler, effizienter, nachhaltiger und individueller werden. Die Fertigung steuert und optimiert sich zunehmend selbst. Material, Maschinen und logistische Systeme werden direkt miteinander kommunizieren, Informationen austauschen und Entscheidungen für den Menschen vorbereiten oder sogar selbst treffen.

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