Durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Kunde swt 6,2 Minuten Deutschland 11,8 Minuten swt 3,7 Min. Deutschland 12,8 Minuten swt 5,9 Minuten Deutschland 12,2 Minuten HINTERGRUND STROMNETZ Orten von Fehlern, Leitungs- prüfung, Zustands-Diagnosen: Das alles ermöglicht der Kabelmesswagen. Deutschland hat eines der sichersten Stromnetze der Welt. Quelle: Bundesnetzagentur und Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (VDE FNN) swt 6,2 Minuten Südkorea 9,3 Minuten Deutschland 11,8 Minuten Österreich Niederlande USA (2023) 23,4 Minuten 23,9 Minuten 123,9 Minuten 5 min 10 min 15 min 20 min 25 min 30 min 35 min 40 min 4 2 0 2 3 2 0 2 2 2 0 2 h c i e l g r e v r e d n ä L m i 4 2 0 2 6,2 MINUTEN AUSFALLZEIT Kurze, lokal begrenzte Stromausfälle kommen immer wieder vor: 2024 blieb in Deutschland pro Entnahme- stelle durchschnittlich 11,8 Minuten lang der Strom weg, in Tübingen sogar nur 6,2 Minuten. Die Gründe sind meistens banal: technische Defekte, Materialver- sagen, Baggerbisse, auch Unwetter mit Sturm oder Überschwemmungen. Blackouts sind das aber nicht – darunter versteht man einen großflächigen, überregio- nalen Ausfall über einen längeren Zeitraum, der das vor- gelagerte Hochspannungsnetz einschließt. Im Niederspannungsbereich – von der Trafostation über die Verteiler bis zu den einzelnen Häusern einer Straße – ist die Entstörung oft komplizierter. Diese Kabelsträn- ge können nicht durch gezieltes Umschalten wieder versorgt werden. „Wir schauen zuerst, dass die Leute schnellstmöglich wieder Strom bekommen, wenigstens provisorisch. Anschließend geht es an die Feinarbeit, ans Analysieren, Einmessen und Reparieren“, so Thomä. Als im Oktober ein Bagger in der Nordstadt die Leitung zu rund 50 Gebäuden gekappt hatte, dauerte das knapp zwei Stunden. Das Tübinger Mittelspannungsnetz hat eine Ringstruk- tur: Das bedeutet, es gibt immer einen zweiten Weg, über den der Strom fließen kann – wie bei Maschen, die in unterschiedliche Richtungen verknüpft sind. Strom- ausfälle sind daher räumlich meist sehr begrenzt. WAS BEI EINER STÖRUNG ABLÄUFT „Im Störfall können wir schnell reagieren“, sagt Frank Thomä. Ein Fehler im Mittelspannungsnetz löst eine Mel- dung in der Leitwarte aus, die alle wesentlichen Anlagen steuert und überwacht. Meister und Monteure werden innerhalb von Sekunden per Handy-App alarmiert. Au- ßerhalb der Betriebszeiten gibt es eine Rufbereitschaft. „Zuerst fahren wir die Trafostationen im Umfeld ab, um den Schaden grob einzugrenzen“, erklärt Thomä. „Dann schalten wir in Abstimmung mit der Leitwarte eine Um- leitung, um die Kunden schnell wieder zu versorgen.“ Am betroffenen, nun spannungsfreien Abschnitt wird der Schaden mit dem Kabelmesswagen genau lokalisiert und eingemessen, dann wird aufgegraben und repariert. „Wir haben gute Partner für den Tiefbau und genügend Material auf Lager.“ GROSSER AUFWAND FÜR DIE SICHERHEIT Bei insgesamt 1.661 Kilometern Stromleitungen und 420 Trafostationen geht ihm und seinen Kollegen die Arbeit nicht aus. Gleichzeitig ertüchtigen und erweitern die Stadtwerke ihr Netz, um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen: Wärmepumpen, Wallboxen, Solardächer machen die Netzplanung komplexer. Eines ihrer Umspannwerke haben die swt vor Kurzem erneu- ert, ein zweites soll folgen. Und im gesamten Netzgebiet ersetzen sie Freileitungen durch Erdkabel, wie gerade in Ammerbuch-Entringen geschehen. Auch das ein Plus- punkt für die Sicherheit. STROMAUSFALL MELDEN Auf dieser Webseite sehen Sie gemeldete Störungen im swt-Netz: swtue.de/stoerungen Unter der Notrufnummer 157-111 erreichen Sie die Leitwarte der swt. Läuft dort eine Bandansage, arbeiten wir bereits an der Störung. 11 11