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Stadtwerke Tübingen: Startschuss für die Windkraftnutzung

Die Rotortürme ragen bereits 80 Meter hoch in den Himmel. Ab Oktober werden hier zwei etwa 200 Meter hohe Windkraftanlagen der Stadtwerke Tübingen umweltfreundlich Strom produzieren. Foto: GCE, Siegmar Ackermann
Gemeinsam für die Windkraftnutzung (v.l.n.r.): Dr. Achim Kötzle (swt), Mariella Schubert (GCE), Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, Wolfgang Seitz, Erster Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen und Wilfried Kannenberg (swt). Foto: S. Ackermann

Jetzt haben die swt, vertreten durch ihren Aufsichtsratsvorsitzenden, den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, die Geschäftsführer Dr. Achim Kötzle (Energiewirtschaft), Wilfried Kannenberg (Technik) und Julian Klett vom Fachbereich Erneuerbare Energien und Energieeffizienz der swt, sowie die Projektleiterin von GCE, Mariella Schubert, den Windpark bei einer Vorabbesichtigung erstmals öffentlich vorgestellt. Wolfgang Seitz, Erster Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen, begrüßte die Delegation vor Ort.

Die Betontürme stehen schon. Sie haben eine Höhe von rund 80 Metern und tragen später jeweils einen 58  Meter hohen Stahlturm. Die Nabenhöhe mit Fundament wird somit 141  Meter betragen. Die Stahltürme werden im September installiert. Die knapp 60 Meter langen Rotorblätter im Oktober. Der in Neunkirchen eingesetzte Anlagentyp der Firma Nordex wurde speziell für Standorte im Binnenland entwickelt.

"Um die Windkraft auf dem Land dezentral weiter auszubauen, brauchen wir entsprechende politische und rechtliche Rahmenbedingungen von Bund und Land, unternehmerisch in die Zukunft handelnde Stadtwerke und innovative Projektpartner. Die Windkraftanlagen in  der Gemeinde Neunkirchen sind beispielhaft dafür, wie dieses Zusammenspiel zu einem erfolgreichen Ergebnis führt. Der Ausstieg aus der Atomkraft kann nur im Schulterschluss zwischen Land, Gemeinden und Projektpartnern gelingen. Ich gratuliere der Gemeinde Neunkirchen zu dieser gelungenen Kooperation", sagte der Tübinger Oberbürgermeister und swt-Aufsichtsratsvorsitzende Boris Palmer.

In Neunkirchen haben die swt rund 10 Millionen Euro investiert. Pro Jahr erwarten sie von den beiden Anlagen einen Gesamtertrag von ca. 12 Millionen Kilowattstunden. Das reicht aus, um über 3000 Tübinger Haushalte umweltfreundlich mit Strom aus Windkraft zu versorgen. „Die Änderung des Flächennutzungsplans vor zehn Jahren erweist sich in der Rückschau, als richtige Entscheidung und Weichenstellung“, erklärte Wolfgang Seitz, der Erste Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen. Er zeigte sich erfreut und zufrieden über die „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ mit den Projektpartnern, swt und GCE.

Die Ziele für die kommenden Jahre sind bei den Stadtwerken mit ihrem Ausbauplan für die Erneuerbaren Energien klar gesteckt. Mindestens 50 Prozent des in Tübingen abgesetzten Stroms wollen sie bis 2020 umweltschonend selbst produzieren. „Seit etlichen Jahren verfolgen wir eine Strategie, die auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien setzt. Nach Wasserkraft und Photovoltaik folgen Großprojekte im Bereich der Onshore-Windkraft. Mit diesem parallelen Ausbau verschiedener regenerativer Erzeugungsarten streuen wir das unternehmerische Risiko und treiben die Entwicklung in diesem wichtigen Zukunftsbereich voran: den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Hierfür haben wir uns vorgenommen, bis Ende 2016 fünfzig Millionen Euro zu investieren“, so Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer Energiewirtschaft der swt.

„Für den Bau des Windparks haben wir mit Green City Energy und der Gemeinde Neunkirchen ideale Partner gefunden. Beiden gilt unser herzlicher Dank. Der Fokus auf kommunale Kooperationen und Bürgerbeteiligung passt hervorragend zu unserem Ziel der Nachhaltigkeit. Dazu gehört auch die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger, wie sie Green City Energy bei den benachbarten Windparks in Heppdiel und Windischbuchen umgesetzt hat. Die Investition in die Onshore-Windkraft ergänzt und erweitert unser Portfolio zukunftsweisend“, sagte Wilfried Kannenberg, Geschäftsführer Technik der Stadtwerke Tübingen (swt) und der Genossenschaft BürgerEnergie Tübingen eG (BET). Als Genossenschaftsmodell arbeitet die BET seit 2009 erfolgreich in Tübingen und der Region.

Umwelt und Klima durch die Errichtung regenerativer Anlagen und durch Energieeffizienz zu schützen, ist ein strategisches Ziel der swt. Seit Herbst 2010 gibt es im Unternehmen daher den eigenständigen Fachbereich „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ (EE). Er verfügt derzeit über fünf Mitarbeiter. Gezielt und aktiv kümmern sie sich seither um Projekte, Beteiligungen und Investitionsmöglichkeiten, wie z.B. in Neunkirchen.

„Der Standort und GCE als Projektpartner bilden eine perfekte Kombination zusammen mit der innovativen Technologie von Nordex. Unser Anliegen ist es, mit dieser modernen Technologie Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Charakteristisch für diese Anlage ist eine besonders große Rotorfläche, die größer als eineinhalb Fußballfelder ist, um auch bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten relativ hohe Erträge zu erwirtschaften. Eine weitere Besonderheit ist der sehr hohe Turm, um die stärkeren und turbulenzärmeren Winde in großer Höhe besser erschließen zu können“, erklärt Julian Klett, Projektleiter aus dem Fachbereich EE.

Die GCE baut die zwei swt-Windräder in Neunkirchen und errichtet daneben einen eigenen Bürgerwindpark mit fünf Windrädern. Hierfür sind bereits sämtliche Anteile gezeichnet. GCE-Projektleiterin Mariella Schubert: „Jetzt sind alle GCE-Windenergieanlagen in Bürgerhand, Das war unser erklärtes Ziel. Mit der Nordex N 117/2400 haben wir zudem einen hoch-effizienten Anlagentyp der neuesten Generation. Wir haben der Wirtschaftlichkeitsberechnung konservative Ertragsprognosen mit Sicherheitsabschlägen zu Grunde gelegt, deshalb erwarten wir gute Erträge.“

Die N117/2400 wurde speziell für Binnenlandstandorte entwickelt. Die Turbine ist das Ergebnis aus elf Jahren konsequenter technischer Weiterentwicklung der Multi-Megawatt-Plattform, 26 Jahren Engineering in der Windindustrie und den Erkenntnissen aus mehr als 1.300 errichteten Windenergieanlagen der Multimegawatt-Baureihe.

Informationen:
www.greencity-energy.dewww.nordex-online.com

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