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Stadtwerke Tübingen beteiligen Stadtwerke Speyer an Windpark

Handshake nach der Vertragsunterzeichnung in Tübingen: Die Geschäftsführer Ortwin Wiebecke (Stadtwerke Tübingen) und Wolfgang Bühring (Stadtwerke Speyer). [Foto: swt/Schermaul]
Freude über die erfolgte Unterzeichnung bei allen Beteiligten der Stadtwerke Tübingen und der Stadtwerke Speyer (Foto: swt/Schermaul)

Den Windpark im rheinland-pfälzischen Framersheim hatten die Stadtwerke Tübingen (swt) im vergangenen Jahr erworben. Der Windpark erbringt mit seiner Gesamtleistung von 13,5 MW eine jährliche Stromproduktion von 27,1 Millionen Kilowattstunden. 6.800 Vierpersonenhaushalte können damit umweltfreundlich mit regenerativ erzeugtem Ökostrom versorgt werden. Rund 25 Prozent davon nutzen die Stadtwerke Speyer nun zukünftig für ihr Stromportfolio an Erneuerbaren Energien. 

Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Tübingen, betonte im Rahmen der notariellen Unterzeichnung in den Räumlichkeiten der swt, wie wichtig Kooperationen zwischen Stadtwerken für die Arbeit an der Energiewende sind: „Beteiligungen und gemeinsame Projekte bei den Erneuerbaren Energien, die zwischen kommunalen Stadtwerken entstehen, stärken deren Position am Markt und in den Regionen, in denen die Stadtwerke Verantwortung für die Umsetzung der Energiewende tragen. Wir freuen uns, dass wir mit den Stadtwerken Speyer einen Partner am Windpark Framersheim beteiligen konnten, der die regionale Wertschöpfung der Windkraft stärkt, indem er seinen Kunden Ökostrom anbieten kann, der gar nicht weit weg produziert wird.“

Die Stadtwerke Tübingen sondieren mit ihrer Abteilung Erneuerbare Energien und Energieeffizienz permanent den Markt nach erfolgversprechenden Windpark-Projekten. Allein in den letzten vier Jahren wurden sieben Windparks und sieben Solarparks übernommen. Die jetzt geschlossene Beteiligung ergab sich aus dem guten geschäftlichen Kontakt zwischen Tübingen und Speyer.

Für die Stadtwerke Speyer ist die Beteiligung ein nächster Schritt für die selbst gesteckten Ziele bei der Umsetzung der Energiewende. Die Stadtwerke Speyer peilen für das Jahr 2030 eine Stromversorgung aus 100 Prozent regenerativen Quellen an. Erfreut zeigte sich beim Unterzeichnungstermin in Tübingen deshalb auch der Geschäftsführer der Stadtwerke Speyer, Wolfgang Bühring: „Wir freuen uns über die Beteiligung am Windpark Framersheim, weil wir als kommunaler Energieversorger in Speyer nur rund 50 Kilometer Luftlinie vom Windpark entfernt sind. Mit dem Erwerb dieses Anteils an einem sehr gut umgesetzten Windpark-Projekt schaffen wir es, das eigene Windkraft-Portfolio im Bereich der Erneuerbaren Energien weiter auszubauen. Das bedeutet für die Stadtwerke Speyer einen wesentlichen Meilenstein auf ihrem Weg zur Stromversorgung aus 100 Prozent regenerativen Quellen.“  

Innerhalb von nur kurzer Zeit haben die Stadtwerke Tübingen verschiedene Beteiligungen im Bereich Erneuerbarer Energie unter Dach und Fach gebracht. Dabei stehen für die swt zwei Kooperationswege derzeit im Vordergrund. Kooperationen mit anderen kommunalen Stadtwerken auf der einen und – mit sehr stark lokal-regionalem Bezug – Beteiligungen von genossenschaftlichen Bürgerenergiegesellschaften auf der anderen Seite. Erst vor wenigen Wochen war die Beteiligung von vier genossenschaftlichen Bürgerenergiegesellschaften am swt-eigenen Solarpark in Engstingen-Haid (Landkreis Reutlingen) vollzogen worden. Im Bereich der Windkraft engagieren sich die swt außerdem über die KommunalPartner Beteiligungsgesellschaft, einem Zusammenschluss von sechs kommunalen Stadtwerken. Gemeinsam mit kommunalen Partnern engagieren sich die KommunalPartner bei Windkraft-Projekten, wie zu Jahresbeginn 2016 beim Windpark in Oberkochen, und stärken als starke Kooperationsgemeinschaft die Energiewende auf kommunaler Ebene.

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