Gasnotruf: 07071 157-112Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

TüBus
Tel. 07071 157-157
tuebus@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Unternehmen » Presse » Pressemitteilungen » Stadtwerke fordern mehr Förderung für KWK-Ausbau

Stadtwerke fordern mehr Förderung für KWK-Ausbau

Im Weiteren nahmen an dem Gespräch in Tübingen in der Delegation um Thomas Knapp teil: MdL  Gustav-Adolf Haas, MdL Rosa Grünstein sowie der Tübinger SPD-Bundestagskandidat und Gemeinderat, Martin Rosemann.

 

 

 

 

Einig war man sich bei dem Treffen über die Parteigrenzen hinweg, dass kommunale, unabhängige Stadtwerke ein unverzichtbarer Faktor sind als:

-          Wirtschaftsfaktor in den Kommunen

-          im Wettbewerb auf den Energiemärkten

-          und ganz besonders im Klimaschutz

„Gerade beim Klimaschutz sind die Stadtwerke mit ihrer dezentralen Rolle vor Ort dazu prädestiniert, die Energiewende durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbarer Energien voranzubringen. Gleichzeitig ist es wichtig, den Energiestandort Baden-Württemberg als Investitionsstandort auch für kommunale Stadtwerke im Bereich der Großkraftwerke attraktiver zu machen“, sagte MdL Thomas Knapp. „Die SPD hat sich vorgenommen, weiter die Position der Stadtwerke zu stärken und sie bei ihrem Bemühen um faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb zu unterstützen“, so Knapp.

Ein wichtiges Tätigkeitsfeld der Tübinger Stadtwerke im Zusammenhang mit klimafreundlicher Stromerzeugung ist der Ausbau der dezentralen Kraft-Wärme-Kopplung, wie sie in Tübingen seit Jahrzehnten betrieben wird. Im Gegensatz zu zentralen Erzeugungsanlagen kann hierbei nicht nur der erzeugte Strom, sondern auch die in dem gemeinsamen Prozess erzeugte Wärme optimal genutzt werden.

In Tübingen liegt der KWK-Anteil bereits heute bei 27% im Strom-Mix der Stadtwerke. Der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung ist auch erklärtes Ziel der Bundesregierung in den nächsten Jahren. Sie soll nach den Plänen des Integrierten Energie- und Klimapakets (IEKP) der Bundesregierung von derzeit bundesweit 12% auf insgesamt etwa 25 % bis 2020 erhöht werden.

„Um diese Klimaziele zu erreichen, werden die bestehenden Ansätze und Rahmenbedingungen nicht ausreichen. Neben bestehenden Fördermaßnahmen sollte der Gesetzgeber über neue Wege insbesondere die Einführung eines KWK-Quotenmodells nachdenken. Durch Einführung einer festgesetzten jährlichen Quote des KWK-Anteils im Strom-Mix der Energieversorger, könnten die Anreize für den Bau neuer Anlagen ebenso wie für den Betrieb von Altanlagen entscheidend verbessert werden.“, sagte Ortwin Wiebecke, der Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Tübingen, bei dem Treffen.

Wer dann selbst nicht ausreichend KWK-Strom produzieren kann, müsste nach diesem Quotenmodell seinen prozentualen KWK-Anteil im Strom-Mix durch Zukauf von KWK-Strom am Energiemarkt entsprechend erhöhen.

Stadtwerke sind mit einem Marktanteil von 80 % bei der Kraft-Wärme-Kopplung Vorreiter in diesem Segment der klimafreundlichen Stromerzeugung.

Die Notwendigkeit, zusätzliche Anreize für Investitionen in den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung zu schaffen, wurde von allen bei dem Gespräch anwesenden Parteivertretern ausdrücklich unterstützt.

MdL Thomas Knapp: „Gerade im Zuge des anstehenden Atomausstiegs und den damit wegfallenden Erzeugungskapazitäten fällt den Stadtwerken eine wichtige Rolle zu, deutlich mehr Strom als bisher dezentral und in KWK zu produzieren“.

„Heute sind Stadtwerke mit ihrer dezentralen Versorgung im Vergleich zur Erzeugung in zentralen Kraftwerken deutlich benachteiligt. Als >Motor der Energiewende< benötigen Stadtwerke jedoch faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb mit den großen Energiekonzernen. Ohne gezielte und ausreichende KWK-Förderung kommt der >Klimaschutzmotor Stadtwerke< sonst ins Stottern, bevor wichtige Klimaziele der Bundesregierung wie der KWK-Ausbau umgesetzt werden können.“, sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.

Zurück