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Stadtverkehr: Dynamische Fahrgastinformation offiziell im Betrieb

„Ein großer Fortschritt im Stadtverkehr Tübingen ist die Einführung der neuen Dynamischen Fahrgastinformation. Dass dies möglich geworden ist, dafür danken wir auch der Förderung durch das Land Baden-Württemberg“, freut sich Hans-Jürgen Hennig, Abteilungsleiter Stadtverkehr (SVT) bei den Stadtwerken Tübingen (swt). „Für unsere Fahrgäste die Information noch weiter zu verbessern war unser Ziel. Jeder Fahrgast kann jetzt noch leichter erkennen, welche Busse als nächstes an den Hauptverkehrspunkten abfahren. Bereits der Testbetrieb hat insgesamt gute Ergebnisse gebracht. Die Feinabstimmung des Systems kann in der Anfangsphase möglicherweise an der einen oder anderen Stelle allerdings dazu führen, dass Funktelegramme vereinzelt noch nicht ganz synchron übertragen werden. Die Basis für ein solides System ist mit den 37 neuen Anzeigern gelegt. Ökologische Mobilität wird in Tübingen damit noch einfacher“, so Hennig.
 
„TüBus fahren war schon immer ökologisch sinnvoll. Durch das neue Fahrgastinformationssystem wird es jetzt noch komfortabler", sagte Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer. „Ich wünsche dem SVT, dass immer Menschen, die in unserer Stadt unterwegs sind, auf den TüBus umsteigen“.
 
37 Anzeigentafeln sind übers Stadtgebiet verteilt. Derzeit werden darauf die Tag- und Nachtbuslinien des Stadtverkehrs Tübingen angezeigt. 12 davon befinden sich am OBF an den Bussteigen A bis L. Weitere Tafeln befinden sich unter anderem auf Waldhäuser Ost (Ahornweg), auf der Wanne (Kunsthalle), am Schnarrenberg (BG und Uni-Kliniken/Berg) sowie in der Friedrichstraße, Hölderlinstraße (Kupferbau) Wilhelmstraße (Lustnauer Tor, Uni/Neue Aula, Pauline Krone Heim), am Nonnenhaus und auf Neckarbrücke.
 
Am OBF am Ankunftsbussteig A ist ein 8-zeiliger, großer  Übersichtsanzeiger aufgestellt. Fahrgästen mit eingeschränkter Sehkraft bietet dieser Informationsstandort besonderen Komfort: per Knopfdruck können sie sich hier die Startzeiten der nächsten abfahrenden Linien am OBF ansagen lassen. In Störfällen, beispielsweise bei Ausfall einer Linie, bietet der Übersichtsanzeiger überdies einen zusätzlichen Bedienkomfort: über die eingebaute Sprechfunktion können sich Fahrgäste von hier aus direkt mit der Leitwarte der Stadtwerke Tübingen verbinden lassen.
 
Die Leitwarte ist rund um die Uhr besetzt, 24 Stunden pro Tag, 7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr. Die Laufzeile, die bislang auf den Anzeigern den „Testbetrieb“ angezeigt hat, soll in Zukunft für aktuelle Meldungen des Stadtverkehrs genutzt werden. „Kunden können wir so über unsere Leitwarte jederzeit schnell und aktuell zum Beispiel über mögliche Störungen im Betriebsablauf informieren“, erklärt Hennig.
 
Die Vertaktung der Linien und die Dichte der Haltestellen im Tübinger Stadtgebiet ist für eine Stadt von dieser Größe sehr hoch (rund 2.000 Fahrten pro Tag). Da das System die Bewegungen der Buslinien in Echtzeit wiedergibt und nicht die laut Fahrplan vorgesehenen Busumläufe, müssen sehr große Datenmengen in kürzester Zeit präzise per Funk an die Steuerungsmodule übertragen und die Veränderungen mit den Ankunfts-zeiten auf den Anzeigern synchronisiert werden. Noch sind nicht alle Busumläufe vollständig im System. Ergänzen wollen die Stadtverkehrsexperten in nächster Zeit die Umlaufzeiten der noch fehlenden TüBus-Linien 18 und 19, die ins Umland fahren und die  Linien von RBS und RAB, die im Gebiet des SVT verkehren. „Gerade die Flexibilität bei der Erweiterung dieses DFI-Systems ist für uns ein besonderes Plus. Dort, wo es sinnvoll ist, können wir später Übergabepunkte und Anzeiger ergänzen“, erklärt Hennig.
 
Speziell auf Tübingen zugeschnitten ist das Design der Anzeiger und Masten. Gemeinsam mit dem Stadtplanungsamt wurde ein spezielles Tübinger Design  entwickelt, dass sich möglichst nahtlos ins Stadtbild einfügen soll. Unter dem Namen „Tübinger Modell“ soll es jetzt auch bei der ausführenden Schweizer Firma Gorba in Serie gehen. Investiert haben die swt in die Einführung der DFI rund 600.000 Euro. Das Land Baden-Württemberg hat die Maßnahme mit einer rund 50 %-Förderung unterstützt.  
 
Die Anzeigentafeln wirken optisch leicht. Tatsächlich verbirgt sich in ihnen eine hochkomplexe Technik, die einiges Gewicht zusammenbringt. Je nach Ausführung wiegt ein Anzeiger zwischen 35 und 80 Kilogramm. In jedem Anzeiger sind Steuerungs- und Empfangsmodule sowie komplexe Hardware integriert. „Um die benötigte Strommenge kontinuierlich zu generieren, würden große Solarpanele gebraucht. Dies wäre aufgrund der Größe und des Gewicht auch unter statischen Gesichtspunkten bei der Aufstellung im Innenstadtbereich problematisch“, erklärt Ufuk Ebcinoglu, Ingenieur und Geschäfts-bereichsleiter der Gorba AG. Hinzu kommt eine weitere Schwierigkeit: „Dadurch, dass der Stadtverkehr Tübingen fast rund um die Uhr im Einsatz ist, würde eine sehr große Batterie benötigt, um die Kapazität für den Nachbetrieb der Anzeigentafeln sicher zu gewährleisten“, so  Ebcinoglu.
 
Alle Anzeigentafeln des DFI-Systems in Tübingen werden mit dem Ökostrom „bluegreen“ der Stadtwerke Tübingen betrieben. bluegreen ist sauberer Strom aus 100% Wasserkraft, der zu 1,19 Cent (brutto) pro kWh zusätzlich zu jedem swt-Tarif bezogen werden kann. „Ökostrom und ökologische Mobilität gehören zusammen“, findet Hennig.

 

Daten und Fakten zum Tübinger Stadtverkehr auf einen Blick:*

Im Stadtverkehr Tübingen sind rund 60 TüBusse unterwegs. Sie sind alle mit modernster Filtertechnik ausgestattet. Etwa 30% der TüBusse erfüllen heute schon die höchste EU-Abgasnorm EEV, die der erst ab 2014 gültigen Norm Euro 6 entspricht. Die übrige TüBus-Flotte erfüllt durch die 2008 vorgenommene Umrüstung der Filtertechnik modernste, aktuelle EU-Umweltstandards. Investiert wurden 2008 überdies rund 3,5 Mio. Euro in die Beschaffung von 12 Neufahrzeugen (8 Fahrzeuge mit dem Umweltgütesiegel „Blauer Umweltengel“ und vier umweltfreundliche Capa-City-Großraumbusse). 

·         TüBusse: rund 60

·         Linien: 36

·         Haltestellen: 377

·         Liniennetz: 344 km

·         Fahrplan-Kilometer:  3,5 Mio.

·         Fahrten pro Tag: ca. 2.000

·         Beförderte Personen insgesamt: 17, 5 Mio.

·         Beförderte Personen mit Einzelkarten: 1,2 Mio.

·         Beförderte Personen mit Zeitkarten: 16, 2 Mio.

·         SAM-Verkehre: 0,1 Mio. 

                                                                                                                             

*Stand der Angaben jeweils 2008


 
Informationen:  
www.svtue.de/aktuell  ●  www.gorba.com

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