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Neue Tarife für Trinkwasser, Schwimmen und Dauerparken

Nachdem die swt zuletzt drei Jahre in Folge den Wasserpreis konstant hielten, erfolgt nun zum 1. Januar 2018 eine Anpassung. Sie betrifft den Grundpreis: So zahlt ein in Tübingen häufig vorkommender Zwei-Personen-Haushalt mit 90 Kubikmetern Jahresverbrauch in einem Dreifamilienhaus für das Trinkwasser rund 2,5 Prozent – das entspricht 47 Cent pro Monat – mehr. Für einen Vier-Personen-Haushalt eines Einfamilienhauses mit einem Jahresverbrauch von 150 Kubikmetern beträgt die Steigerung 4,1 Prozent – umgerechnet 1,40 Euro mehr im Monat. Dieser Wert markiert gleichzeitig das obere Ende der Steigerung. Denn während ein Einfamilienhaus die gesamte Jahresgrundgebühr bezahlt, teilt sich diese in Mehrfamilienhäusern auf. Je mehr Parteien sich in einem Haus befinden, desto kleiner fällt die Mehrbelastung für die einzelnen Haushalte aus.

Insgesamt über die letzten Jahre hinweg steigende Bezugskosten der Vorlieferanten Bodensee-Wasserversorgung und Ammertal-Schönbuchgruppe sind einer der Gründe für die Preisanpassung. Ein zweiter Aspekt ist die seit 2016 laufende Sanierung und Modernisierung des Tübinger Trinkwassernetzes. Die Erneuerung der Wassertransportleitung vom Wasserbehälter Sand quer durch die Stadt – unter anderem durch die Wilhelmstraße – gehört dazu. Auch die Sanierungen der Tübinger Wasserbehälter Stauffenberg, Pfrondorf und – ab nächstem Jahr – Sand erzeugen nicht unerhebliche Kosten.

Die Modernisierung der Wassernetz-Infrastruktur bringt Versorgungssicherheit für alle Verbraucher – ganz gleich, ob sie viel oder wenig Wasser verbrauchen. Aus diesem Grund haben sich die Stadtwerke für die Anhebung des verbrauchsunabhängigen Grundpreises entschieden. Zudem fordern die Entwicklungen von Trinkwasserabsatz und Spitzenverbrauchszeiten eine Anhebung dieses Wasserpreisbestandteils. Denn der persönliche Trinkwasserverbrauch in Tübingen sinkt tendenziell – und damit auch die Einnahmen aus dem Wasserabsatz. Gleichzeitig steigen die Verbräuche zu Spitzenzeiten: zum Beispiel während einer lang anhaltenden Hitzeperiode. Vor dem Hintergrund dieser beiden Entwicklungen ist ein modernes, stabiles und leistungsfähiges Wassernetz wichtig.

Und noch ein anderer Aspekt ist aus Sicht der swt relevant: Der Trinkwasserpreis für die Endverbraucher setzt sich aus Verbrauchspreis (variabler Bestandteil, verbrauchsabhängig) und Grundpreis (fixer Bestandteil, verbrauchsunabhängig) zusammen. Durch die Anhebung beim Grundpreis gleicht sich das Verhältnis von fixen und variablen Kosten auf Seiten der Verbraucher besser an das Kostenverhältnis auf Seiten der Stadtwerke an. Auf Seiten der swt liegen die Fixkosten bei rund 80 Prozent, während die variablen Kosten nur 20 Prozent ausmachen.

„Das Trinkwasser ist eine der wichtigsten Versorgungsaufgaben, die wir als Stadtwerke haben“, sagt swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke. „Alle Verbraucher wollen eine gute Wasserqualität, eine stabile Versorgung auch in Spitzenzeiten und ein gut gepflegtes Wasserleitungsnetz. Dafür sorgen wir. Deshalb modernisieren wir regelmäßig unser Trinkwassernetz. Das ist eine große und gleichzeitig kostenintensive Infrastrukturaufgabe, die wir sehr ernst nehmen – für die Wasserversorgung in Tübingen heute und in der Zukunft.“

Bäderpreise werden angehoben

Die Tübinger Bäder haben eine gute Auslastung: rund 600.000 Badegäste zählen die swt jährlich. Dennoch decken die Einnahmen nur rund ein Drittel der Gesamtkosten. Derzeit arbeiten die Stadtwerke in Abstimmung mit allen Interessensgruppen an einem neuen Bäderkonzept. Steigende Kosten und absehbare Neuinvestitionen für Modernisierungen und Sanierungen in allen Bädern belasten die Bädersparte zusätzlich – über das seit Jahren bestehende Defizit hinaus. Auch Neuerungen in den Bädern, um Badegästen neue Attraktionen zu bieten, müssen finanziert werden. Doch auch ohne diese Investitionen – zum Beispiel die Freibad-Erweiterung – wäre die jetzige Erhöhung der Eintrittspreise notwendig geworden. Denn jeder Bäderbesuch wird aktuell durchschnittlich mit fünf Euro pro Person bezuschusst – Tendenz steigend. Die Anhebung der Bäderpreise zwischen 2,5 und zehn Prozent – je nach Tarifklasse – trägt außerdem dazu bei, dass die Badegäste Bäder und Anlagen in einem gepflegten Zustand vorfinden.

Der Preis für Einzelkarten steigt im Normal- und im ermäßigten Tarif um zehn Cent auf 4,10 Euro (ermäßigt 2,80), die Zehnerkarte um 20 Cent pro Besuch auf 35 Euro (ermäßigt 22 Euro). Je nach Zahl der Kinder liegen die Einzelkarten für Familien zwischen zehn und 30 Cent pro Besuch höher: eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bezahlt zum Beispiel 9,90 Euro (anstatt bislang 9,60 Euro). Die Preise für Freibad-Saisonkarten sowie Jahreskarten für alle Bäder erhöhen sich in allen Tarifarten. So kostet die Einzel-Saisonkarte für das Freibad nun 80 Euro (bislang 76 Euro / ermäßigt von 42 auf 44 Euro). Die Familien-Saisonkarte für das Freibad steigt von 142 Euro auf 149 Euro an. Um einen Euro teurer wird die Kinderbonuskarte (von 18 Euro auf 19 Euro). Eine Einzel-Jahreskarte für alle Bäder verteuert sich von 220 Euro auf 231 Euro, die Familien-Jahreskarte kostet zukünftig 288 Euro (bislang 274 Euro) und die Kinderbonuskarte für alle Bäder wird um zwei Euro teurer und kostet 48 Euro (bisher 46 Euro).

Neue Preise für Dauerparker in den Parkhäusern Altstadt-König und Metropol

Die Tarife für Kurzparker und die Nacht-/Sonn-/Feiertagstarife bleiben in allen Parkhäusern unverändert. Auch die Preise in den automatischen Parkhäusern Loretto und Französisches Viertel erhöhen sich nicht. Teurer werden Dauerstellplätze in den Parkhäusern Altstadt-König und Metropol. Beschlossen wurde diese Preisanpassung zum 01.01.2018 vom swt-Aufsichtsrat bereits in seiner Herbst-Sitzung 2016. Der ganztägige Monatstarif erhöht sich jeweils von 90 Euro auf 105 Euro. Ein Stellplatz mit Tagesnutzung von bis zu 13 Stunden verteuert sich ebenfalls von 65 Euro (Altstadt-König) beziehungsweise 60 Euro (Metropol) auf 80 Euro. Gegenüber dem Parken am Automaten auf öffentlichen Straßen ist der Dauerstellplatz im Parkhaus nach wie vor die günstigere Variante für diejenigen, die täglich in Tübingen parken wollen. Ein Straßenparkplatz kostet mindestens einen Euro pro Stunde. Nach vier Stunden ist man bei vier Euro – dem günstigsten der Tageshöchstsätze in der Universitätsstadt – angekommen. Tagesparker am Bahnhof West zahlen 6 Euro Tagespauschale, am Bahnhof Süd 5 Euro. Ein ganztägiger Stellplatz im Parkhaus Altstadt-König oder im Parkhaus Metropol kostet pro Tag – bei 30 Parktagen im Monat – 3,50 Euro. Tagesparker (bis 13 Stunden), meiste Berufstägige und Pendler, zahlen – 20 Park-/Arbeitstage im Monat angesetzt – vier Euro pro Tag, sparen sich aber mit ihrem festen Stellplatz im Parkhaus vor allem die tägliche Parkplatzsuche im morgendlichen Berufsverkehr.

Hintergrund:
Dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Tübingen, dem der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer als Aufsichtsratsvorsitzender vorsteht, gehören elf Mitglieder des Gemeinderats aus allen dort vertretenen Fraktionen sowie sechs Arbeitnehmervertreter der swt an. Das entscheidende swt-Gremium tagt mindestens drei Mal im Geschäftsjahr.

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Dr. Ulrich Schermaul

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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