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Ministerpräsident Kretschmann eröffnet Windpark Ellwanger Berge

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bildmitte) eröffnete den Windpark Ellwanger Berge. (Foto: swt/Marquardt)
Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner Eröffnungsrede. (Foto: swt/Marquardt)
Ein gut gefülltes Festzelt am Fuße der Windkraftanlage Nr. 6. (Foto: swt/Marquardt)
Draußen bisweilen starker Regen, drinnen gemütliches Beisammensein während der Eröffnungsfeier. (Foto: swt/Marquardt)
Am swt-Stand gab es ein Windpark-Gewinnspiel. (Foto: swt/Marquardt)
Führungen führten die Gäste ins Innere der Windkraftanlage. (Foto: swt/Marquardt)
Die Stadtwerke Tübingen wirken mit - beim Bürgerfest im Windpark Ellwanger Berge. (Foto: swt/Marquardt)
Beeindruckende Dimensionen: 207 Meter Gesamthöhe hat ein Windrad, die Nabenhöhe beträgt auf 149 Metern. (Foto: swt/Marquardt)

Bei seiner Eröffnungsrede betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Der Windpark Ellwanger Berge ist ein wichtiges Stück Energiewende. Er zeigt, dass Ökologie und Ökonomie kein Gegensatz sein müssen.“

Mehr als 600 Besucher machten sich vor Ort ein Bild vom neuen Windpark und nutzten die Gelegenheit, bei Führungen bis hinein in eine der Windkraftanlagen, Wissenswertes zum Windpark und zur Windstromerzeugung zu erfahren. Begrüßt wurden die Gäste beim feierlichen Eröffnungsakt vom Bürgermeister der Gemeinden Ellenberg Rainer Knecht. Auch eine kirchliche Weihe gehörte zu den Programmpunkten am Einweihungstag.

Der Standort entlang der Autobahn A7 auf dem Gebiet der Gemeinden Ellenberg und Jagstzell ist ein besonderer. Die zehn Anlagen können als Teil der „Energieallee A7“ betrachtet werden, eines Konzepts, das durch den 2010 verstorbenen Hermann Scheer entwickelt wurde. Der Energievisionär und Träger des Alternativen Nobelpreises hatte mit seiner Idee eine gleichermaßen intelligente wie pragmatische Lösung für den Ausbau Erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg skizziert. Mit seinem Konzept zur „Energieallee A7“ konkretisierte er seine Vision, Windkraftanlagen, Solaranlagen und Biomassekraftwerke entlang der mit 962 Kilometern längsten Autobahn Deutschlands entstehen zu lassen und damit ein eindrucksvolles Zeichen für die Ausgestaltung der Energiewende zu setzen.

Wichtiger Meilenstein für Projektpartner

An diese Vision der Energieallee erinnert Tübingens Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Tübingen, Boris Palmer: „Mein Freund Hermann Scheer hätte sich gefreut, wenn er diesen Tag noch miterlebt hätte. Mit dem neuen Windpark kommen wir unserem Ziel, den CO2-Ausstoß um weitere 25 Prozent zu verringern, ein großes Stück näher.“

Als wichtigen Schritt für das Ausbauziel der Stadtwerke Tübingen ordnet Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der swt, die Windparkeröffnung ein: „Für unser Ziel, bis zum Jahr 2020 die Hälfte des Tübinger Strombedarfs aus regenerativen Quellen selbst zu erzeugen, sind gut geplante und umgesetzte Projekte wie der Windpark Ellwanger Berge sehr wichtig. Die fünf neuen swt-Anlagen bringen uns diesem Ziel schon sehr nahe. Mit diesem Projekt ist es uns als kommunalem Stadtwerk gelungen, in einer Kooperation mit der W-I-N-D-Energien GmbH als regional verankertem Projektentwickler, einen für die Windkraft gut geeigneten Abschnitt der Energieallee A7 für die Gewinnung von sauberem Windstrom zu erschließen.“

Für den Projektentwickler W-I-N-D-Energien erwies sich der Standort als gute Wahl für den neuen Windpark, wie Alexander Wiethüchter, Geschäftsführer der W-I-N-D, betont: „Die standortgerechte Erkundung und unsere qualifizierte Bewerbung auf die Ausschreibung des staatlichen Forstes waren die Erfolgsgaranten für die Erschließung und den Bau des Windparks Ellwanger Berge. Unsere sorgfältige und kompetente Planung, basierend auf vielen Vorarbeiten, haben wir mit allen Projektpartnern sehr gut und sehr schnell umgesetzt. Wir sind allen Partnern, insbesondere auch den Grundstückseigentümern entlang der den Strom transportierenden Kabeltrasse, für die zielorientierte Zusammenarbeit dankbar.“

Während der Planungs- und Bauphase des 50 Millionen teuren Projekts hatten die Projektpartner bei Ortsterminen, in öffentlichen Gemeinderatssitzungen, bei Führungen und mehreren Begehungen im Windpark über das Projekt informiert. Zur Transparenz bei der Planung, Entwicklung und Umsetzung trug außerdem die intensive Einbindung der staatlichen Forstbehörden bei. Auch mit den Bürgermeistern der umliegenden Gemeinden Ellenberg und Jagstzell gab es im Vorfeld kontinuierlich Gespräche und einen konstruktiven Austausch. 

Nach der Fertigstellung des Windparks wird es nun die immer wieder nachgefragte Möglichkeit für Bürgerinnen und Bürger geben, sich direkt am Windpark Ellwanger Berge zu beteiligen. Die Bürger-Energiegenossenschaft Bürger-Energie Tübingen (BET) bietet die finanzielle Beteiligung an einer der Windkraftanlagen an. Aufgrund der guten Windhöffigkeit des Standortes auf dem Höhenzug  der Ellwanger Berge rechnen die Betreiber und auch die Bürger-Energie Tübingen mit einem guten Ertrag.  

Windpark versorgt 19.000 Haushalte mit Ökostrom

Die zehn Windkraftanlagen des Typs Enercon E 115 mit jeweils drei Megawatt Leistung haben eine Nabenhöhe von 149 Metern, einen Rotordurchmesser von 115,7 Metern und einen schlanken Turmfußdurchmesser von 13,2 Metern. Der Turm ist als Beton-Stahl-Hybrid-Turm gebaut. Die Netzeinspeisung erfolgt direkt ins Netz der Netze BW. Die Windenergieanlagen im Windpark „Ellwanger Berge“ werden jährlich bis zu 75 Millionen Kilowattstunden klimafreundlichen, sauberen, CO2-freien Strom produzieren. Damit können bis zu 19.000 Haushalte versorgt werden (angenommener Jahresverbrauch eines Vier-Personenhaushalte ca. 4.000 kWh). Jedes Jahr werden dadurch mehr als 56.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden.

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Dr. Ulrich Schermaul

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