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In der Grundschule Pfrondorf steht das erste Mini-BHKW der swt

Eine Premiere für die Stadtwerke Tübingen (swt), ein Gewinn für die Universitätsstadt Tübingen und die Grundschule Pfrondorf: Nach energetischer Sanierung, Anschluss an das Erdgasnetz, Einbau einer modernen Gasheizungsanlage und Mini-Blockheizkraftwerk (BHKW) spart die Universitätsstadt nicht nur ca. 20 Prozent des bisherigen Verbrauchs ein, sondern reduziert auch die Brennstoffkosten für Grundschule und Schönbuchhalle um ca. 5.000 EUR pro Jahr. Nach einer erfolgreichen Testphase nahmen Tübingens Baubürgermeister Cord Soehlke und swt-Geschäftsführer Wilfried Kannenberg die Anlage am heutigen Dienstag, 5. Oktober 2010, offiziell in Betrieb.

 

Der Stromverbrauch der gesamten Heizzentrale lag bisher bei annähernd 18.000 kWh pro Jahr. Durch den Maßnahmen-Mix sinkt er auf etwa ein Drittel. Allein dies minimiert die Kosten um 1.800 EUR pro Jahr (bei einem Strompreis von 15 Ct/kWh). Zusätzlich reduziert sich durch die von der Stadt Tübingen beauftragte Sanierung der Gebäudehülle und durch den geplanten Einbau einer Wärmerückgewinnungsanlage in der Lüftung der bisherige Jahreswärmeverbrauch von 400 MWh auf voraussichtlich ca. 350 MWh. Somit halbieren sich die allein durch die Wärmeerzeugung verursachten CO2-Emissionen von einst rund 120 Tonnen CO2 auf 54 Tonnen pro Jahr.[1]

[1] Einsparungen von jeweils 20 Tonnen CO2 im Jahr durch den geringeren Wärmeverbrauch, Umstellung von Heizöl auf Erdgas, durch die Stromerzeugung des BHKWs, die sonst an anderer Stelle mit dem Kraftwerksmix Deutschland verursacht würden, sowie weitere sechs Tonnen CO2  durch eingesparten Betriebsstrom (Strommix Deutschland).] 

„Es war ein ambitioniertes, aber lohnenswertes Projekt während der Sommerferien. Wir haben gern die Wärmeerzeugungsanlage für Grundschule und Schönbuchhalle in Pfrondorf saniert und nun auch die Betriebsführung der Erzeugungsanlage übernommen. Die Stadt Tübingen kann sich wie bei den vielen anderen Objekten nun auch  hier auf unsere Betriebserfahrung und dem 24h-Bereitschaftsdienst der swt verlassen“, unterstreicht der für Technik verantwortliche swt-Geschäftsführer, Wilfried Kannenberg.

Die Stadtwerke haben die bestehende Ölkesselanlage (Baujahr der Kessel 1975 bzw. 1988) durch eine moderne Gasheizungsanlage und ein Grundlast-Mini-BHKW ersetzt. Somit war es möglich, die bisher installierte Kesselleistung von 969 kW auf 370 kW Kessel- sowie 30 kW BHKW-Leistung zu reduzieren. Der vorhandene Öltank mit einem Inhalt von 50.000 Litern wurde stillgelegt. Das neue Mini-BHKW mit 15 kW elektrischer und 30 kW thermischer Leistung erzeugt nun die Wärmegrundlast. Ein Erdgas-Brennwertkessel erzeugt den restlichen Jahreswärmebedarf von ca. 50 Prozent. Auch die alten ungeregelten Heizungspumpen sind drehzahlgeregelten Hocheffizienz-Pumpen gewichen, die wesentlich höhere Nutzungsgrade erreichen und außerdem genau zu definierten Betriebszeitpunkten starten. Die Warmwasserbereitung für die Schönbuchhalle wurde ebenfalls erneuert. Die swt demontierten die vorhandenen Warmwasserspeicher mit einem Inhalt von zweimal 2000 Litern und ersetzten diese durch einen neuen bedarfsgerechter Speicher mit 1000 Litern Inhalt.

Die Sanierung der Kesselanlage inklusive Gas-Hausanschluss, Abgasleitung und kostete 60.000 EUR. Mit ihrer höheren Effizienz amortisiert sich die neue Anlage bereits in zwölf Jahren.

Stichwort Mini-BHKW

Als Mini-BHKW werden im Regelfall BHKW-Anlagen bezeichnet, die im Leistungsbereich unter 30 kWel anzusiedeln sind. In diesem Leistungssegment kam es in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Weiterentwicklung im technischen Bereich und in Bezug auf die ökonomische Effizienz dieser Aggregate. Bis zum nächsten Jahr dürften nahezu 10.000 Aggregate in diesem Leistungsbereich installiert sein. Anwendungsfelder für solche Mini-BHKWs sind Hotels, Restaurants, Seniorenheime, Schulen, Verwaltungsgebäude, Gewerbe-, Handel- und Dienstleistungsbetriebe sowie Ein- und Zweifamilienhäuser. Das Angebot für Gas- und Dieselmotoren im Leistungsbereich bis 30 kWel ist inzwischen sehr groß. Die Aggregate sind teilweise nicht größer als zwei handelsüblichen Waschmaschinen. Ab einem Modulpreis von € 10.000,- werden Mini-BHKW im unteren Leistungsbereich angeboten. Die Lebensdauer der in Serie produzierten Motoren reicht von 40.000 – 60.000 Nutzungsstunden und erreicht damit – in Abhängigkeit von der jährlichen Nutzungsdauer - einen Zeitspanne von 10 bis 20 Jahre. Teilweise laufen Motoren (inkl. Motorrevision) mehr als 80.000 Betriebsstunden. 10.000 Betriebsstunden entsprechen ungefähr der Fahrleistung eines PkW-Motors von 300.000 von 500.000 km.                  

Quelle: http://www.bhkw-infozentrum.de/erlaeuter/mini-bhkw.html

Mehr Informationen unter: www.tuebingen.de | www.swtue.de

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