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Größte Photovoltaikanlage der swt geht offiziell in Betrieb - Sonnenstrom-Produktion auf der Kreismülldeponie in Hechingen gestartet

„Die Kreismülldeponie bietet ideale Rahmenbedingungen und eine hervorragende Infrastruktur für den Solarpark. Gleichzeitig werden die stillgelegten Deponieflächen, die nicht anderweitig genutzt werden können, einer ökologisch sinnvollen Wertschöpfung zugeführt“, unterstreicht Landrat Pauli den besonderen Vorteil der jetzt gefunden Nutzungsmöglichkeit der Kreismülldeponie. 

Und Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer betont: „Der Bau des Solarparks auf der Kreismülldeponie ist nachhaltige Flächenverwertung im besten Sinne. Dieses Projekt zeigt beispielhaft, dass wir mit unseren Stadtwerken nicht nur innerhalb der Tübinger Stadtgrenzen >blau machen< können für den Klimaschutz, sondern dass dieses Engagement durch Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Landkreisen – wie hier in Hechingen – deutlich verstärkt und ausgebaut werden kann.“

In Hechingen haben die Stadtwerke Tübingen insgesamt rund 1,4 Mio. Euro in die umweltfreundliche Stromerzeugung aus Sonnenkraft investiert. Der Solarpark ist ein gemeinsames Projekt mit dem Landkreis Zollernalb und mit Beteiligung der Bürger Energie Tübingen eG, die Anteile in Höhe von 100 kWp an dem Projekt gezeichnet hat.  Rund 480.000 Kilowattstunden pro Jahr werden die swt in Zukunft an Strom im Solarpark klimafreundlich produzieren. Dies reicht aus um rund 120 Vier-Personen-Haushalte umweltfreundlich mit Strom zu versorgen und bringt eine jährliche CO2-Einsparung von 243,84 Tonnen.

Der Geschäftsführer Technik der Stadtwerke Tübingen GmbH und Geschäftsführer der Bürger Energie Tübingen eG (BET), Wilfried Kannenberg: „Das Besondere an dieser Kooperation ist die direkte Einbindung der Bürgerinnen und Bürger. Denn hier investieren nicht die Kommunen allein. Die Photovoltaik-Panels, die auf der Deponie stehen, sind vor allem ein Verdienst unserer treuen Kundinnen und Kunden, die den Ökostrom >energreen< über die Stadtwerke beziehen, oder sich über die BET mit eigenen Anteilen an dem Projekt beteiligt haben. Wir danken dem Landkreis, dass er uns dabei unterstützt hat, weitere Beteiligungsmöglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger beim Klimaschutz zu schaffen.“

Unterstützt werden die swt dabei von ihren Ökostromkunden, denn die Mehrerlöse, die die swt aus ihren beiden Ökostromtarifen energreen und bluegreen erzielen, werden in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung investiert. Insgesamt sind auf dem weitläufigen Areal der Kreismülldeponie auf fünf Feldern Solar-Module angebracht, die über eine Gesamtfläche von 16.700 m2  in einem eigens hierfür ausgewiesenen Bereich der Deponie installiert sind. Bei ihrer Suche nach neuen Standorten, um Strom aus umweltfreundlicher Energie zu produzieren, waren die Stadtwerke Tübingen auf den Solarpark im Stadtwald in Hechingen aufmerksam geworden.

Die Kreismülldeponie Hechingen hat sich gerade auch seit dem Beginn der Müllverbrennung im Jahr 2005 immer mehr zu einem abfallwirtschaftlichen Logistikzentrum für den Zollernalbkreis entwickelt. Sie verfügt nicht nur über ausreichend freie und bereits planfestgestellte Kapazitäten, sondern wird auch für den Umschlag der im Landkreis anfallenden Siedlungsabfälle genutzt.

Bei allen Veränderungen des Deponiebetriebs war es der Landkreisverwaltung auch schon in der Vergangenheit wichtig, die besonderen Chancen, die die Deponie bietet, vernünftig zu nutzen. So wird dort eine Gaserfassungsanlage betrieben, die das auf der Deponie anfallende Gärgas aufbereitet und anschließend gereinigt über eine eigene Leitung an die Fa. Gambro liefert. Eine sinnvolle Fortführung dieser Strategie ist die Bereitstellung von bereits verfüllten Deponieflächen für den Bau des Solarparks.  

Derzeit produzieren die Stadtwerke Tübingen rund 30 Prozent des Tübinger Strombedarfs selbst -emissionsarm mit Wasserkraft und Sonnenenergie. Seit vielen Jahren setzen sie bei der Eigenerzeugung von Strom auf die Nutzung erneuerbarer Energien und bauen dieses Engagement kontinuierlich weiter aus. Seit 2008 hat sich die PV-Leistung der swt im Stadtgebiet Tübingen mehr als verdoppelt.

Solarpark Hechingen - Zahlen. Daten. Fakten. 

energreen und bluegreen

Die Stadtwerke Tübingen verfügen derzeit über rund 5.600 Ökostromkunden (Stand: Januar 2011). Davon beziehen 867 Kunden den Ökostromtarif energreen, den die swt gemeinsam mit weiteren Stadtwerken in ganz Deutschland über die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) vertreiben. Beziehen können Interessierte energreen zu einem Aufpreis von 4,76 Cent pro kWh zu jedem swt-Tarif. Die Unternehmen, die energreen anbieten, verpflichten sich diesen Aufschlag zu mindestens 80 Prozent zweckgebunden in die Förderung oder Errichtung neuer Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen zu investieren. Über die Mittelverwendung wird mindestens einmal jährlich öffentlich Rechenschaft gegeben. energreen ist vom Grüner Strom Label e. V. mit dem Label "Gold" ausgezeichnet. Grüner Strom Label e. V. ist eine Initiative der Umweltschutzverbände BUND und NABU, von EUROSOLAR sowie weiteren Organisationen, darunter der Deutsche Naturschutzring und Die Verbraucherinitiative.

Zusätzlich bieten die swt mit dem Ökostromtarif bluegreen ihren Kunden ein günstiges Ökostromprodukt zur Auswahl an, das zu 100 % aus Wasserkraft gewonnen wird. Für nur 1,19 Cent pro kWh mehr zu jedem swt-Tarif können swt-Kunden diesen Tarif bei den Stadtwerken beziehen.  Die durch einen geringeren Aufpreis auf bluegreen erzielten Mehrerlöse setzen die swt ebenfalls zu 100 % für den Bau von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen ein.

Aktuell bauen die swt mit bluegreen-Mitteln ein Flusskraftwerk in Horb am Neckar. Gemeinsam mit zwei Ausleitungskraftwerken im Mühlkanal soll es mit einer durchschnittlichen Gesamtleistung von 437 Kilowatt künftig jährlich etwa 2,3 Millionen kWh Strom umweltfreundlich produzieren. Eine Menge, die den Bedarf von rund 600 Vier-Personen-Haushalten abdeckt.

Informationen:

www.energreen.de

www.swtue.de/oekostrom

www.tuebingen-macht-blau.de

  

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