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Erste Elektro-Ladestation im Parkhaus der swt – neue Kooperation mit teilAuto zur Elektro-Mobilität

„Saubere Luft in unseren Innenstädten ist eines der brennenden Themen, gerade auch in Tübingen. Die Elektromobilität kann dafür eine der Lösungen sein. Allerdings braucht es die notwendige Infrastruktur. Es zeichnet das ökologische Engagement unserer Stadtwerke aus, dass sie, trotz der eher verhaltenen Entwicklung und Annahme der Elektromobilität, diese neue Technologie aufmerksam begleiten und mit  Engagement unterstützen“, so der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer und Stadtwerke-Aufsichtsratsvorsitzende bei der offiziellen Inbetriebnahme. Besonders freut er sich über die damit verbundene Kooperation mit teilAuto und den Betrieb der Elektro-Ladestation mit dem Ökostrom „bluegreen“ der Stadtwerke.

„Kostenlos und umweltfreundlich sollte die Aufladung für die Nutzerinnen und Nutzer unserer neuen Elektro-Ladestation sein“,  erklärt Ortwin Wiebecke, der Sprecher der Stadtwerke-Geschäftsführung. „Wir sehen unsere Investition in die Elektromobilität im Rahmen unserer Gesamtstrategie. Dazu gehört es, Ressourcen zu schonen, die Erneuerbaren Energien auszubauen und parallel zur Entwicklung dieser noch jungen Technologie, eine Infrastruktur aufzubauen, die mittel- und langfristig den kontinuierlichen Ausbau der Elektromobilität in Tübingen ermöglicht. Auch die Bereitstellung von Elektrofahrrädern für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist Teil unseres Konzepts für ökologische Mobilität. Nach dem Erwerb eines ersten Elektrofahrzeugs 2010 ist der neue VW e-up! ein Elektrofahrzeug in unserem Fahrzeugpool. Es soll insbesondere von unseren Ablesern für ihre Stadtfahrten genutzt werden.“

Einer der beiden Parkplätze an der Elektro-Ladestation ist fest für teilAuto reserviert: „Hier können wir unser neues Elektrofahrzeug nicht nur umweltfreundlich, sondern auch kostenlos aufladen. Das ist eine wertvolle Unterstützung für unser tägliches Geschäft. Mit unserem ersten Elektrofahrzeug, das nun in Betrieb geht, betreten wir Neuland, und gehen damit einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Ökostadt Tübingen, wie sie der Grundidee von teilAuto entspricht. Wir freuen uns, dass wir dank der Unterstützung der Stadtwerke, unseren Kundinnen und Kunden nun auch im Bereich Elektromobilität ein Fahrzeug anbieten können“, sagte Uta Kurz, die Geschäftsführerin von „teilAuto Tübingen Reutlingen Neckar-Alb“. Insgesamt verfügt teilAuto über einen Fuhrpark von 135 Fahrzeugen, vom Kleinwagen bis zum Transporter, davon  befinden sich 92 Fahrzeuge in Tübingen und den Teilorten. Die Zahl der Stellplätze wurde in Tübingen samt Teilorten in den letzten Jahren deutlich erhöht: von 36 (2007) auf 56 (2014).

An der neuen Elektro-Ladestation im Parkhaus Metropol sind rechts und links jeweils drei unterschiedliche Stecker angebracht: eine Schuko-Steckdose (230 VAC, 16 A Spitze), eine Steckdose CEE 16-3 (230 VAC, 16 A Dauerbezug) sowie eine Steckdose des erst im März 2014 vom EU-Parlament als Standard festgelegten Steckertyps 2 für Schnellladevorgänge (400 VAC, bis zu 32 A, 7-polig, 3-phasig). Der Schweizer Hersteller vonRoll infratec hat mit seinem Fabrikat ELECTRANT die  besonderen Anforderungen der Stadtwerke an die neue Elektro-Ladestation erfüllt. Diese setzte voraus, an den beiden Park- und Anschlussseiten jeweils drei unterschiedliche Steckvorrichtungen anzubieten. „Daher haben wir uns, nach langwierigen Recherchen, für das Modell ELECTRANT entschieden, äußerlich eine Mischung aus Hydrant und kompakter Elektrozapfsäule“, erklärt Manfred Schwarz, Projektleiter Elektromobilität bei den Stadtwerken Tübingen. „Eine möglichst einfache Handhabung sowie eine Einheitlichkeit bei den Elektro-Ladestationen ist erstrebens- und wünschenswert, wenn wir mehr Menschen zum Umstieg motivieren wollen. Bei unserer Auswahl haben wir daher auf die einfache Bedienbarkeit besonderen Wert gelegt“, so Schwarz.

Der Zugang zur Elektro-Ladestation erfolgt einfach und schnell mit dem Mobiltelefon durch An- und Abmeldung per SMS. Alternativ kann auch eine Chipkarte eingesetzt werden, die über Radio Frequency Identification (RFID) die beiden Deckelseiten oben am ELECTRANT öffnet, unter denen die Steckvorrichtungen geschützt sind. Wichtig zu beachten ist, dass das Ladekabel nur nach vorheriger Abmeldung via SMS oder RFID-Chipkarte gezogen werden  kann. Die Abgabe des Ökostroms umfasst nach den Erfahrungen an unserer ersten E-Ladestation in der Eisenhutstraße durchschnittlich 6 kWh pro Ladevorgang. Eine Abrechnung für jeden einzelnen Vorgang rechnet sich bei diesen Mengen nicht. Daher erfolgt die Aufladung bis auf weiteres kostenlos. Bezahlt werden müssen nur die Parkgebühren während der Einstellzeit.

Als Friedrich Hölderlin in Tübingen an einem seiner berühmten Gedichte schrieb, installierte Ludwig von Roll zeitgleich seinen ersten Hochofen im Kanton Solothurn. Heute hält die Firma vonRoll infratect das Copyright für ihre Innovation: die Schweizer Stromtankstelle ELECTRANT. Entwickelt wurden sie in Anlehnung an Hydranten, die man als öffentliche Wasserstationen aus dem Stadtbild kennt. Übernommen wurde von ihnen das robuste Außengehäuse, das gegen Vandalismus und Witterungseinflüsse schützt. Das Design stammt von den Gebrüdern Cahen, vom Industriedesign-Büro „les ateliers du nord“ in Lausanne, indem u.a. auch die Form der Nespresso-Maschine oder der Logitech-Maus entwickelt worden ist. Seine Tradition und Erfahrung bei Bau und Installation hat vonRoll auf den ELECTRANT übertragen. Daher ist man bei vonRoll überzeugt: „Wenn diese bedeutenden Männer wüssten, das 200 Jahre später die Stadtwerke Tübingen einen ELECTRANT aus dem Hause vonRoll infratec, installieren würden, um der Stadt einen energiefreundlichen Service zu bieten, wären sie sicher stolz darauf, dass sich gerade diese beiden Unternehmen mit aller Kraft für eine saubere und nachhaltige Zukunftsgestaltung einsetzen.“

Auch vor dem Verwaltungsgebäude der Stadtwerke in der Eisenhutstraße gibt es seit 2010 eine Elektro-Ladestation. Diese verfügt im Unterschied zu dem neu installierten ELECTRANT im Parkhaus Metropol jedoch nur über zwei Schuko-Steckdosen (230 VAC, 50 Hz 16 A), die damit nur für die erste Generation der Elektro-Autos geeignet ist. Ein Nachteil dabei: die benötigte Zeit. Denn bei Dauerbelastung lassen sich über die haushaltsüblichen Schuko-Steckdosen  nur etwa 7,2 kWh pro Stunde aufladen. Zum Vergleich: der neue VW e-Up! der Stadtwerke verfügt über eine Akku-Nennkapazität von 18,7 kWh/50Ah. Die Ladedauer beträgt bei Anschluss an 230 VAC und 3,6 kW bis zu einem Volumen von 80% 4 Stunden und bei einem Volumen von 100% 6 Stunden. Das Modell ELECTRANT bietet für E-Autos, z.B. Renault ZOE, die schnellere Ladevariante bei Anschluss an 400 VAC an. Insgesamt haben die Stadtwerke Tübingen für die Einrichtung der neuen Elektro-Ladestation rund 7.000  Euro investiert.

Technische Daten und Fakten zum Elektro-Fahrzeug der Stadtwerke:

Fahrzeug-Typ: VW e-up!, 60 kW (82 PS)

Verbrauch auf 100 km im EU-Mix.:11,7 kWh

CO2-Einsparung auf 100 km (Vergleich Dieselfahrzeug): 13 kg

Reichweite nach NEFZ-Zyklus: 160 km

Informationen: www.swtue.dewww.teilauto-tuebingen.dewww.electrant.ch

 

Bildunterschriften:

Foto 1 Startklar: die neue Elektro-Ladestation im Parkhaus Metropol. Bei der Inbetriebnahme (v.l.n.r.): Ortwin Wiebecke, Sprecher der swt-Geschäftsführung, Boris Palmer, Oberbürgermeister Tübingen und swt-Aufsichtsratsvorsitzender, Uta Kurz, Geschäftsführerin „teilAuto Tübingen Reutlingen Neckar-Alb“.

Foto 2 Betritt Neuland mit dieser Kooperation zur Elektro-Mobilität: Uta Kurz, die Geschäftsführerin von „teilAuto Tübingen Reutlingen Neckar-Alb“ gemeinsam mit dem Tübinger Oberbürgermeister und swt-Ausichtsratsvorsitzenden Boris Palmer und dem Sprecher der swt-Geschäftsführung Ortwin Wiebecke.

Bildquelle: Foto: ARTPART, Peter Köhler

 

 

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