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Effizient erzeugte Fernwärme in Tübingen auf dem Vormarsch

Seit Jahrzehnten erzeugen die swt in ihren Blockheizkraftwerken (BHKW) Strom und Wärme besonders energieeffizient in einem gemeinsamen Prozess. Die Abwärme, die dabei entsteht, geht nicht wie in herkömmlichen Großkraftwerken verloren, sondern wird in öffentlichen Gebäuden und privaten Wohnhäusern genutzt. Der Wirkungsgrad der Kraftwerke liegt bei bis zu 90 Prozent. „Der weitere Ausbau der Fernwärmeversorgung in Tübingen als ein wesentlicher Bestandteil unserer eigenen ökologischen Wärme- und Stromversorgung liegt daher auf der Hand“, so der swt-Aufsichtsratsvorsitzende und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer.

Nach der Erweiterung des Fernwärmenetzes in der Alten Weberei oder den Anschlüssen des historischen Pfleghofes, der Buchhandlung Osiander und dem Hotel Krone im vergangenen Jahr wird zukünftig die Fernwärmeversorgung von der Uhlandstraße ausgehend massiv in Richtung Karlstraße und Schaffhausenstraße erweitert:

Uhlandstraße

Das Fernwärmenetz „Uhlandschiene“ reicht aktuell vom Uhlandbad bis zum Wildermuth-Gymnasium. Die Wärmeerzeugung erfolgt in den Heizzentralen im Uhlandbad und im Kepler-Gymnasium. Im Uhlandbad ist seit August 2014 ein neues BHKW mit einer thermischen Leistung von 659 kW und einer elektrischen Leistung von 526 kW in Betrieb. Nach umfangreichen Wärmeschutzmaßnahmen ist der Wärmebedarf der Schulen in der Uhlandstraße seit 2005 deutlich um ca. 30% gesunken. Neue Anschlusspotenziale wurden dadurch frei.

Europastraße

In der Europastraße betreiben die swt seit Anfang 2000 ein kleineres Fernwärmenetz. Angeschlossen sind das Gebäude Europaplatz 2/1 (Alte Hauspost) sowie das Gebäude Europaplatz 1-7 (Bareselbau). Im Zuge der Erneuerung der Karlstraße wurde festgelegt, das Wärmenetz Bahnhof bis zum Sommer 2016 mit der Uhlandschiene zu verbinden. Diese Maßnahme eröffnet rund um das Bahnhofsareal neue Versorgungsperspektiven.

Foyer-Areal

Für die Wärmeversorgung der neuen Bebauung auf dem Foyer-Areal war zunächst eine kleine Heizzentrale mit BHKW und Brennwertkessel geplant. Wegen der eingeschränkten Platzverhältnisse und einer komplexen Abgasführung war diese Lösung vergleichsweise teuer. Die Prüfung eines Fernwärmeanschlusses über die Karlstraße und die Querung der Steinlach über die bestehende Rad- und Fußgängerbrücke hat ergeben, dass ein solcher Anschluss technisch und wirtschaftlich darstellbar ist. Um den Bauablauf des Hotels nicht zu behindern wurde bereits im November und Dezember 2014 eine 130 Meter lange Fernwärmeleitung in der Schaffhausenstraße von der Steinlachbrücke bis zum Blauen Turm verlegt. Gleichzeitig wurde der Blaue Turm angeschlossen, der aber erst auf Fernwärme umgestellt wird, wenn der heute noch intakte Heizkessel seine Lebensdauer erreicht hat. Die Fernwärmeversorgung dieses Abschnitts vom Uhlandbad aus wird nach Querung der Poststraße im September 2016 aufgenommen.

Baugebiet Neckarbogen

Für das Baugebiet Neckarbogen im ehemaligen Sidler-Areal wurde ebenfalls eine Erschließung mit Fernwärme geprüft. Dabei stellte sich heraus, dass entlang der Leitungstrasse etliche zusätzliche Gebäude erschlossen werden können und auch im Umfeld des Neckarbogens weitere Grundstückseigentümer stark an einer Fernwärmeversorgung interessiert sind. Insgesamt wird eine Fernwärmeerschließung daher auch in diesem Areal realisiert.

Die voraussichtlichen Investitionskosten aller Abschnitte betragen ca. 1,4 Mio. Euro.

Ausgehend von der Uhlandschiene werden in den nächsten Jahren das Fernwärmenetz und der Wärmeabsatz in Kombination mehrerer zunächst unabhängiger Einzelmaßnahmen erheblich, um voraussichtlich bis zu 5.000 MWh/a, erweitert. „Diese Ausbaumöglichkeiten der Fernwärme freuen uns sehr, zumal die erforderlichen Erzeugungskapazitäten aufgrund des rückläufigen Wärmebedarfs der Schulen teilweise bereits heute schon zur Verfügung stehen“, so der kaufmännische Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, Ortwin Wiebecke.

Die Fernwärme produzieren die Stadtwerke Tübingen im sogenannten Kraft-Wärme-Kopplungs-Verfahren (KWK) in ihren eigenen Anlagen. Mit KWK lassen sich Strom und Wärme in einem gekoppelten Prozess besonders umweltschonend und effizient produzieren. Die energiesparende Arbeitsweise von Blockheizkraftwerken, in denen KWK betrieben wird, hilft dabei, klimaschädliche CO2-Emissionen zu reduzieren. In den vergangenen Jahren haben die Stadtwerke Tübingen mehrere Blockheizkraftwerke hierfür errichtet, Anlagen modernisiert und das Fernwärmenetz kontinuierlich modernisiert und ausgebaut.

Die Stadtwerke Tübingen verfügen derzeit über ein Fernwärmenetz mit einer Leitungslänge von insgesamt 52 Kilometern. Daran sind 1.260 Gebäude angeschlossen. 146,7 Mio. kWh Wärme haben die Stadtwerke 2014 an ihre Kunden geliefert.

Informationen: www.swtue.de/tuewaerme

Bildunterschrift: Gemeinsam für den umweltfreundlichen Fernwärmeausbau (v.l.n.r.): Boris Palmer, Oberbürgermeister der Universitätsstadt Tübingen, Ortwin Wiebecke, Sprecher der swt-Geschäftsführung, Arthur Sauter, Abteilungsleiter Wärmeversorgung bei den swt, Rolf Bieg, Projektleiter Fernwärme bei den swt. Foto: de Maddalena

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