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[Aprilscherz] Ab Montag: vier Wochen lang kein TüBus mehr in Tübingen

Auf den Zielbandanzeigen der Busse kündigten die Fahrer die anstehende TüBus-Pause bis zum 1. Mai 2017 für die Fahrgäste an. (Foto: swt/Schermaul)

„Dieser Härtetest wird das Stadtbild Tübingens für die nächsten Wochen radikal verändern“, ist sich Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, über die Auswirkungen des Experiments bewusst. „Der TüBus transportiert täglich auf rund 1.485 Fahrten über 50.000 Fahrgäste. Das ist eine enorme Beförderungsleistung. Nun wollen wir einmal Grenzen ausloten und bei diesem Test etwas Außergewöhnliches und Drastisches  wagen. Uns interessiert dabei, wie sich eine Universitätsstadt wie Tübingen verändert, wenn sie vier Wochen lang auf ihr wichtigstes öffentliches Verkehrsmittel verzichten muss.“

Den Stadtwerken Tübingen ist dieses in Deutschland bislang einzigartige Pilotprojekt wichtig. Sie erhoffen sich Erkenntnisse, wie sie bislang noch kein Stadtbus-Betreiber gewonnen hat. Auch aus diesem Grund haben sie im Vorfeld keine Informationen herausgegeben und den Kreis der Projektbeteiligten bewusst klein gehalten. Denn das Projekt soll realitätsnah aufzeigen, welche Relevanz der öffentliche Personennahverkehr in einer Universitätsstadt wie Tübingen hat und vor allem, welche unmittelbaren Auswirkungen in unterschiedlichen Bereichen mit seiner kompletten Stilllegung verbunden wären. Unter anderem ist auch die Frage, wie sich das Fehlen der Busse auf die Feinstaubbelastung auswirkt, interessant. An besonders stark belasteten Punkten in Tübingen, wie beispielsweise der Mühlstraße, waren im vergangenen Jahr von Greenpeace Überschreitungen der üblichen Grenzwerte gemessen worden.  

90 Jahre Stadtbus Tübingen

„Das Experiment wird sehr interessant zu beobachten sein“, ist Hans Zeutschel, Bereichsleiter öffentlicher Personennahverkehr der swt, gespannt. „Vor genau 90 Jahren wurden die Tübinger Verkehrsbetriebe gegründet und fuhren die ersten Linienbusse. Wenn jetzt nach neun Jahrzehnten, in denen der TüBus nicht wegzudenken war, der Zustand aus der Zeit von vor seiner Gründung wiederhergestellt wird und das alles aber unter den heutigen Mobilitätsbedingungen, dann ist das eine einzigartige Lernerfahrung“. Auf dem Europaplatz beim Omnibusbahnhof werden die Stadtwerke Tübingen dieses Jahr noch ein großes TüBus-Jubiläumsfest feiern. In den anstehenden vier Wochen wird es dort gemächlich zugehen. Passanten werden ungestört Platz zum Flanieren zwischen Bahnhof und Anlagensee haben, wenn nur noch ein paar wenige Fern- und Reisebusse über den Platz rollen. Auf den Zielbandanzeigen der Busse zeigen die Stadtwerke Tübingen seit Freitag eine Vorwarnung für die TüBus-Fahrgäste, um das ganz große Chaos am Montag zu vermeiden – und um gleichzeitig zu beruhigen, dass zum 1. Mai 2017 der reguläre Fahrbetrieb wieder aufgenommen wird.

Kostenfreie E-Rikschas gehen in Erprobungsphase

Die TüBus-Fahrer haben sich auf ihre jeweils letzten Fahrten und die kommenden Wochen vorbereitet. Sie erhalten während der Testphase eine Ersatzbeschäftigung, die Teil der zu erprobenden Mobilitätsvision ist. Die 110 Busfahrer werden Elektro-Rikschas auf den Tübinger Straßen steuern. Die Rikschas kommen aus China, wo die Elektromobilität aktuell einen starken Aufwind erfährt. Jedes Vehikel wird mit Ökostrom der Stadtwerke Tübingen angetrieben und kann bis zu zwei Passagiere von A nach B transportieren. Die Fahrten innerhalb des Tübinger Stadtgebietes werden dabei kostenlos angeboten und simulieren damit den in der Vergangenheit schon vielfach in der öffentlichen Debatte diskutierten ticketfreien Nahverkehr in Tübingen. „Somit lassen wir zumindest einen kleinen Teil unserer TüBus-Fahrgäste nicht völlig allein an der Haltestelle stehen und die Busfahrer tun etwas für ihre Gesundheit“, bewertet Hans Zeutschel diese Maßnahme in zweierlei Hinsicht positiv und ergänzt: „Einzig bei Regen wird es etwas ungemütlich, denn die Testmodelle der E-Rikschas haben leider kein Dach, sondern sind uns quasi als Cabrio-Versionen zur Verfügung gestellt worden“.

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Dr. Ulrich Schermaul

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