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Ab Juni fahren die ersten Hybrid-Busse im Tübinger Linienverkehr

Dieser Hybridbus wird - nachdem er die übliche TüBus-Ausstattung erhalten hat - ab Juni in Tübingen im Linienverkehr eingesetzt. (Foto: OMR GmbH)

Bei den beiden diesel-elektrischen Hybrid-Bussen vom Typ Mercedes-Benz Citaro O 530 GDH handelt es sich um Niederflur-Gelenkbusse, die von der Hamburger Hochbahn übernommen wurden. TüBus erhofft sich mit dem Einsatz elektrisch angetriebener Busse im Linienbetrieb vor allem auch Erkenntnisse und aufschlussreiche Praxisbeobachtungen im Linienbetrieb. „Für uns ist der Kauf der beiden Hybrid-Busse aus mehreren Gründen sinnvoll und logisch“, betont Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. „Der Stadtbus hat in Tübingen eine 90-jährige Tradition und eine ganz wichtige Bedeutung für die Stadt. Der TüBus entlastet die Innenstadt, sorgt für Mobilität und ist als Massentransportmittel umweltverträglich. Schon seit 2011 beschäftigen sich die Stadtwerke Tübingen mit dem Thema Elektrobus. Seither testen wir ständig neue Modelle. Wir haben immer betont, dass wir rein elektrisch betriebene Busse in unsere Flotte aufnehmen wollen. Bislang mussten wir jedoch bei unseren Tests regelmäßig erkennen, dass kein aktuell verfügbares E-Bus-Modell den Anforderungen unseres Liniennetzes und der Tübinger Topografie genügt. Vermutlich ab 2018 oder 2019 wird es E-Busse der großen Hersteller am Markt geben, die dann hoffentlich über die nötige Serienreife verfügen. Bis dahin sondieren wir den E-Bus-Markt permanent und testen weiter. Die Hybrid-Busse sind für uns zum jetzigen Zeitpunkt ein sinnvoller Zwischenschritt und sie ermöglichen es uns, das Knowhow in Sachen elektrischer Busantriebe weiter auszubauen.“

Tübinger Steigungen kommen Hybrid-Technologie entgegen

Die beiden Hybrid-Busse verfügen über je zwei Radnabenmotoren an Mittel- und Hinterachse. Das Dieselaggregat ist wesentlich kleiner als in den Bussen mit herkömmlichen Antrieb und erfüllt dabei lediglich die Funktion eines Generators und liefert bei Bedarf Strom für den Elektromotor. Eine Batterie dient als Zwischenspeicher. Je nach Ladezustand der Batterie wird der Dieselmotor automatisch an- und abgeschaltet. Die Tübinger Steigungen kommen dabei der Hybrid-Technik entgegen, weil bei der Bergabfahrt und beim Bremsen Energie wieder zurück in den Speicher gebracht wird („Rekuperation“). Beim Heranfahren an Bushaltestellen, während der Standzeit und bei der Anfahrt ist der Motor abgeschaltet. Je nach Batterieladung können einige Kilometer mit ausgeschaltetem Dieselmotor zurückgelegt werden. Erfahrungen anderer Verkehrsbetriebe haben gezeigt, dass der Dieselmotor während rund der Hälfte der Einsatzzeit nicht läuft. Der Kraftstoffverbrauch liegt etwa 20 Prozent unter dem vergleichbarer Busse mit herkömmlichen Antrieb.

Die beiden Gebrauchtfahrzeuge der Abgasnorm Euro 5 EEV* ersetzen zwei ältere Dieselbusse der TüBus-Flotte mit Abgasnorm Euro 3. Mit den regulär anstehenden Busbeschaffungen Ende dieses Jahres werden dann auch die übrigen Busse des kleinen Restbestandes mit Abgasnorm Euro 3 ausgemustert. Die beiden gebrauchten Hybridbusse verbessern damit zusätzlich die Umweltfreundlichkeit der TüBus-Flotte, nachdem die swt bereits seit Dezember 2016 technische Verbesserungen der Abgasreinigung für 26 TüBus-Fahrzeugen angestoßen hatten.

Wartungsoption als Grundvoraussetzung

Erst seit kurzem besteht in Tübingen die Möglichkeit, Hybrid-Busse zu reparieren und zu warten. Dieser Aspekt ist jedoch eine wesentliche Voraussetzung für einen zuverlässigen Linieneinsatz solcher Fahrzeuge.

Deshalb zieht auch Hans Zeutschel, Bereichsleiter öffentlicher Personennahverkehr bei den Stadtwerken Tübingen, ein positives Zwischenfazit: „Mit den Hybrid-Bussen machen wir für Tübingen einen nützlichen Zwischenschritt, solange die derzeit verfügbaren E-Busse noch nicht den Anforderungen in Tübingen genügen. Die Gelegenheit, zwei Gebrauchtfahrzeuge zu übernehmen, war günstig, daher haben wir den Kauf nun schnell getätigt. Wir haben uns schon vor vielen Jahren auf den Weg gemacht, die TüBus-Flotte umweltfreundlicher zu machen. Regelmäßige Nachrüstungen halten unsere Fahrzeuge stets auf dem aktuellsten Stand der Technik.“


* EEV = Enhanced Environmentally Friendly Vehicle

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Dr. Ulrich Schermaul

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