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Robert Pfeilsticker, Verkehrsingenieur beim TüBus

Robert Pfeilsticker, Verkehrsingenieur bei den Stadtwerken, entwickelt Konzepte, damit die TüBusse künftig schneller und pünktlicher durch Tübingens Straßen fahren.

Wie sieht das TüBus-Team der Stadtwerke aus?

Unsere Abteilung besteht aus zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Wir kümmern uns um alles rund um den TüBus, außer ums Fahren – also Organisation, Netz- und Verkehrsplanung, Leittechnik, Fahrpläne, Fahrzeugbeschaffung, Fahrkarten, Vertrieb und Kundenservice. Für die Fahrleistungen selbst sind der swt-Verkehrsbetrieb, die Firmen Kocher, Schnaith und andere Partner zuständig.

Woran arbeiten Sie derzeit?

An der Einführung eines neuen Leit- und Betriebssystems. Beide dienen dazu, die Verkehrsabläufe zu optimieren. Unsere Fahrgastzahlen steigen, und mit 68 Bussen sind wir bei den aktuellen Straßenverhältnissen bald am Limit. Aber durch  moderne Leittechnik lässt sich noch einiges herausholen, um pünktlicher und schneller zu sein und Kapazitäten effizienter
zu nutzen. Das Konzept steht, die Ausschreibung läuft, Ende 2018 soll alles umgesetzt sein.

Was wird das neue Leitsystem für die Fahrgäste verbessern?

Den gesamten Informationsfluss: Die Abfahrtsanzeigen an den Haltestellen werden zuverlässiger und bilden dann auch Abweichungen oder kurzfristige Umleitungen ab. Die Leitstelle kann Durchsagen in den Bussen machen, die Busmonitore informieren über Anschlüsse. Wir führen Handytickets und Online-Abos ein, außerdem neue Fahrscheinautomaten, die leichter zu bedienen sind.

Was steckt technisch alles dahinter?

Ein zentraler Punkt ist die Ampelbeeinflussung, die wir weiter ausbauen. Ende dieses Jahres wird jede Ampel, über die TüBusse fahren, einbezogen sein. Das steigert die Pünktlichkeit enorm. Ein schönes Beispiel ist das Trautwein-Eck: Die Koordination der Busse läuft da richtig gut. Unser großes Ziel ist die sogenannte Echtzeit-Reaktion – zum Beispiel bei Verspätungen der Bahn sofort Anschlüsse bereitzustellen oder den Klinikverkehr morgens besser zu koordinieren. Die Busse bekommen dafür neue Bordrechner mit neuer Technik, die sie genauer als bisher ortet. Wir können dann alle Fahrabläufe, auch Umleitungen, exakt berechnen. Und auf der Grundlage der Daten erkennen, was sich weiter verbessern lässt. Wenn wir es schaffen, Echtzeit überall zu übertragen, wäre das großartig!

Wie kommt man auf die Idee, Verkehrsingenieur zu werden?

Mir wurde das Interesse am Verkehr schon in die Wiege gelegt. Mein Vater war im Tübinger Verkehrsbeirat aktiv, daher waren Verkehrsfragen ständiges Thema daheim. Ich war Modelleisenbahn-Fan und durfte als Kind zur Neueröffnung der Ammertalbahn im Führerstand mitfahren – ein tolles Erlebnis! Ich habe in Dresden studiert. Durch einen Professor erfuhr ich von einer Elternzeitvertretung beim TüBus. So fing ich 2012 als Werkstudent hier an. Seit 2015 bin ich Projektleiter.

Fahren Sie selbst TüBus?

Ich habe kein Auto, fahre viel Fahrrad, aber auch Bus: Dabei denke ich immer darüber nach, was man noch verbessern kann. Noch dieses Jahr mache ich den Busführerschein. Ich finde es wichtig, auch die praktische Seite zu kennen und mich mit unseren Fahrern besser austauschen zu können.

Was sehen Sie als Herausforderungen für die Zukunft?

So gute Angebote zu entwickeln, dass der Individualverkehr abnimmt – und das mit ökologischeren Fahrzeugen. Noch warten wir gespannt auf geeignete E-Bus-Modelle; die bisherigen Testfahrten waren nicht befriedigend.