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Günter Kaupp, Technischer Service

Für Passanten und Anrainer ein Ärgernis – für ihn tägliches Geschäft und knifflige Herausforderung: Baustellen mitten in der Altstadt. Wie Stadtwerke-Monteur Günter Kaupp 2016 die Sanierung der historischen Tübinger Neckargasse erlebt hat.

Herr Kaupp, was hatten Sie im Sommer 2016 in der Neckargasse zu tun?

Ich war vor Ort verantwortlich für unsere Baustelle, habe Gas- und Wasserleitungen ausgetauscht, Micropipes für spätere Glasfaser verlegt und Anschlüsse gesetzt. Insgesamt waren acht Kollegen von den swt und eine Tiefbaufirma beteiligt.  

Was war das Besondere an dieser Baustelle?

Altstadtgassen stecken voller Überraschungen. Die Neckargasse ist ja keine normale Straße, sondern der wichtigste Zugang zur Altstadt. Das war schon sehr eng! Wir mussten bis an die Häuserwände ran und teils unter den Abdeckungen für die Fußgänger Anschlüsse legen, da konnte man sich kaum rühren. Dann gab es einen Wasserrohrbruch innerhalb der Baustelle und Keller liefen voll. Auch auf undichte Hausanschlüsse sind wir gestoßen. Jedes Haus war eine neue Herausforderung – das war spannend bis zuletzt!

Was wurde für die Sicherheit getan?

Die spielt in der Altstadt eine wichtige Rolle: Wir haben die Bauabschnitte so eingeteilt, dass die Feuerwehr im Notfall überall rankommt. Es wurde zum Beispiel getestet, ob das Drehleiterfahrzeug am Abzweig der Bursagasse wenden kann.  

Gab es interessante Entdeckungen?

Viele Keller ragen weit in die Gasse hinein – da sieht man Baugeschichte aus Jahrhunderten. Es gab wohl auch Verbindungsgänge, die meisten sind aber zugemauert. Die Keller sind schon bemerkenswert, manche seit Ewigkeiten nicht genutzt. Leider haben wir keinen Schatz gefunden, nur Bauschutt. Wir wurden übrigens begleitet von einem Archäologen, der den Aushub geprüft und die Schichten analysiert hat.

Wir waren die Stimmung bei den Ladenbesitzern?

Alle waren sehr kooperativ. Jeder hat verstanden, dass die Arbeiten sein müssen und gesehen, dass wir uns anstrengen, den engen Zeitplan einzuhalten. Manchmal bekam ich Kaffee angeboten, vor allem bei dem Dauerregen im Juni.

Und die Reaktion der Passanten?

Einige waren genervt, weil sie nur langsam vorwärts kamen. Manche stiegen trotzdem nicht vom Rad ab! Aber: Jeder guckt ins Loch. Und viele fragen, was wir da machen.

Welche Baustellen sind Ihnen die liebsten?

Neubauten in modernen Wohngebieten anzuschließen – das ist keine Herausforderung. Ich schaff‘ lieber in der Altstadt! Da ist es schwierig und eng und nie langweilig. Aber hinterher hat man das gute Gefühl, dass alles sicherer und besser ist als vorher. Auch wenn man das Neue gar nicht sieht.