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Technische Ausbildungsberufe bei den Stadtwerken Tübingen

Was kommt nach der Schule? Eine Ausbildung ist das Richtige für alle, die früh ins Berufsleben starten möchten. Wer sich für Technik begeistert, den erwartet bei den swt eine sichere Zukunft mit vielseitigen Perspektiven.

Elektroniker/in, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

Interview mit unserem Elektroniker-Azubi Leon Reichert

Interview mit unserem Elektroniker-Azubi Leon Reichert

Nerven wie Drahtseile

Leon Reichert, 18 Jahre, seit 2016 bei den Stadtwerken Tübingen in der Ausbildung zum Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik

Wie lief es nach der Schule bei dir?

Schon in der Realschule war klar, dass ich in eine technische Richtung gehen würde. Ein Praktikum in einer Autowerkstatt war enttäuschend, dann hab ich eines bei den Stadtwerken gemacht: Danach stand meine Entscheidung fest.

Wie war der Start?

Im ersten Jahr hat man viel Schule, das ist ja vertraut. Ab dem zweiten Jahr ist man meistens im Betrieb. Langes Stehen und frühes Aufstehen waren ungewohnt! Kurz vor 7 Uhr wird beim Treffen im Kolonnenraum der Tag geplant und festgelegt, wer bei welchem Meister mitgeht. Nachmittags war ich oft fertig. Doch es ist schön, zu sehen, was man mit den eigenen Händen geschafft hat!

Auf was legen die swt Wert?

Dass wir interessante Baustellen und Projekte mitkriegen und uns aktiv beteiligen. Es gibt immer mehrere Azubis
pro Lehrjahr, da hat man Gesellschaft. Gemeinsame Aktivitäten werden angeboten, Material und Laptop gestellt.

Was passiert in der Berufsschule?

Der Unterricht ist sehr praxisbezogen, doch wir haben auch normale Fächer. Vor allem das Fachrechnen ist wichtig.

Du hast gerade deine Zwischenprüfung absolviert. Zufrieden?

Ja! Ich bin erleichtert, denn das Ergebnis zählt schon für den Abschluss. Die Prüfungen sind anspruchsvoll. Aber für die Vorbereitungen geben uns unsere Ausbilder extra Zeit.

Was schätzt du an deinem Ausbildungsplatz?

Die Abwechslung. Wir kommen in viele Abteilungen und sind im ganzen Netzgebiet unterwegs. Mal richte ich Schaltschränke ein, dann mache ich Messungen oder montiere Zähler. Gestern hab ich Lampen im Freibad angebracht. Es macht Spaß, selbst den Transporter zu fahren. Ein Highlight war, beim Umbau des Blockheizkraftwerks Obere Viehweide mitzumachen.

Hast du auch unangenehme Situationen erlebt?

Nach Ostern im Schneeregen im Graben stehen und Kabel verlegen. Das Wetter kann nerven.

Was hat dich überrascht?

Der herzliche Empfang durch die Kollegen und der nette Umgang miteinander. Bei Fragen kann man jeden ansprechen.

In Zukunft möchte ich gern ...

... noch die Fachhochschulreife machen.

Wie sieht das perfekte Wochenende aus?

Lang ausschlafen, Fußball spielen und schauen.

Dein Tipp für Schulabgänger?

Macht ein Praktikum!

Für wen ist die Ausbildung in unseren elektrischen Anlagen das Richtige?

Elektroniker planen Anlagen zur Stromversorgung, montieren Anschlüsse, entwickeln Steuerungsprogramme und beseitigen Störungen. Ausbilder und Elektromeister Tobias Stickel sieht in der Bandbreite der swt einen großen Pluspunkt: „Unsere Azubis lernen den ganzen Weg des Stroms kennen, von der Erzeugung bis zur Steckdose, arbeiten in Heizwerken und Wasserbehältern. Mal bedienen sie große Maschinen, dann ist wieder Feinarbeit gefragt.“ Azubis sollten Technikverständnis und Sorgfalt mitbringen. „Man braucht gute Nerven und eine ruhige Hand, sollte aber auch
anpacken und mit Flex und Bohrmaschine umgehen können“, so Stickel. Theorie spielt eine wichtige Rolle in der Ausbildung, Mathematik und die Kenntnis der technischen Vorschriften sind für den Umgang mit Elektrizität unabdingbar.

Mehr Infos auf unserer Ausbildungsseite

Bäderfachangestelle/r

Interview mit unserem Bäder-Azubi Rudolf Hilt

Schwimmt auch gegen den Strom

Rudolf Hilt, 18 Jahre, seit September 2017 bei den Stadtwerken in der Ausbildung zum Bäderfachangestellten, erzählt aus dem Azubi-Alltag.

Wie lief das nach der Schule bei dir so?

Ich habe meinen Realschulabschluss an der GSS gemacht, wollte aber nicht weitermachen und studieren, sondern lieber in einen Beruf einsteigen.

Warum hast du dich gerade für diese Ausbildung entschieden? 

Ich bin seit meinem achten Lebensjahr Leistungsschwimmer und hab schon als Trainer und als Beckenaufsicht gearbeitet. Dass ich auf keinen Fall im Büro sitzen will, stand fest. Ich kenne mich in den Tübinger Bädern gut aus und dachte: Klingt nach einem coolen Job!

Wie war der Start?

Ich bin nicht so wahnsinnig gern zur Schule gegangen und fand es schrecklich, sechs Stunden lang auf einem Stuhl zu sitzen. Trotzdem war der Kontrast erstmal hart: Acht Stunden viel stehen, viel Kundenkontakt und beim Einsatz im Freibad viel frische Luft. Ich war abends richtig fertig. Und trotzdem war es immer recht entspannt. Zum Einstieg hab ich das Saisonende im Freibad erlebt – mit allem was da für die Einwinterung zu tun ist, das war schon spannend.

Was hat dich überrascht?

Ich hab ja recht gut Bescheid gewusst, auf was ich mich einlasse und wusste schon, dass man auch putzen muss. Die Reinigungsarbeiten sind für manche allerdings abschreckend.

Was hast du alles zu tun?

Vieles spielt sich hinter den Kulissen oder vor und nach dem Badebetrieb ab. Mit den Kollegen bereite ich morgens alles vor, wir machen sauber, abends sammeln wir im Freibad Müll ein, spritzen den Sand aus den Becken. Wir sind „Mädchen für alles“. Die Technik spielt eine größere Rolle als man denkt, die Wasserqualität muss geprüft werden. Das was die Leute von uns mitkriegen, die Beckenaufsicht, ist auch sehr ernst zu nehmen. Wir tragen viel Verantwortung. Manchmal gebe ich auch Kurse oder bereite das Bad für Wettkämpfe vor.

Auf welche Schwierigkeiten bis du gestoßen?

Alles hängt von den Leuten ab. Man muss sich auf sehr unterschiedliche Gäste einstellen können. Die meisten sind freundlich, aber es ist nicht immer leicht, den Kunden alles recht zu machen oder Einsicht zu erreichen. Zum Beispiel kann bei den Rutschen im Freibad wirklich viel passieren, wenn Kinder oder Jugendliche sich nicht an die Regeln halten. Auch manche Eltern sind da leider nicht kooperativ. Wenn man aber selbst für die Sicherheit verantwortlich ist, sieht man das nicht so locker.

Wie läuft es in der Berufsschule?

Schule habe ich immer vier bis sechs Wochen am Stück in Mannheim. Auch das war eine ganz neue Erfahrung, weg von zuhause zu sein. Wir wohnen in einem Wohnheim, kochen selbst. In die Schule gehe dich nun viel lieber. Der Unterricht ist sehr praxisbezogen: Gesundheitslehre, Mathe, Chemie, Wirtschaftskunde, auch Kommunikationstraining. Das Schwimmen und Rettungsschwimmen spielt eine große Rolle – und man wird bezahlt für die Schule!

Wie sehen deine Wochenenden aus? 

Ich muss an vielen Wochenenden arbeiten, nur jedes dritte ist frei. Dafür habe ich dann freie Tage in der Woche. Wir arbeiten im Schichtdienst, die Frühschicht beginnt um 5.30 Uhr, die Spätschicht kann bis 23 Uhr dauern. Man lernt seine Freizeit echt zu schätzen! Ich hab schnell aufgehört, einfach „abzuhängen“ und nutze die Zeit bewusster.

Was ist das Beste an deiner Ausbildung?

Das Freibad ist einfach super! Mir gefällt es, den ganzen Tag draußen zu sein. Ausbildung ist schon etwas komplett anderes als Schule – ich weiß genau, wofür ich all das mache.

Das schönste Kompliment in deiner Ausbildung?

Wenn Gäste sich bedanken. Zum Beispiel, wenn ich jemandem helfe, der einen Krampf hat.

Die unangenehmste Situation in deiner Ausbildung?

Neulich musste ich das Babybecken im Hallenbad ablassen, weil eine Windel aufgegangen war. Auch sowas kommt vor. Blöd finde ich, wenn die Leute es nicht selbst melden, denen so etwas passiert. Schlimme Notfälle hab ich noch nicht erlebt – nur einen Schreckmoment, wo in der Sauna jemand zusammengebrochen war. Unangenehm sind Endlos-Diskussionen mit uneinsichtigen Badegästen. Inzwischen weiß ich, wie ich das beenden kann, ohne unhöflich zu werden.

Was hast du mit deinem ersten Gehalt angestellt?

Nach den 40 Euro, die ich vorher als Trainer hatte, war das toll! Ich hab es rausgeballert: einen Neoprenanzug, Harpune und Flossen gekauft für den Urlaub in Kroatien.

Auf was wird bei den swt Wert gelegt?

Ich war erleichtert, dass beim Bewerbungsgespräch nicht nur aufs Zeugnis geschaut wurde. Dass vor allem die Persönlichkeit zählt. Und während der Ausbildung ist Selbständigkeit wichtig: Sehen, wo man gebraucht wird, Zeitfenster nutzen, um Berichte zu schreiben, was für die Schule zu lernen oder schnell was zu reinigen. Auf Sauberkeit und Hygiene sollte man immer schauen.

Wie unterstützen die swt dich?

Die Stadtwerke machen viel für ihre Azubis: Es gibt Einführungstage und Ausflüge, sämtliches Material wird gestellt, auch für die Schule, die Wohnheimkosten übernommen. Und für das erste Jahr nach der Ausbildung wird man auf jeden Fall übernommen.

Welche Eigenschaften sollten Bäder-Azubis mitbringen?

Man muss sehr konzentriert sein – vor allem an Freibadtagen mit 6.000 Gästen – und ein gutes Auge haben. Man sollte gut reden können und nicht der schüchterne Typ sein. Ein selbstbewusstes Auftreten und Körpersprache sind wichtig, denn da fühlen sich auch die Gäste sicherer. Immer ruhig bleiben, sich nicht stressen lassen, flexibel und bereit sein für vielerlei Tätigkeiten.

Was schätzt du insgesamt an deinem Beruf?

Ein Schwimmbad macht einfach gute Laune. Ich mag die Nähe zum Sport, den Kundenkontakt. Ich glaube, ich habe meinen Traumjob gefunden!

Hast du einen Tipp für Schulabgänger?

Hört nicht unbedingt auf andere, macht nicht nach, was alle machen, denkt nicht nur ans Geld bei der Berufswahl, sondern an das, was euch Spaß macht!

Für wen ist die Ausbildung in unseren Bädern das Richtige?

Lässig am Beckenrand stehen? „Das ist nur die Spitze des Eisbergs“, sagt Stephanie Wenzelburger, Leiterin des Hallenbads Nord. „Das Meiste, was wir tun, geschieht im Hintergrund – viele unterschätzen daher diesen Beruf.“ Fachangestellte für Bäderbetriebe überwachen die technischen Funktionen, prüfen Betriebsdaten, übernehmen Reparaturen und Reinigungsarbeiten. Technik, Mathe und Chemie gehören daher zur Ausbildung. „Ein Muss ist der Spaß am Schwimmen!“, so Wenzelburger. „Wer vorher schon den Rettungsschein macht, ist im Vorteil.“ Bäder-Azubis sollten ein Gespür für Menschen mitbringen, gut reden und auch Konflikte lösen können. „Für uns zählt vor allem ein selbstbewusstes, ruhiges Auftreten, bei dem man sich sicher aufgehoben fühlen kann.“