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Windpark: Stadtwerke erhöhen Anteile

„Die Stadtwerke Tübingen verschaffen dem Kraftwerksprojekt in der Nordsee mit dem Beschluss, die gezeichnete Leistung beinahe zu verdoppeln weiteren Rückenwind. Schon Ende nächsten Jahres können wir mehr als 10% der Tübinger Haushalte mit blauem Windstrom aus der Nordsee versorgen“, so Boris Palmer.

Hintergrund für die Erhöhung der Anteile durch die Stadtwerke Tübingen ist die insgesamt positive Entwicklung des Projektes. „Es ist technisch und wirtschaftlich auf einem sehr guten Weg. Das erlaubt den Stadtwerken, mit einer höheren Investition an den Start zu gehen“, so der Aufsichtsratsvorsitzende.

Bislang wurden bereits die 100 km Anschlusskabel vom Land her von der „transpower stromübertratungs gmbh“ erfolgreich verlegt. Auch der Netzanschluss für den neuen Windpark wurde errichtet und ist funktionsbereit. Parallel dazu läuft die Installation an Land auf Hochtouren. Dort sind bereits die für den Projektfortschritt notwendigen Anlagenteile und Rotoren von BARD fertig gestellt und liegen zur Montage auf hoher See bereit. Auch die ersten Fundamente für die großen Rotoren wurden bereits offshore installiert.

Besonders günstig für die Installation auf offenem Meer ist, dass das entwickelnde und ausführende Unternehmen, die BARD Engineering GmbH aus Emden, nicht nur über ein Errichterschiff, die „Wind Lift 1“, sondern auch über ein so genanntes Swath-Schiff verfügt, dass sowohl Ingenieure und Monteure, als auch Material zwischen Land und See auch bei hohem Wellengang transportieren kann.

Wirtschaftlich geht das Projekt ebenfalls mit großen Schritten voran. Die Europäische Union fördert das Projekt im Rahmen des European Energy Programme for Recovery (EEPR) mit 53 Mio. Euro.

Insgesamt sollen künftig im Windpark BARD Offshore 1 auf über 60 Quadratkilometern in der Nordsee 1,6 Terrawattstunden Strom für über 400.000 Mehr-Personen-Haushalte pro Jahr produziert werden. Dies reicht aus um eine Großstadt mit Strom zu versorgen.

Bei der Errichtung des Windparks wird deutsche Hochtechnologie eingesetzt. Die Hauptlieferanten, die über 80 % der Anlagenteile produzieren,  sitzen in Nordrhein-Westfalen, Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern.

Zu den Gründungsmitgliedern der SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG gehörten zunächst 15 Stadtwerke aus Südwestdeutschland und Lichtenstein. Zwischenzeitlich haben sich bereits rund 40 Stadtwerke dem Projekt angeschlossen. Für kommunale Energieversorger bietet das Projekt eine hervorragende Chance, sich im Bereich der Erneuerbarren Energien zu engagieren.

Ziel der SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG ist es, den Eigenanteil der Stadtwerke an der Erzeugung zu erhöhen und damit die weitgehende Unabhängigkeit der Stadtwerke vom Strommarkt und damit vom Erzeugeroligopol langfristig zu erreichen. Heute dominieren vier große Stromkonzerne rund 80 % der Erzeugung am Strommarkt. Gleichzeitig bietet das Projekt BARD Offshore 1 hervorragende Möglichkeiten, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzubringen. Seit Mitte 2008 betreibt BARD bereits erfolgreich eine Nearshore Test- und Demonstrationsanlage in Hooksiel.

Im Februar 2010 hat die SüdWestStrom Windpark GmbH & Co. KG ihren Aufsichtsrat gewählt. Den Aufsichtsratsvorsitz hat seitdem der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer inne. Unterstützt wird er von den stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Peter Müller, Vorstandsvorsitzender der „Gruppen-Gas und Elektrizitätswerk Bergstraße AG (GGEW), und Armand Jehle, Technischer Direktor der Liechtensteinischen Kraftwerke. Zusammen werden sie sich für SüdWestStrom-Projekte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien einsetzen. Die 80 Windkraftanlagen werden mit Fertigstellung sukzessive in Betrieb genommen. Der gesamte Windpark soll Ende 2011 fertig gestellt sein.

 

Informationen:  

www.swtue.dewww.suedweststrom.dewww.bard-offshore.de

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