Gasnotruf: 07071 157-112Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

Stadtverkehr Tübingen
Tel. 07071 157-157
stadtverkehr@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Unternehmen » Aktuell » Neuigkeiten » Vier Energiegenossenschaften investieren in Solarpark

Vier Energiegenossenschaften investieren in Solarpark

Die Vertreter von vier Bürgerenergiegenossenschaften und der Stadtwerke Tübingen freuen sich über den erfolgreichen Abschluss der Beteiligung am Solarpark Engstingen-Haid (Foto: swt/Schermaul)
Der Solarpark Engstingen-Haid aus der Luft. (Foto: swt)

Mit 12.408 Solarmodulen und vier Wechselrichtern produzieren die Photovoltaik-Anlagen im Solarpark in Engstingen-Haid (Landkreis Reutlingen) rund 3 Millionen Kilowattstunden sauberen Solarstrom. Circa 750 Vier-Personen-Haushalte lassen sich damit pro Jahr umweltfreundlich mit Strom versorgen. Durch ihre Beteiligung übernehmen die vier bürgerlichen Energiegenossenschaften Verantwortung für die Energiewende auf kommunaler Ebene. Gleichzeitig stärken bürgerliche Beteiligungen an Projekten solcher Art die Nutzung der Erneuerbaren Energien und fördern ökologische Ausrichtung und Klimaschutz in der Region rund um Engstingen.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Tübingen, bewertet die Beteiligung als positives Signal: „Blau machen ist wieder erlaubt und das freut mich. Bis vor Kurzem war es wegen der durch die BaFin auferlegten Prüfungspflichten recht schwierig und langwierig, Beteiligungen zwischen Bürgerenergiegenossenschaften an Projekten der Erneuerbaren Energien zu initiieren. Umso erfreulicher ist es, dass die gemeinsamen Anstrengungen beim Solarpark-Projekt in Engstingen-Haid nun mit der erfolgreichen Unterzeichnung der Beteiligung Früchte getragen haben.“  

Für die Stadtwerke Tübingen ist das Beteiligungsmodell ein wichtiges Instrument, um Bürgerinnen und Bürger vor Ort in den Kommunen an der Energiewende zu beteiligen, wie Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der swt, erklärt: „In der Bürgerbeteiligung bei Projekten Erneuerbarer Energien liegt eine große Chance für die Umsetzung der Energiewende in Deutschland und regional in Baden-Württemberg. Die Beteiligung von gleich vier Bürgerenergiegenossenschaften in Engstingen zeigt nicht nur, dass das Interesse an solchen Projekten und Beteiligungen in unserer Region vorhanden ist, sondern auch, dass solche Modelle praxistauglich und zukunftsfähig sind. Auf diese Weise werden Bürgerinnen und Bürger direkt und vor ihrer Haustüre an der Energiewende beteiligt. Das ist gut für die Kommunen und für die Energiewende insgesamt, denn diese kann nur gelingen, wenn breite Akzeptanz und auch konkretes Engagement auf kommunaler Ebene entsteht. Wir als Stadtwerke können als Partner unsere Erfahrung bei Projekten der Erneuerbaren Energien einbringen und verstehen uns als begleitender Experte für Bürgergenossenschaften.“

Im Rahmen der Vertragsunterzeichnung in den Räumlichkeiten der Stadtwerke Tübingen, äußerten sich die Vertreter der vier beteiligten Bürgerenergiegenossenschaften zufrieden mit dem Abschluss der Anteilsübernahmen und über die Möglichkeiten, die damit verbunden sind.

Engstingen liegt im Landkreis Reutlingen. Entsprechend positiv fällt daher auch das Fazit von Klaus Digel, Vorstand von ErneuerbareEnergien Neckar-Alb, aus: „Diese Investitionsmöglichkeit für unsere Genossen in unmittelbarer Umgebung ist ein wichtiges Signal für mehr genossenschaftliche Bürgerbeteiligung an Projekten der Erneuerbaren Energien. Auf diese Art ist es uns möglich, unsere bestehenden Photovoltaik-Anlagen um eine große Beteiligung zu ergänzen.“ Günther Gamerdinger, Vorstand der Bürgerenergie Tübingen drückte seine Erleichterung aus, dass „nach einer zwei Jahre dauernden Hängepartie hinsichtlich Anforderungen der Bankenaufsicht nun endlich die Beteiligung an diesem Bestandsprojekt realisiert werden konnte. Für uns ist das nun eine sichere Investition, weil die Ertragslage klar ist. Die Beteiligung stärkt die Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Tübingen.“ Für die erneuerbaren Energien Rottenburg stellt die Investition einen wichtigen Schritt auf ihrem Weg zu einem umfangreicheren Projektportfolio dar, wie Vorstand Klaus-Jürgen Lehmann erläutert: In der Region mit anderen Genossenschaften zusammen und einem kommunalen Stadtwerk als Partner ist die Energiewende richtig verortet. Für unsere eher kleine Genossenschaft eine tolle Möglichkeit an Großprojekten zu partizipieren.“ Auch für die Ökumenische Energiegenossenschaft Baden-Württemberg ist das Projekt in Engstingen eine Chance, betont Vorstand Jobst Kraus: „Wir wollen den Ausbau der Erneuerbaren Energien aktiv und bei uns in der Region voranbringen und damit ökologische Verantwortung übernehmen. Beteiligungen im Verbund mit anderen regionalen Genossenschaften einzugehen ist ein toller Weg, um für die Energiewende etwas zu bewegen.“

Die Energiewende kommunal umzusetzen und vor Ort die Rahmenbedingungen für Beteiligungen von Bürgerenergiegenossenschaften zu schaffen, von diesem Modell ist auch Ortwin Wiebecke (swt) überzeugt: „Wenn wir es schaffen, Projekte im Bereich der Erneuerbaren Energien, sei es bei Wasser-, Wind- oder Sonnenkraft, durch Bürgerbeteiligungen kommunal zu stärken und damit in der Bevölkerung zu verankern, haben wir für die Energiewende viel gewonnen. Stadtwerke übernehmen dabei eine ganz zentrale Funktion als Energieexperten, Berater und Wegbereiter. Bei allen Arten von partnerschaftlichen Beteiligungen bündeln alle Beteiligten ihre Stärken und schaffen dadurch positive Effekte für die Energiewende.“

Zurück