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TüNet mit Pilotprojekt für Siedlung am Österberg

Mit der Beteiligung an diesem Projekt hat die TüNet erstmals ein Neubaugebiet mit Glasfaser an das weltweite Datennetz angeschlossen: die Hundskapfklinge am Österberg. Dazu wurden so genannte Micro Pipes verlegt, in die Glasfaserkabel eingeblasen wurden. Ein leistungsstarker Anschluss an das World-Wide-Web ist wichtig und gehört heute als Teil der Kommunalen Daseinsvorsorge ebenso zum Programm wie die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser oder Wärme.

Mit dem Pilotprojekt in der Tübinger Halbhöhenlage will die TüNet vor allem Erfahrungen für künftige Vorhaben im Stadtgebiet sammeln. Dass diese kommen werden, da ist sich Antje Fleischer, Abteilungsleiter TüNet bei den Stadtwerken Tübingen sicher: „Die Ansprüche der privaten Haushalte an die Leistungsfähigkeit des Datennetzes steigen ähnlich wie in den Unternehmen. In der Hundskapfklinge am Österberg können wir zeigen, welche Vorteile eine Glasfaseranbindung auch im privaten Bereich bietet.“ Experten gehen davon aus, dass Kupferkabel allenfalls noch 5 Jahre den Ansprüchen an Internet, TV und Telefonie genügen werden; Koaxialkabel höchstens 10 bis 15 Jahre.

So verlegt die TüNet schon heute bei fast jeder sich bietenden Gelegenheit Micro Pipes mit fünf Zentimetern Umfang, die 12 einzelne Röhrchen für die Aufnahme von Glasfaserkabeln fassen können. Auf diese Weise kann die TüNet dort auch in den nächsten Jahrzehnten auf die stetig wachsenden Anforderungen an rasche Übertragungsraten immer größerer Datenmengen reagieren.

Micro Pipes sind eine so genannte Open-Source- oder Open-Access-Technologie. „Diese Technologie ermöglicht es uns, extrem flexibel und zudem unabhängig von Herstellern oder Anbietern zu agieren“, erklärt Wilfried Kannenberg, Geschäftsführer Technik der Stadtwerke Tübingen, in dessen Bereich auch die Telekommunikationssparte gehört. Wilfried Kannenberg: „Das jetzt durchgeführte Pilotprojekt am Österberg könnte daher auch für andere Kommunen und Stadtwerke Vorbildcharakter haben. Sie könnten von den Erfahrungen der TüNet mit dieser innovativen Technologie profitieren.“

Weiterer Vorteil: Die Kostenreduktion. Denn die TüNet konnte die Kosten deutlich reduzieren, indem sie im Neubaugebiet Hundskapfklinge als Stadtwerkesparte von der gleichzeitigen Verlegung von Telekommunikation mit Strom und Wasser profitierte. „Zusammen mit Strom und Wasser auch gleich Leerrohre zu verlegen, in die später Glasfaserkabel für die Versorgung mit Breitband eingezogen werden können, reduziert die Kosten deutlich und ist ein Plus für die Anwohner, da die Straße hierfür zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr extra aufgegraben werden muss,“ erklärt TüNet-Leiterin, Antje Fleischer.

Bauträger des Wohnareals Hundskapfklinge ist das Stuttgarter Siedlungswerk. Der erste Bauabschnitt mit 48 Wohneinheiten – und damit auch die Glasfaserverbindung an das örtliche Datennetz – wurde bereits im Sommer fertig gestellt. Die Bauarbeiten zum zweiten Bauabschnitt sind in vollem Gange. Mit dem Bau des dritten Abschnittes soll in Kürze begonnen werden. Insgesamt werden 109 Wohneinheiten gebaut. Die TüNet fungiert als Infrastrukturanbieter; die Dienste stellt den privaten Haushalten ein überregionaler Kooperationspartner bereit. Im Fall der Hundskapfklinge ist das die KabelBW.

Die Telekommunikationssparte „TüNet“ der Stadtwerke Tübingen setzt sich bereits seit über zehn Jahren deshalb für die Verwendung und den Ausbau von Glasfaser ein. Über 140 Kilometer hat die TüNet seit ihrer Gründung im Jahr 1998 im Gebiet der Universitätsstadt Tübingen verlegt – meist als „Datenautobahnen“ für Unternehmen, Universitätseinrichtungen und Behörden.

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