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Trinkwasser – bestkontrolliertes Lebensmittel: Warnung vor unseriösen Analyse-Angeboten

„Aktuell lassen wir wieder unsere routinemäßige Analyse durchführen, die das komplette mikrobiologische Spektrum umfasst“, erläutert Mariusz Cichocki, Ansprechpartner für Wassergewinnung und Anlagensicherheit in der Abteilung Verteilung (VT) bei den Stadtwerken Tübingen. „Zusätzliche Kontrollen, wie sie in jüngster Zeit Kunden der Stadtwerke angeboten wurden, sind in der Regel nicht erforderlich. Wenn ein Kunde sein Trinkwasser trotzdem analysieren lassen möchte, sollte er sich an ein Labor wenden, das über die notwendigen Fachkenntnisse und eine Akkreditierung verfügt.“
In den letzten Tagen haben unter anderem swt-Kunden im Ahornweg und im Burgholzweg Anrufe und Hausbesuche einer Fremdfirma erhalten. „Wir können nur vermuten, dass hier eine alphabetische Vorgehensweise zugrunde liegt“, vermutet Cichocki.
Das an die Kunden in Tübingen abgegeben Wasser entspricht sämtlichen Vorgaben der gültigen Trinkwasserverordnung und unterschreitet die gesetzliche Schadstoffgrenze um ein Vielfaches, wie die beigefügte Tabelle zeigt. Das Tübinger Trinkwasser ist beispielsweise ohne Einschränkung für die Zubereitung von Babynahrung geeignet. Die Daten zur Trinkwasserzusammensetzung sind auch im Internet einsehbar unter:

http://www.swtue.de/wasser/wasserqualitaet.html

Die Stadtwerke Tübingen entnehmen einmal pro Woche Wasserproben an den Pumpwerken und am Mischwasserbehälter und reichen diese zur mikrobiologischen Analyse beim Hygieneinstitut des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) ein. Zusätzlich werden monatlich Proben an insgesamt 30 Abnahmestellen im Kreis Tübingen entnommen, an öffentlichen Gebäuden wie Rathäusern, Kindergärten etc. sowie an den swt-eigenen Anlagen und zur unabhängigen Untersuchung ins Labor geschickt. Hinzu kommen umfassende chemische Analysen, die vom Institut Prof. Dr. Jäger und vom Institut Berghof durchgeführt werden. „Trinkwasser gehört zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln“, so Mariusz Cichocki.
Pro Jahr wenden die Stadtwerke Tübingen durchschnittlich 100.000 Euro für rund 1.000 bakteriologische und 350 chemische Untersuchungen auf. „Das sind weit mehr als gesetzlich vorgeschrieben“, erläutert Cichocki. „Wir verstehen die Bereitstellung von hochwertigem Trinkwasser als verantwortungsvolle Aufgabe, die wir sehr ernst nehmen. Der Kauf zusätzlicher Aufbereitungsgeräte, der in den bekannt gewordenen Fällen empfohlen wurde, ist daher überflüssig“, so Cichocki.

Kunden, die ähnliche Angebote und Hausbesuche erhalten haben, können sich bei der swt-Leitwarte melden und informieren. Diese ist jeden Tag rund um die Uhr erreichbar unter Telefon: 07071 – 157 111.

Die Trinkwasserverordnung, sieht vor, dass Wasser auf 46 verschiedene Stoffe und Mikroorganismen zu untersuchen ist. Sie beruht auf der Richtlinie der Europäischen Gemeinschaft über Anforderungen von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Bei Bedarf kann das Gesundheitsamt weitere Untersuchungen anordnen. Die Analyse soll sämtliche Stoffe umfassen, die aus Verunreinigungsquellen stammen können, wie z.B. häuslichem Abwasser, Industrieabwässern, schädlichen Bestandteilen aus Boden und Gesteinen sowie dem Eindringen schädlicher Substanzen aus der Luft.
Etwa fünf Millionen Kubikmeter Wasser fließen jährlich durch das Tübinger Wassernetz.

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