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Stuttgarter Brennstoffzellen-Hybridbus zu Besuch in Tübingen

Am Omnibusbahnhof Europaplatz begegnete der Brennstoffzellen-Hybridbus aus Stuttgart seinen Tübinger TüBus-Kollegen. (Foto: swt/Schermaul)
Markus Ludwig Modlmeir (Bildmitte) von der SSB erläuterte die Technik. Mit an Bord: Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (rechts), die swt-Geschäftsführung und Mitglieder des swt-Verkehrsbeirats. (Foto: swt/Schermaul)
Grafisch wird auf einem Display im Bus der aktuelle technische (Lade-)Zustand angezeigt.

Nur in einigen wenigen deutschen Großstädten sind derzeit Linienbusse im Einsatz, die mit der Brennstoffzellen-Technik fahren. Zwei Energiequellen – Brennstoffzelle und Batterie – machen das Modell CITARO FuelCELL Hybrid von Mercedes-Benz zum Hybrid-Bus. Sieben Wasserstofftanks befinden sich auf dem Dach und fassen jeweils 205 Liter Wasserstoff. Für den Antrieb nutzt das Fahrzeug die elektrische Energie, die Brennstoffzellen aus der Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff gewinnen. Der gewonnene Strom treibt die elektrischen Radnabenmotoren und die Nebenaggregate an – beispielsweise den Kompressor der Klimaanlage. Ein Energiemanagement steuert die Energieverteilung zwischen den Brennstoffzellen, der Batterie auf dem Busdach und den einzelnen Verbrauchern. Nicht benötigte Energie fließt in die Batterie als Zwischenspeicher. Beim Abbremsen gewinnt der Brennstoffzellen-Bus zusätzlich Energie durch Rekuperation zurück, die ebenfalls in die Batterie fließt.

Emissionsfreies Fahren

Der Wirkungsgrad ist hoch, der Wasserstoffverbrauch niedrig: 10 bis 14 Kilogramm auf 100 Kilometern. Als Emissionen entsteht lediglich Wasserdampf. Bei der Reichweite können die Brennstoffzellen-Hybridbusse durchaus mit Dieselbussen mithalten: zwischen 200 und 350 Kilometer sind möglich.

„Wir beschäftigen uns permanent mit alternativen Antriebskonzepten und tauschen uns mit anderen Verkehrsbetrieben aus“, sagt Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen. „Deshalb waren wir auch neugierig, die Brennstoffzellen-Technik einmal hier bei uns in Tübingen kennen zu lernen, ohne dabei konkrete Absichten oder Pläne für unsere TüBus-Flotte zu verfolgen. Auch die Erfahrungen der SSB mit diesen Bussen im Linienbetrieb haben uns interessiert.“ In ihre eigene Busflotte haben die swt inzwischen drei Gelenk- und ein Solo-Hybridbus integriert. Weitere sollen folgen.

Nur wenige Exemplare auf deutschen Straßen – Testfahrzeug aus Stuttgart

Das Testfahrzeug wurde den swt von der Stuttgarter SSB zur Verfügung gestellt. Dort fahren seit 2014 insbesondere auf den Linien im Talkessel vier Brennstoffzellen-Hybridbusse. In Deutschland gehören 25 solcher Linienbusse zu einem Erprobungsprojekt und fahren neben Stuttgart auch in Hamburg, Karlsruhe und in der Schweiz. Drei der Stuttgarter Busse hatten im November 2017 einen Gastauftritt auf der Weltklimakonferenz COP 23 in Bonn.

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