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Stromausfall am 18. September 2005

Gleich drei Schäden an 20-kV-Kabeln kamen an diesem Abend zusammen: Angefangen hatte es an der Bundesstraße in Richtung Unterjesingen. Hier meldete ein Autofahrer einen Brand an einem Freileitungsmast. Eines der Kabel, die von der Freileitung ins Innere des Betonmastes führen, hatte sich an der Übergangsstelle entzündet. „Der Ausfall dieser Leitung führte dann zu einer Kettenreaktion“, erklärt Bernd Strobel, bei den Stadtwerken zuständig für die Anlagen der Stromversorgung. „Die Spannung im gesamten Netz erhöht sich dadurch und andere, bereits leicht vorgeschädigte Kabel, die unter normalen Umständen noch tauglich sind, halten dem nicht stand und werden in Mitleidenschaft gezogen.“ Kurz nach der ersten Störung dann an der Hirschauer Straße in der Nähe des Schlossbergtunnels: Auch hier geriet ein Kabel in Brand, kurz darauf kam es zwischen Haagtor und Schloss zu einem dritten Kabelschaden. Rund 2000 Haushalte in der gesamten Innenstadt waren betroffen. Nach 46 Minuten hatten die Einsatzteams der Stadtwerke die Stromversorgung durch Umschaltung wieder sichergestellt. Dafür wurde die betroffene Strecke aus dem Netz herausgetrennt und auf intakte Verbindungen umgeschaltet.
Im Gebiet Buckenloh / Weiler Halde dauerte der Stromausfall etwas länger, da hier aufwändige Arbeiten an der Freileitung mit großem Gerät sofort in Angriff genommen werden mussten.
Die Ursache für die ganze Aufregung wurde dann heute früh ermittelt – und sie ist eine Überraschung: Der erste Kabelschaden an einem Leitungsmast an der Straße nach Unterjesingen war genau an der Stelle aufgetreten, wo die Kabel von der Freileitung durch ein Loch in der Betonhülle ins Innere des Leitungsmastes überführt werden. Dort entdeckte man Schnabelspuren eines Spechtes! Der war offenbar schon seit geraumer Zeit am Kabel tätig gewesen, bis die Beschädigung schließlich einen Kabelbrand auslöste. „In Tübingen hatten wir einen solchen Fall noch nie“, erklärt Bernd Strobel, „doch Erkundigungen ergaben, dass Ähnliches in Reutlingen auch schon einmal vorgekommen ist.“
Wenn die Reparaturen am betroffenen Mast abgeschlossen sind, soll dort auch ein Vogelschutz angebracht werden. Diese Freileitung, die in den letzten Jahren schon mehrmals Opfer von Blitzschlägen war, soll ohnehin bald abgebaut werden: Im nächsten Jahr beabsichtigen die Stadtwerke mit dem Anschluss Unterjesingens ans Tübinger Stromnetz die gesamte Stromversorgung unter die Erde zu verlegen.

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