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Stadtwerke: Windmessung auf dem Kressbach

Ab August wird das Windpotenzial auf dem Kreßbach gemessen (v.l.n.r.): der swt-Aufsichtsratsvorsitzende und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer, der Sprecher der swt-Geschäftsführung, Ortwin Wiebecke und Hanno Brühl, Leiter des Fachbereichs Erneuerbare Energien stellen die Vorplanungen und Projektschritte vor. Foto: de Maddalena

Im Beisein des swt-Aufsichtsratsvorsitzenden und Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer sowie des Sprechers der Geschäftsführung der swt, Ortwin Wiebecke, wurden die Pläne für die Windmessung jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Dezember 2011 hatte der Aufsichtsrat der swt die Ausbaustrategie der Stadtwerke bewilligt. Sie sieht vor, in den kommenden fünf Jahren rund 50 Millionen Euro in den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu investieren. Ein Schwerpunkt dabei: der Ausbau der Windkraft in Baden-Württemberg.

Um die Windkraft in Baden-Württemberg auszubauen, hat die grün-rote Landesregierung die Voraussetzungen mit der „Novellierung des Landesplanungsgesetzes“ und der grundlegenden Überarbeitung des „Windenergieatlas Baden-Württemberg“ auf den Weg gebracht.

„Die Stadtwerke stehen für regionale Energieversorgung und Erneuerbare Energien und starten Projekte, an die sich sonst keiner traut. Dies unterstreicht: Auch nach 150 Jahren Stadtwerke-Geschichte ist ihr Unternehmergeist so lebendig wie eh und je“, so der swt-Aufsichtsratsvorsitzende und Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer.

„Das Windpotenzial in direkter Nähe unseres Stamm- und Versorgungsgebietes zu ermitteln, ist für uns daher nur ein folgerichtiger Schritt“, so Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung und Geschäfts-führer Finanzen der swt. „Die ersten Prognosen haben eine Machbarkeitsprüfung vor Ort nahegelegt. Ob der Standort auf dem Kressbach für die Windnutzung tatsächlich geeignet ist, werden die Ergebnisse der Windmessung zeigen“, so Wiebecke.

Die Prognose geht derzeit von vier bis zu maximal sechs Windrädern aus, die an verschiedenen Standorten auf dem Kressbach betrieben werden könnten. Doch bis dahin ist es ein langer Weg mit vielen Gutachten und Prüfungen. Dazu gehört zunächst die Analyse der arten- und naturschutzrechtlichen Gegebenheiten. Im April 2012 haben die Stadtwerke daher ein Gutachten zur Erfassung von so genannten „windkraftsensiblen Vogelarten“ wie z.B. Wanderfalken, Schwarz- und Rotmilanen bei einem ortsansässigen Ornithologen beauftragt. Die Ergebnisse seiner Prüfung werden ebenfalls entscheidend für die grundsätzliche Standortfrage sein.

„Der Ausbau einer umwelt- und klimaschonenden Stromerzeugung braucht den Einklang mit der Natur als Basis“, ist Hanno Brühl, Leiter des Fachbereichs Erneuerbare Energien (EE) überzeugt. Dazu gehört für ihn ganz selbstverständlich ein sensibler Umgang mit den Gegebenheiten des Standortes.

„Es ist für uns wichtig zu wissen, wie sich die Windkraftanlagen möglichst harmonisch in die natürliche Umgebung auf dem Kressbach einfügen lassen würden, bevor wir weitere Schritte unternehmen“, erläutert Hanno Brühl. „Dabei die Bürgerinnen und Bürger von Beginn an einzubeziehen, ist uns ein Anliegen“, betont Brühl. Gegen die Stimmen möglicher Windkraftkritiker führt er an: „Eine Windkraftanlage lässt sich in dreißig, vierzig Jahren ohne dauerhafte Schäden für Mensch und Umwelt zurückbauen, sollten bis dahin noch effizientere Technologien zur klimaschonenden Stromerzeugung zur Verfügung stehen. Der radioaktive Abfall der Atomwirtschaft dagegen bleibt uns für Generationen erhalten und eine Lösung der Endlagerfrage ist auf absehbare Zeit nicht in Sicht.“

Seit Herbst 2010 haben die Stadtwerke einen eigenständigen Fachbereich „Erneuerbare Energien“ (EE) gegründet. Ausgestattet mit derzeit drei Mitarbeitern und in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung, werden hier die Aktivitäten rund um die Erneuerbaren Energien bei den Stadtwerken gebündelt. Gezielt und aktiv werden dort seitdem Projekte, Beteiligungen und Investitionsmöglichkeiten im Bereich der Erneuerbaren Energien sondiert.

In Baden-Württemberg bewerben sich die Stadtwerke insbesondere im Süd- und Nordschwarzwald, auf der Schwäbischen Alb und im Großraum Stuttgart um Standorte für den Bau von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung. Die Stadtwerke Tübingen haben es sich zum Ziel gesetzt, ihre eigenen Erzeugungskapazitäten bis 2020 auf rund 50% des Stromabsatzes in Tübingen zu erhöhen. Im Fokus dabei steht der Ausbau der Erneuerbaren Energien. Basis all dieser unternehmerischen Maßnahmen ist die Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Sie gehört bei den Stadtwerken Tübingen seit etlichen Jahren als fester Bestandteil zu den strategischen Unternehmenszielen.

Die Stadtwerke Tübingen erzeugen bereits seit mehr als 100 Jahren mit mehreren Wasserkraftwerken Strom aus erneuerbaren Energien. Zuletzt wurde 2011 ein neues Flusswasserkraftwerk in Horb am Neckar in Betrieb genommen. Hierzu haben die Stadtwerke Tübingen mit der großen Kreisstadt Horb am Neckar eine gemeinsame Gesellschaft gegründet, die Energie Horb am Neckar GmbH. Darüber hinaus haben sie den Anteil an Photovoltaik in den letzten Jahren über ihr Engagement an der BürgerEnergie Tübingen eG (BET) deutlich ausgebaut. Zusätzlich zu ihrer Beteiligung als Kooperationspartner der bekannten städtischen Klimaschutzkampagne „Tübingen macht blau“, haben die swt im April 2012 ihre eigene Stromsparkampagne, „Null-Komma-Strom“, gestartet. Sie umfasst einen Maßnahmenkatalog verschiedener Bausteine zur Steigerung der Energieeffizienz. Im Verbund mit der Energieeffizienz, dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der ökologischen Mobilität wollen die swt ihrem Engagement beim Klimaschutz ein festes Fundament für die Zukunft geben.

Informationen: http://www.swtue.de/unternehmen/erneuerbare-energien/

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