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Stadtwerke Tübingen mit erster Elektro-Ladestation - swt starten Elektro-Mobilität mit Elektro-Fahrzeug und Pedelec

„Mit dem Betrieb der Elektro-Ladestation mit dem Ökostrom bluegreen setzen die Stadtwerke ein klares Zeichen für Innovation und Klimaschutz“, so der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer. „Die Elektro-Mobilität ist besonders für Innenstädte hervorragend geeignet, um Lärm und Luftverunreinigung zu verhindern. Kombiniert mit umweltfreundlich erzeugtem Strom wird diese Technologie doppelt attraktiv, um das Klima zu schützen und die Atmosphäre in unseren Städten zu verbessern.“ 

„Als kommunaler Energieversorger verstehen wir uns als Infrastrukturpartner, wenn es um technologische Innovationen, wie bei der Elektro-Mobilität geht“, so Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer Energiewirtschaft der swt. „Um diese Technologie zu fördern, ist es wichtig, gute Möglichkeiten zur Aufladung zu haben. Mit der neuen Elektro-Ladestation bieten wir Nutzern jetzt eine weitere Möglichkeit, ihr Elektro-Fahrzeug aufzuladen.“„

Im Kreis Tübingen gibt es bislang 14 zulassungspflichtige Elektro-Fahrzeuge, darunter sieben dreirädrige Fahrzeuge und zwei Sonderfahrzeuge, die als Zugmaschinen zur Straßenreinigung eingesetzt werden. 

„Auch wenn der Bestand an Elektro-Fahrzeugen derzeit in Tübingen noch gering ist, wollen wir den Ausbau von Elektro-Ladestationen prüfen. Denn sicher ist: im Bereich der E-Bikes und Pedelecs haben wir eine rasche Zunahme und einen entsprechenden Bedarf an gut erreichbaren Ladestationen. Daher prüfen wir derzeit weitere Standorte an zentralen Fahrradabstellplätzen im Stadtgebiet, beispielsweise an der Neckarbrücke, entlang des Neckarradwegs, vor Gebäuden der swt, in unseren fünf Parkhäusern oder vor den Hallenbädern und dem Tübinger Freibad. Auch eine Kooperation mit Partnern, wie der Universität, dem Universitätsklinikum, Verwaltungen, örtlichen Firmen und teil-Auto wird aktuell geprüft“, erklärte Kötzle. 

Elektro-Ladestation: So funktioniert das Aufladen

Bedient wird die Elektro-Ladestation der swt über ein so genanntes intelligentes Abrechnungssystem, das mit einem Chip bedient wird. Der Zugang zur Ladestation erfolgt über eine Radio Frequency Identification (RFID), eine Technik zur berührungslosen Übertragung von Identifikationsmerkmalen. Sie kann mittels PIN auch über ein Mobiltelefon erfolgen. Ein RFID-System besteht aus einer Sende-Empfangs-Einheit  und einem Transponder. Die Sende-Empfangs-Einheit kann die im Transponder mittels Mikrochip und Antenne gespeicherten Daten auslesen. Der Kunde erhält den RFID-Chip nach Registrierung bei den swt als Schlüsselanhänger.

Nach erfolgreicher Autorisierung öffnet sich der Zugang zur Steckdose und der Ladevorgang kann beginnen. Auf gleiche Weise wird der Vorgang auch beendet. Die Übermittlung von Daten für statistische und Abrechnungszwecke ist über eine Software und bei beliebiger Positionierung von GPRS-Antennen möglich.

Die Elektro-Ladestation ist mit zwei verstellbaren Schuko-Steckdosen ausgestattet (16 A, 230 V, 50 Hz). Die zeitgleiche Benutzung beider Steckdosen ist möglich. Bis zur Autorisierung des Nutzers bleiben die Steckdosen vandalismussicher verschlossen. Beide Steckdosen sind in geöffnetem Zustand spannungsfrei. Erst wenn das Ladekabel korrekt in der Steckdose und am Fahrzeug eingesteckt ist, beginnt der Ladevorgang. Gleichzeitig wird der Stecker in der Säule verriegelt. Bei Manipulationsversuchen oder wenn die Verbindung unterbrochen wird, wird der Ladevorgang sofort beendet.

Das jetzt von den Stadtwerken Tübingen beschaffte Elektro-Fahrzeug „Tazzari ZERO“ hat einen durchschnittlichen Verbrauch von 13,5 kWh pro 100 Kilometern. Bei einem Preis von 20 Cent pro kWh kostet eine Fahrt von 100 Kilometern damit etwa 2,70 Euro (brutto). Der „Tazzari ZERO“ verfügt über eine moderne Lithium-Ionen-Batterie. Je nach Straßenprofil, Fahrstil und Fahrzeugbeladung haben Elektro-Fahrzeuge damit zwischen 100 und 200 km Reichweite pro Aufladung. Derzeit sehen Entwickler der Autoindustrie die Grenze der Reichweiten für den reinen Elektro-Antrieb bei etwa 200 Kilometern.  

Umwelt- und Klimaziele

Das europäische Emissionssenkungsziel bis 2020 von 95 g/km CO2 wird derzeit von benzin- und dieselbetrieben Motoren noch erheblich überschritten.  Ziel der Bundesregierung ist es daher, bis 2020 allein in Deutschland 1 Million Elektroautos in Betrieb zu haben. Daher setzt sie in den nächsten sechs Jahren 15 Millionen Euro für die Forschung im Bereich Elektro-Mobilität ein. 

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat ihrerseits eine Landesinitiative zur Elektro-Mobilität gestartet, um die Entwicklung alternativer Antriebskonzepte, wie die Erforschung und Einführung von Hybrid- und Elektrofahrzeugen voranzutreiben. Hierzu sollen in den nächsten zwei Jahren weitere 15 Millionen Euro gezielt in Struktur- und Projektmaßnahmen fließen.  

Wie stark sich die CO2-Emissionen durch den Einsatz eines Elektrofahrzeugs senken lassen, das mit einem Strommix mit einem hohen Anteil an erneuerbaren Energien oder besser noch – wie jetzt an der Elektro-Ladestation der swt – mit einem Ökostrom betrieben wird, zeigt sich im Vergleich mit den Treibhausgasemissionen herkömmlicher Kraftstoffe. „In Tübingen betreiben wir daher unsere Elektro-Ladestation ganz bewusst mit unserem Ökostrom bluegreen“, so Kötzle. „Damit erzielen wir den maximalen Effekt für den Klimaschutz.“ bluegreen ist ein Ökostromtarif der swt, der zu 100 % aus Wasserkraft erzeugt wird und vom TÜV Nord zertifiziert ist. Er kann für einen geringen Aufpreis mit jedem swt-Tarif kombiniert werden. Die bluegreen-Mehrerlöse investieren die swt in Klimaschutzprojekte wie den Bau von Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung. Aktuelles Beispiel: In Horb am Neckar entsteht ein Flusskraftwerk, das mit bluegreen-Mitteln gefördert wird und ab 2011 umweltfreundlichen Strom für rund 600 Vier-Personen-Haushalte liefern wird. „Nachhaltigkeit kann vor allem dann erfolgreich sein, wenn sie auf allen Ebenen greift: Stromerzeugung, Beschaffung und Mobilität“, sagte Kötzle. „Als kommunaler Energieversorger ist sie Teil unserer strategischen Ausrichtung.“

Informationen: www.swtue.de/aktuell - www.swtue.de/oekostrom

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