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Stadtwerke Tübingen erwerben Windpark in Oberkochen

Insgesamt vier Windkraftanlagen des Typs Nordex N 117 mit jeweils 141 Metern Nabenhöhe sollen in Oberkochen entstehen. Foto: Nordex SE

Die rund 8.000 Einwohner zählende Gemeinde Oberkochen liegt zwischen Heidenheim und Aalen. Der Windpark wird auf einer Fläche des Landesbetriebs ForstBW errichtet. Diese befindet sich auf dem rund 700 Meter über NN gelegenen Büchle, einem Berg südöstlich der Stadt Oberkochen. Die Inbetriebnahme des von der juwi-Gruppe projektierten Windparks soll im November 2015 erfolgen.

„Mit unserem Engagement beim Windpark Oberkochen haben wir einen Anteil von 46 % an Erneuerbaren Energien bezogen auf den gesamten Tübinger Stromabsatz. Damit sind wir schon jetzt auf die Zielgerade eingebogen. Ziel ist es, bis 2020 unseren Strombedarf in unserem Tübinger Stammgebiet mit insgesamt 50% aus ökologischen Quellen zu decken,“ freut sich Ortwin Wiebecke, der Sprecher der swt-Geschäftsführung. Gemeinsam mit seinen Geschäftsführerkollegen, Dr. Achim Kötzle (Energiewirtschaft) und Wilfried Kannenberg (Technik) hatte er 2012 den Aufsichtsrat um Bewilligung einer Investitionssumme von insgesamt 50 Millionen Euro aus Eigenmitteln gebeten, um damit den Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich voranzubringen.

Am Standort Oberkochen sollen Windkraftanlagen des Typs Nordex N 117 mit jeweils 141 Metern Nabenhöhe und einem Rotordurchmesser von 117 Metern gebaut werden. „Damit investieren wir nach dem Windpark Nassau in Weikersheim erneut in die Windkraft in Baden-Württemberg“, erklärt Wiebecke. Rund 18,7 Mio. Euro Gesamtinvestitionen erfordert das Projekt, davon steuern die Stadtwerke 3,4 Mio. Euro an Eigenkapital bei. Für Wartung und Instandhaltung der Windkraftanlagen wurde ein Vollwartungsvertrag mit dem Hersteller Nordex abgeschlossen. Die Genehmigung nach dem Bundesimmisionsschutzgesetz (BlmSchG) wurde im Mai 2014 erteilt. Die Anbindung der Windkraftanlagen an das Umspannwerk Oberkochen soll über eine, vom Projektierer juwi geplante Übergabestation erfolgen. „Wir sind mit allen Entwicklungsschritten im Plan und freuen uns, dass wir bei diesem Projekt erneut mit den Stadtwerken Tübingen kooperieren können“, so juwi-Projektleiter Dennis Schilling. Er kümmert sich vor Ort darum, dass alle erforderlichen Voraussetzungen für die Errichtung der Hybridtürme, einer gemischten Beton-Stahlkonstruktion und der Rotoren geschaffen werden, d.h. durch entsprechende Zuwegungen vor Ort, Koordination der Anlieferungen mit Schwer- und Sondertransportern. „Denn auch in zerlegtem Zustand sind die einzelnen Bauteile, wie z.B. die Rotorblätter, bis zu 60 Meter lang“, erläutert Schilling.

Die Stadtwerke Tübingen setzen auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Dabei haben sie die Balance von Ökologie und Ökonomie im Blick. Allein in diesem Jahr haben die Stadtwerke Tübingen einen ebenfalls von der juwi-Gruppe projektierten Windpark im Weikersheimer Stadtteil Nassau mit einer Leistung von 4,7 MW schlüsselfertig übernehmen können.

Seit 2012 sind etliche neue und bestehende Anlagen aus dem Bereich Wind- und Solarkraft im Stadtwerke-Portfolio hinzugekommen. Erworben haben die Stadtwerke so beispielsweise: den Solarpark Engstingen-Haid (2012),  den Solarpark Stutensee (2013), den Windpark in Neunkirchen (2013) sowie die Windparks in Laubach-Pleizenhausen und Laubach (beide 2014), des Weiteren fünf Solarparks in Burg, Großenhain, Offleben, Pöhl und Seelow (2014) und den Windpark Nassau (2015). Auch ihre Beteiligungsstrategie haben die Stadtwerke weiter ausgebaut, beispielsweise durch Beteiligung am Windkraftportfolio „WINDPOOL“ (2012) sowie über die KommunalPartner, einer Gesellschaft aus sechs südwestdeutschen Stadtwerken, mit denen sie sich zusammen mit der juwi-Gruppe an der KommunalWind beteiligt haben. Die KommunalWind kümmert sich insbesondere um Windkraftprojekte in Baden-Württemberg.

Die Stadtwerke Tübingen haben seit 2010 eine eigene Abteilung für „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ (EE). Sie verfügt derzeit über sechs Mitarbeiter. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf Projektplanung, Zukauf von schlüsselfertigen Projekten und deren Betrieb. EE-Projektleiter Julian Klett: „Gemeinsam mit kompetenten und erfahrenen Partnern Motor der Energiewende in Baden-Württemberg zu sein, ist für unsere Arbeit Tag für Tag ein anspornendes und lohnenswertes Ziel. Dafür setze ich mich mit den Kolleginnen und Kollegen gerne ein.“

Der Windpark in Oberkochen ist das zweite Windkraftprojekt der juwi-Gruppe in Baden-Württemberg. Insgesamt hat juwi im Windbereich über 800 Windenergie-Anlagen mit einer Leistung von knapp 1.750 Megawatt an über 100 Standorten realisiert; im Solarsegment sind es mehr als 1.500 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.400 Megawatt. Diese Energieanlagen erzeugen zusammen pro Jahr rund sechs Milliarden Kilowattstunden Strom; das entspricht in Deutschland dem Jahresbedarf von mehr als 1,5 Millionen Haushalten. Für die Realisierung der Energieprojekte hat juwi in den vergangenen 18 Jahren insgesamt ein Investitionsvolumen von über sechs Milliarden Euro initiiert.

Informationen: http://www.swtue.de/erneuerbare-energienwww.juwi.de

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