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Stadtwerke Tübingen erwerben Windpark im Hunsrück

Freuen sich über den gelungenen Windpark-Erwerb (v.l.n.r.): Hanno Brühl (swt), Claudia Heim (ABO Wind), Sönke Voigt (ABO Wind), Ortwin Wiebecke (swt), Dr. Achim Kötzle (swt) und Julian Klett (swt). Foto: swt

„Der Windpark im Hunsrück ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg, unsere Ausbauziele bei den Erneuerbaren Energien zu erreichen. In den kommenden Jahren wollen wir den Anteil des in Tübingen abgesetzten Stroms zu mindestens 50 Prozent aus Erneuerbaren Energien produzieren. Wir bedanken uns beim Projektentwickler ABO Wind und allen beteiligten Akteuren für den erfolgreichen Abschluss des Projekts. Ein besonderer Dank gilt auch unserem  Aufsichtsrat, der uns 2012 insgesamt 50 Millionen Euro bewilligt hat, die wir sinnvoll und zukunftsgerichtet in den Ausbau der Erneuerbaren Energien investieren können“, sagte Ortwin Wiebecke, der Sprecher der swt-Geschäftsführung.

Der Windpark im Hunsrück ist das jüngste Projekt im Erneuerbaren-Energien-Bereich der Stadtwerke. Zuvor hatten sie 2012 mit dem Solarpark in Engstingen-Haid eine bestehende Anlage (Leistung: 2.730 kW) übernommen. Zudem haben sich die Stadtwerke als Alleingesellschafter am Windpark im unterfränkischen Neunkirchen (Leistung: 4.800 kW) beteiligt, halten eine Beteiligung an der Windpool GmbH & Co. KG, einem Zusammenschluss von mehreren kommunal geprägten Stadtwerken und zwei Genossenschaften, und haben 2013 zudem rund 2,2 Mio. Euro in eine Solardachanlage in Stutensee investiert. Nun investieren die Stadtwerke weitere rund 3 Mio. Euro in das Projekt im Hunsrück. Nach Fertigstellung aller Anlagen hat das Projekt einen Gesamtumfang von rund 15 Mio. Euro.

Pro Jahr erwarten die swt von den drei Anlagen im Hunsrück einen Gesamtertrag von etwa 18,6 Mio. Kilowattstunden. Das reicht aus, um über 4.650 Tübinger Haushalte umweltfreundlich mit Strom aus Windkraft zu versorgen. Schon Anfang Mai 2014 soll die erste der drei Anlagen in Betrieb gehen.  „Der Windpark befindet sich im süddeutschen Raum, rund 80 Kilometer von der baden-württembergischen Landesgrenze entfernt und passt somit gut zu unserer Strategie: Minimierung des Netzausbaus von Nord nach Süd durch Investitionen in Erzeugungsanlagen im süddeutschen Raum, “ so Ortwin Wiebecke.

ABO Wind hat die drei Windkraftanlagen geplant und errichtet. Die Firma mit Sitz in Wiesbaden zählt zu den renommierten europäischen Windkraftprojektierern und hat in den vergangenen 18 Jahren 450 Anlagen ans Netz gebracht. „Unser Ziel ist es, die Wertschöpfung bei Bürgern und Kommunen zu halten. Daher arbeiten wir mit kommunalen Unternehmen wie den Stadtwerken Tübingen besonders gerne zusammen, “ erklärt Sönke Voigt, Mitglied der Geschäftsleitung. Neben der Entwicklung und Finanzierung kümmert sich ABO Wind auch um die kaufmännische und technische Betriebsführung von Windparks. Das Unternehmen hat zudem erfolgreiche Formen der Bürgerbeteiligung wie die Bürgerwindaktie ABO Invest entwickelt.

Der Windpark besteht aus zwei 200 m hohen Windrädern des Typs Nordex N117 mit je 2.400 kW und einer 200 m hohen REpower 3.2 M mit 3.170 kW Nennleistung. Ursprünglich waren zwei separate Windparks in Laubach und Pleizenhausen geplant. Jetzt sind sie zu einem Windpark zusammengefasst, um eine doppelte Infrastruktur für den Betrieb zu vermeiden. „Für die Zukunft wollen wir auch die Erfahrungen unterschiedlicher Anlagentypen am selben Standort nutzen. Diese Erfahrungswerte können für unsere eigenen Projekte in Baden-Württemberg hilfreich sein“, so Hanno Brühl, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien bei den swt.

Seit Herbst 2010 haben die Stadtwerke eine eigenständige Abteilung Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (EE). Sie verfügt derzeit über sechs Mitarbeiter/innen und plant bzw. projektiert in enger Abstimmung mit der Geschäftsführung federführend Projekte im Bereich der regenerativen Energien. „Die Stadtwerke Tübingen sind für Ihre Unternehmensgröße im Bereich der Erneuerbaren Energien sehr gut aufgestellt. Es freut uns, dass wir den sportlichen Zeitplan von der Projektvorstellung bis zur Vertragsunterzeichnung in einem stets sehr partnerschaftlichen Klima, innerhalb von gerade einmal zwei Monaten abwickeln konnten, “ so Claudia Heim, Projektleiterin bei ABO Wind. 

„Gerade der Rhein-Hunsrück-Kreis ist beim Ausbau der Windenergie vorbildlich“, freut sich Julian Klett, Projektleiter in der Abteilung Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bei den swt. „Der Landkreis ist eine der windreichsten Gegenden in Süddeutschland und verfügte Anfang 2014 über 202 am Netz befindliche Anlagen mit einer Gesamtleistung von 494 MW. Hinzukommen weitere 45 im Bau befindliche oder genehmigte Anlagen mit einer Leistung von 126 MW. Diese vergleichsweise hohe Anlagendichte ist ein Indiz für den guten Windstandort Rhein-Hunsrück und gibt hohe Sicherheit bei der Abschätzung der Erträge. Es zeigt aber auch, dass sich die Menschen, ähnlich wie beim flächendeckenden Straßennetz, Bahnstrecken oder Strom-Freileitungstrassen sehr schnell an die Windräder im Landschaftsbild gewöhnen.“

Informationen: www.swtue.de

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