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Stadtwerke Tübingen erneuern Wasserhauptleitung in Wilhelmstraße

In der viel befahrenen Wilhelmstraße erneuern die Stadtwerke Tübingen ab Februar die Wasserhauptleitung. Das hat auch Auswirkungen auf den TüBus. (Foto: swt/Schermaul)
Die Kreuzung am Ortseingang Lustnau markiert das andere Ende der Baustellenstrecke. Auch hier wird insbesondere im Berufsverkehr mit Behinderungen gerechnet. (Foto: swt/Schermaul)

„Die Versorgungssicherheit beim Trinkwasser als einem der essentiellen Grundversorgungsmittel für Menschen hat für die Stadtwerke Tübingen eine sehr hohe Priorität“, erklärt Wilfried Kannenberg, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen und betont: „Wir haben eine Verantwortung nicht nur für die Qualität des Trinkwassers, sondern auch dafür, dass es zuverlässig zu den Menschen kommt. Stabilität und Leistungsfähigkeit unseres Wasserleitungsnetzes sind hierbei entscheidend. Damit das in Tübingen so bleibt, investieren die swt in neue, leistungsfähige Wasserleitungen mit neuesten Techniken und Materialien. In der Wilhelmstraße ist das bei der Hauptleitung eine aufwändige und teure Baumaßnahme, die es  aber wert ist. Denn wir wollen rechtzeitig das Tübinger Wasserversorgungssystem für die Zukunft rüsten, damit es nicht nur den heutigen, sondern vor allem auch zukünftigen Ansprüchen gerecht wird.“  

Die aktuellen Rohre mit einem Durchmesser von 300 Millimetern stammen aus den 1950er Jahren und haben das Ende ihrer technischen Nutzungsdauer erreicht. Auch die Erschütterungen durch das steigende Verkehrsaufkommen waren für die Rohre eine Belastung. Kannenberg: „Um die Trinkwasserversorgung in Tübingen muss sich keiner Sorgen machen. Aber mehrere Wasserrohrbrüche in der Wilhelmstraße in den zurückliegenden beiden Jahren zeigen, dass Handlungsbedarf besteht“.

In die Wasserhauptleitung in der Wilhelmstraße speisen die beiden großen Wasserbehälter Stauffenberg und Sand ein. Sie erfüllt bislang eine Doppelfunktion als Transport- und Versorgungsleitung, verteilt das Leitungswasser zwischen den Wasserbehältern und versorgt gleichzeitig die anliegenden innerstädtische Bereiche. Das Teilstück Wilhelmstraße ist einer der am stärksten beanspruchten Abschnitte im Wasserleitungsnetz. Besonderen Belastungen sind die Rohre zu Spitzenzeiten ausgesetzt, das heißt, wenn der Tübinger Wasserverbrauch am höchsten ist und die Tübinger Wasserbehälter große Wassermengen ins Netz einspeisen.

Matthias Jeckel, Bereichsleiter Netze bei den Stadtwerken Tübingen, erklärt: „Für den Durchmesser der Rohre hat man sich in den 1950er Jahren unter den damaligen Verhältnissen entschieden. Bei den heutigen Spitzenlasten brauchen wir aber auf Dauer eine neue Leitung mit größerem Durchmesser, die dann wieder für viele Jahrzehnte zuverlässig ihre Aufgabe erfüllen soll.“

Die neuen Leitungsrohre werden daher mit einem Durchmesser von 400 Millimetern über deutlich mehr Kapazität verfügen. Das bringt Entlastung für die Rohre beim Wassertransport und der Wasserverteilung. Auch in Hinblick auf die Weiterentwicklung und Modernisierung des Tübinger Wasserversorgungsnetzes, die mit der städtischen Weiterentwicklung Schritt halten muss, sind die neuen Rohre eine strategisch sinnvolle Entscheidung. Das Netz soll nach Vorstellungen der swt nicht nur die aktuellen Anforderungen erfüllen, sondern auch noch Reserven für zukünftige städtische Entwicklungen haben, wie sie sich beispielsweise mit dem Erweiterungsbereich „Saiben“ andeuten.

Unter diesem Blickwinkel rückt die Tübinger Südstadt verstärkt in den Fokus. Sie liegt in der Niederzone des Versorgungsgebietes und verzeichnet einen starken Bevölkerungszuwachs in neuen Stadtvierteln, darunter Französisches Viertel und Loretto. „Wir erreichen mehrere wichtige Verbesserungen“, fasst Wilfried Kannenberg zusammen. „Wir stabilisieren das Netz, stärken die Hauptachsen und sorgen dadurch für Versorgungssicherheit, insbesondere auch der Tübinger Südstadt. Gleichzeitig schaffen wir durch den Bau größer dimensionierter Wasserleitungen jetzt schon grundlegende Voraussetzungen für zukünftige städtische Entwicklungen. Wir können also nach den Leitungsbauarbeiten die Vorteile der neuen Leitungen schon heute nutzen und sind für die Zukunft gerüstet.“

Effiziente Weiternutzung

In der Wilhelmstraße werden die swt daher zunächst in bis zu vier Metern Tiefe die neue Wasserhauptleitung in den Boden verlegen. Dazu setzen sie neue, mit Zementmörtel ummantelte Wasserrohre ein. Neueste Technik und Materialien versprechen eine deutlich längere Haltbarkeit als die alten Rohre, deren Nutzungsdauer auf rund 50 bis 70 Jahre begrenzt ist. Eine Verlegung im laufenden Betrieb mit direkter, zeitgleicher Umstellung der Leitung von alt auf neu ist dabei nicht möglich. Die neuen Rohre werden daher parallel zu den alten in den Boden verlegt. Erst wenn die neue Leitungsstrecke vollständig fertig ist, kann die Umstellung erfolgen. Dies gilt auch für die angedachte Umfunktionierung der alten Rohre. Ein Teil von ihnen wird später als funktionales Schutzrohr für neue Versorgungsleitungen und Hausanschlüsse dienen und damit effizient weitergenutzt. In den Jahren ab 2018 werden dafür nochmals punktuelle Aufgrabungen in der Wilhelmstraße nötig, wenn es darum geht, die neuen Versorgungleitungen durch sogenanntes ‚Re-Lining‘ in die bisherigen Rohre einzuziehen und Hausanschlüsse zu erneuern. 

Matthias Jeckel ergänzt mit Blick auf die zeitlichen Horizonte: „Solche umfangreichen Vorhaben kann man nicht  von heute auf morgen umsetzen, denn wir müssen das Wasserversorgungsnetz als Ganzes betrachten und systematisch vorgehen. Deshalb nehmen wir uns Stück für Stück vor. Die Strecke in der Wilhelmstraße ist ein weiterer wichtiger Abschnitt, nachdem wir 2016 bereits in der Kelternstraße ein Teilstück der zentralen Wasserversorgungsachse modernisiert und aufgerüstet haben.“

Auswirkungen auf Straßenverkehr und den TüBus

Die Tiefbauarbeiten erstrecken sich in Fahrtrichtung stadteinwärts zwischen Stuttgarter Straße / Bebenhäuser Straße und Brunnenstraße auf einer Gesamtlänge von insgesamt 1,9 Kilometern. Um die Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr möglichst gering zu halten, haben die Stadtwerke Tübingen in Abstimmung mit der Stadtverwaltung Tübingen ein Baustellenkonzept mit mehreren Bauabschnitten erarbeitet. Zwei Kolonnen können gleichzeitig mit räumlichem Abstand in zwei Bauabschnitten arbeiten.

Auch auf den TüBus hat die Baustelle in der Wilhelmstraße Auswirkungen. Dabei fallen die Änderungen im TüBus-Fahrplan während der einzelnen Bauabschnitte unterschiedlich aus. Betroffen sind in unterschiedlichen Zeiträumen die Linien 1, 2, 3, 4, 6, 7, 17, 21, 23, N91, N93, sowie drei RBS-Linien. Zu Beginn der Baustelle werden während des ersten Bauabschnitts die Linien 1, 7, 23, N91 und die RBS-Linien 754, 826 und 828 nur stadteinwärts über Stuttgarter Straße und Alberstraße umgeleitet. Die Haltestelle Stuttgarter Straße kann nicht bedient werden, dafür wird die Haltestelle Benzstraße zusätzlich bedient.

Im März verändern sich die Umleitungen und die betroffenen Linien mit dem Beginn der nächsten Bauabschnitte. Über die dann notwendigen TüBus-Umleitungen informieren die Stadtwerke Tübingen rechtzeitig vor Beginn an den betroffenen Haltestellen und auf ihrer Internetseite unter www.swtue.de/tuebus.

Eine aktualisierte Information zur Baustelle Wilhelmstraße wurde am 6. Februar 2017 veröffentlicht.

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Dr. Ulrich Schermaul

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