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Stadtwerke starten Sozialfonds mit Caritas und Stadt Tübingen

Mit einer Übernahme von bis zu 80 % der Kosten wird der Kauf eines neuen Kühl- oder Gefriergerätes der Effizienzklasse A ++ oder A +++ gefördert. Voraussetzung ist, dass es sich um einen Haushalt von TüStrom-Kunden handelt, und dass diese  ALG II, Wohngeld, Sozialhilfe oder Grundsicherung beziehen oder Inhaber einer BonusCard sind. Zudem müssen sie vor einer Förderungsbewilligung einen Stromsparcheck durch die Caritas-Stromsparhelferin ihrem Haushalt durchgeführt haben. Hierdurch soll gewährleistet werden, dass möglichst alle Energie-Einsparpotentiale erfasst worden sind.

„Wir wollen mit den Leistungen aus dem neu gegründeten Sozialfonds finanziell schwächer gestellte Menschen dabei unterstützen, die Umwelt und gleichzeitig auch ihre Haushaltskasse zu schonen. Damit wollen wir ihnen zugleich die Möglichkeit geben, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen. Mit dem Start des Sozialfonds setzen wir ein klares Zeichen: Dieses Vermeiden von Stromverbrauch wirkt unmittelbar, ist nachhaltig, schützt das Klima und trägt dem sozialen Gedanken Rechnung“, begründet Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer Energiewirtschaft der swt, den Vorstoß der Stadtwerke und der Projektpartner. „Der Bedarf nach finanzieller Unterstützung für den Kauf eines energieeffizienten Kühlgerätes für Haushalte mit geringem Einkommen ist groß“, weiß Karin Kluth-Buchholz vom Caritas-Zentrum Tübingen.

Mit einem Team von jeweils acht bis zehn Stromsparhelfern, hat die Caritas allein in den vergangenen vier Jahren (seit 1.12.2008) rund 530 Haushalte im Kreis Tübingen besucht. Durch intensive Beratungen im Haushalt der Kunden, den Austausch ineffizienter Leuchtmittel und Geräte sowie durch die praktische Umsetzung einfacher Energiespartipps, wie beispielsweise die Verwendung zentral schaltbarer Steckerleisten, können so nach Angaben des Caritas-Zentrums über die gesamte Lebensdauer der Sparartikel insgesamt ca. 1,2 Mio. kWh Strom bzw. 612 Tonnen CO2 eingespart werden.

„Der Sozialfonds erfüllt gleich zwei sinnvolle Aufgaben. Die einkommensschwachen Haushalte sind in der Lage, sich ein energieeffizientes Kühlgerät anzuschaffen und gleichzeitig wird durch den geringen Verbrauch ordentlich Energie eingespart“, sagt Kluth-Buchholz. Das Caritas-Zentrum Tübingen hat das Projekt daher von Beginn an mitunterstützt, ebenso wie die Universitätsstadt Tübingen.

Bernd Schott, der Tübinger Umwelt- und Klimaschutzbeauftragte: „Klimaschutz muss für alle Menschen möglich sein, egal, wie sie wirtschaftlich gestellt sind. Hier sind wir als Kommune gefordert. Gemeinsam mit den Stadtwerken und der Caritas haben wir die idealen Partner gefunden. Mit ihrer Erfahrung und bewährten Kompetenz werden wir dieses Projekt in den kommenden Monaten gemeinsam umsetzen.“

Im März soll bereits der erste Austausch eines Kühl- oder Gefriergerätes in einer Tübinger Familie vorgenommen werden. „Wichtig beim Tausch eines Gerätes ist auch, dass das Altgerät in jedem Fall fachmännisch entsorgt wird. Damit dies gewährleistet ist, gehört die Entsorgung gleich mit zum Dienstleistungspaket dazu“, so Thomas Clauss, Energieberater bei den Stadtwerken Tübingen.

„Alte Kühlschränke gehören zu den gierigsten Stromfressern“, erklärt Energieexperte Clauss. „Wer sich ein modernes Kühlgerät der Effizienzklasse A++ oder höher anschafft, senkt seinen Stromverbrauch schnell und effektiv“. Wer Interesse an einer Förderung hat und die Voraussetzungen erfüllt, kann einen Förderantrag beim Caritas-Zentrum Tübingen stellen: Albrechtstraße 4, 72072 Tübingen, Telefon: 07071 796250. E-Mail: kluth-buchholz@caritas-schwarzwald-gaeu.de. Das Förderkontingent ist begrenzt.

Informationen: www.null-komma-strom.dewww.caritas-schwarzwald-gaeu.de

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