Gasnotruf: 07071 157-112Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

Stadtverkehr Tübingen
Tel. 07071 157-157
stadtverkehr@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Unternehmen » Aktuell » Neuigkeiten » Stadtwerke planen Tübingens Bäderlandschaft von morgen

Stadtwerke planen Tübingens Bäderlandschaft von morgen

Das Uhlandbad ist in die Jahre gekommen. (Foto: Marquardt)
Das Tübinger Freibad braucht mehr Platz für seine Gäste. (Foto: swt)
Für das Hallenbad Nord gibt es verschiedene Erweiterungsoptionen. (Foto: de Maddalena)

Das Uhlandbad Tübingen feierte 2014 seinen 100-jährigen Geburtstag. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1914 war das Hallenbad das größte der Region – und damals schon ein Musterbeispiel mit fortschrittlicher Fernwärmetechnik. Doch die nächste große Sanierungsphase kommt in Sichtweite, erklärt Ortwin Wiebecke, Sprecher der Geschäftsführung der swt: „Das Uhlandbad ist seit über 100 Jahren in Betrieb und ein lebendiges Bäderdenkmal in Tübingen. Um es dauerhaft zu erhalten, sind in den nächsten Jahren umfassende Sanierungsmaßnahmen erforderlich, die leider auch dazu führen, dass das Uhlandbad für einen längeren Zeitraum außer Betrieb gehen muss. Selbstverständlich versuchen wir, die damit verbundenen Einschränkungen für unsere Badegäste möglichst gering zu halten.“

Das ist besonders wichtig, weil das Uhlandbad nicht nur von der Öffentlichkeit sondern auch von vielen Tübinger Schulen und Schwimmsportgruppen intensiv genutzt wird. 36 Stunden pro Woche nutzen insgesamt elf Vereine Uhlandbad und Hallenbad Nord. Hinzu kommen noch die Belegungen durch 29 Schulen. Die Wasserflächen der Bäder sind also stark frequentiert und haben einen hohen Stellenwert für die Vereine und Schulen.

Bereits im vergangenen Jahr haben die swt daher damit begonnen, verschiedene Optionen zu prüfen, um Ersatzlösungen für die Dauer der Sanierungsphase des Uhlandbads zu schaffen, erläutert Ortwin Wiebecke und ergänzt: „Nach heutigem Stand favorisieren wir das Konzept einer Traglufthalle im Freibad, das bereits im November 2015 dem Aufsichtsrat der swt vorgestellt und dort grundsätzlich befürwortet wurde. Vor einer verbindlichen Entscheidung in dieser Sache prüfen wir allerdings noch abschließend, ob eine solche Traglufthalle für die Wintermonate technisch und wirtschaftlich machbar ist. Im Anschluss wird sich der Aufsichtsrat der Stadtwerke nochmals mit der Thematik befassen.“

Die technisch notwendige Sanierung bietet gleichzeitig eine Chance, um z.B. das stattliche historische Gewölbe wiederherzustellen. Dieses war im Zuge der Modernisierung 1973 zum besseren Lärmschutz durch eine abgehängte Decke verschlossen worden. Frank Raible, Abteilungsleiter TüBäder: „Priorität hat für uns der Bestandserhalt der Bäder. Gleichzeitig prüfen wir, ob sich die notwendigen Baumaßnahmen mit Attraktivitätsgewinnen kombinieren lassen, die zusätzliche Mehrwerte für unsere Badegäste bringen. Gerade die Freilegung der Gewölbedecke bietet die Gelegenheit, den historischen Habitus wieder zum Vorschein zu bringen. Allerdings müssen wir besonderes Augenmerk auf akustische Dämmmaßnahmen wegen des Nachhalleffektes legen.“

Momentan gehen die Stadtwerke in einem vorläufigen Bauzeitenplan davon aus, dass voraussichtlich nicht vor Mitte 2017 mit der Sanierung des Uhlandbades begonnen werden kann, sofern bis dahin die Belange des Denkmalschutzes und die Ersatzlösungen für die Hauptnutzer geklärt sind. Da es sich um ein komplexes und altes Gebäude handelt, kann man von einer Bauzeit von rund zwei Jahren ausgehen.

Weiterentwicklung der Tübinger Bäderlandschaft

Auch bei der Erweiterung des Tübinger Freibads steht das Thema Anpassung an den wachsenden Bedarf und die steigende Bevölkerungsentwicklung Tübingens im Vordergrund. Bereits 2014 wurde die Öffentlichkeit über die Erweiterungspläne informiert. Bis zur Saisoneröffnung 2017, so der aktuelle Planungsstand, rechnet Frank Raible mit der Fertigstellung der neuen erweiterten Areale: „Unsere Freibadgäste dürfen sich dann auf deutlich mehr Platz, Liegeflächen, Erholungsoasen, Erlebnispfad und einfach mehr ‚Luft‘ um den eigenen Liegeplatz herum freuen. Auch Sportler finden ein besseres Angebot.“

2015 besuchten so viele Badegäste das Freibad wie seit der Saison im Jahr 2003, dem „Jahrhundertsommer“, nicht mehr. Zudem wird geprüft, ob der Haupteingang aufgrund der Geländegeometrie an zentralere Stelle zur besseren Erschließung des Areals durch die Badegäste verlegt werden soll wie auch die Frage, ob es Sinn macht, die schon sehr in die Jahre gekommenen Umkleide- und Sanitärbereiche zu sanieren oder doch besser neu nach heutigen Anforderungen zu bauen.

In mittelfristiger Perspektive wird auch das Hallenbad Nord auf der Agenda stehen, denn auch hier stehen in den kommenden Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an. Beim Hallenbad Nord suchen die Stadtwerke, wie auch bei den anderen Bädern, nach Synergien, wie Frank Raible erklärt: „Wenn wir ohnehin Geld für die Sanierung unserer Bäder in die Hand nehmen müssen, prüfen wir gleichzeitig, ob wir im Zuge der Arbeiten auch noch sinnvoll zusätzliche Verbesserungen des Angebots für unsere Gäste vornehmen können. Das Hallenbad Nord bietet den Vorteil, dass man z.B. bei Erweiterungen an eine bestehende Infrastruktur andocken könnte und damit Synergieeffekte im täglichen Betrieb möglich wären. Denkbar wären Verbesserungen bei der  gut laufenden Saunaanlage,  und bei dem Kleinkinderbereich bis hin zu einer möglichen Erweiterung der Wasserflächen. Die Optionen müssen allerdings erst noch genauer geprüft werden, nicht zuletzt hinsichtlich der finanziellen Machbarkeit. Welche Maßnahmen auch immer beim Hallenbad Nord beschlossen werden, sie sollen erst dann starten, wenn das Uhlandbad nach seiner Sanierung wieder geöffnet ist. Und auch in diesem Fall werden wir versuchen, eine passende Übergangslösung für unsere Partner von Schulen und Vereinen zu finden“, verspricht Raible.

Zurück