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Stadtwerke passen Wasserpreis nach sechs Jahren an - Beschluss des Aufsichtsrats aufgrund steigender Kosten umgesetzt

„Über sechs Jahre ohne Preisanpassung bei der Trinkwasserversorgung sind ein Erfolg und machen deutlich, dass uns als kommunalem Energieversorger die Stabilität beim Wasserpreis wichtig ist. Denn Trinkwasser ist das Lebensmittel Nummer eins und sollte daher auch schon aus sozialen Gründen für jeden leistbar sein“, so Wilfried Kannenberg, Technischer Geschäftsführer der swt.
 
In Deutschland sind die Wasserpreise seit Jahren nahezu konstant, während sie in anderen Ländern drastisch gestiegen sind. Dabei zahlen sich auch die Investitionen in die kommunale Wasserversorgung mittel- und langfristig aus. Im internationalen Vergleich ist Deutschland beim wichtigsten Lebensmittel, dem Trinkwasser, daher Spitze in Qualität, Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit.
 
„Die hohe Qualität des Tübinger Trinkwassers wollen wir auch in Zukunft für unsere Kunden gewährleisten. Dazu ist nicht nur eine einwandfreie Bezugs- und Belieferungskette, sondern auch die entsprechende Aufbereitung, ein engmaschiges Netz interner Wartungsarbeiten an Anlagen und Leitungsnetzen sowie externer Qualitätskontrollen erforderlich“, erläutert Kannenberg. „Dies ist jedoch mit hohen Kosten verbunden, die in den letzten Jahren stetig gestiegen sind. Die Schwelle, dies intern kompensieren zu können, ist nun erreicht, so dass wir eine moderate Anpassung des Preises nicht länger vermeiden konnten, um unsere Aufgabe einer sicheren Trinkwasserversorgung weiterhin erfüllen zu können“, so Kannenberg.
 
Bezogen auf einen 4-Personenhaushalt mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 110 m³ belaufen sich die Kosten nach dem neuen Wasserpreis (gültig ab 1. September 2008) auf 280,40 Euro (brutto) pro Jahr; nach bisherigem Tarif auf jährlich 245,18 Euro (brutto). Dies bedeutet einen Mehraufwand von 35,22 Euro (brutto) pro Jahr, d.h. monatlich 2,93 Euro.
 
Die Stadtwerke Tübingen beliefern die rund 84.000 Einwohner im Tübinger Stadtgebiet pro Jahr mit rund 5 Mio. m3 Wasser. Das Tübinger Trinkwasser beziehen die swt zu rund 75 % von der Bodenseewasserversorgung. Die restlichen 25 % fördern sie in eigenen Brunnen aus dem Grundwasserkörper des Neckartals. Im Mischwasserbehälter auf dem Sand werden Bodensee- und Eigenwasser gemischt, um einen mittleren Härtebereich zu erreichen. Vom Mischwasserbehälter auf dem Sand aus werden die Kernstadt sowie die meisten Stadtteile mit Trinkwasser versorgt. Insgesamt liegt das Tübinger Trinkwasser im mittleren Härtebereich II. Der Stadtteil Pfrondorf sowie der Herrlesberg erhalten ausschließlich Bodenseewasser. Die Ortsteile Unterjesingen, Hagelloch, Hirschau und Bühl werden von den Stadtwerken mit Wasser der Ammertal-Schönbuchgruppe (ASG) versorgt. Gesichert wird der hohe Qualitätsstandard durch rund 1.000 bakteriologische und 350 chemische Untersuchungen pro Jahr, die von drei unabhängigen Labors und Instituten durchgeführt werden, dem Institut Prof. Dr. Jäger, dem Hygiene-Institut des Universitätsklinikums Tübingen (UKT) und dem Institut Berghof.
 
Durchschnittlich wenden die Stadtwerke jährlich Kosten von rund 100.000 Euro für diese Untersuchungen auf: „Damit haben wir bei den Stadtwerken ein überdurchschnittlich hohes Maß an Kontrollen, dass auch deutlich macht, wie ernst wir diese verantwortungsvolle Aufgabe nehmen“, sagt Kannenberg. Das Tübinger Trinkwasser erfüllt höchste Qualitätsstandards, alle Grenzwerte der Trinkwasserverordnung werden weit unterschritten. Daher ist es auch für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ohne Einschränkung geeignet.
 
Dies gilt im Übrigen auch mit Blick auf den jüngst veröffentlichten Medienbericht zu Uran im Trinkwasser. Uran wird zwar als schädliches Schwermetall eingestuft, dennoch ist bislang ein fester Grenzwert hierfür in der Trinkwasserverordnung nicht fest verankert. Das Bundesumweltministerium hat für Uran einen Richtwert für Trinkwasser von 0,1 mg/l und die unabhängige Verbraucherorganisation „Foodwatch“ von 0,2 mg/l für Mineralwasser empfohlen. Laut einer von den swt 2005 vorbeugend, freiwillig in Auftrag gegebenen unabhängigen Labor-Studie zu Uran im Leitungsnetz des Tübinger Trinkwassers werden beide Richtwerte um ein Vielfaches unterschritten.  

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