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Stadtwerke erwerben fünf Solarparks – Meilenstein beim Ausbau der Erneuerbaren Energien

„Mit dieser Investition und mit unserem weiteren Engagement für Anlagen und Beteiligungen im Bereich der Wind-, Solar- und Wasserkraft  sowie mit unseren rund 60 Millionen Kilowattstunden, die wir pro Jahr klimaschonend mittels Kraft-Wärme-Kopplung in unseren eigenen Tübinger Blockheizkraftwerken produzieren, sind wir unserem Ziel, bis 2020 rund 50 Prozent des Stromabsatzes in unserem Netzgebiet umweltfreundlich selbst zu erzeugen, einen großen Schritt näher gekommen“, erklärt Ortwin Wiebecke, der Sprecher der swt-Geschäftsführung.

„Die Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien ist rasant. Wir wollen als kommunales Stadtwerk die Energiewende entscheidend mitfördern und voranbringen. Wichtig ist uns dabei, dass Bezahlbarkeit und Umweltfreundlichkeit zusammengehen“, erklärt Dr. Achim Kötzle, der Geschäftsführer Energiewirtschaft der swt.

Die Stadtwerke Tübingen betreiben bislang mehrere Solarparks in Tübingen und in der Region. Sie  verfügen über eine Gesamtleistung von knapp 8.000 kWp. Die größten Solarparks befinden sich in Engstingen-Haid (Leistung: 2.730 kW), in Horb am Neckar, eine Anlage, die in Kooperation mit der Stadt Horb am Neckar entstanden ist (Leistung: 3.200 kW) und in Stutensee bei Karlsruhe (Leistung: 1.225 kW). Mit dem Kauf der fünf Solarparks von BELECTRIC haben die swt die Chance wahrgenommen, mit einem Schritt eine Gesamtleistung von 26.368 kW zu erwerben.

„Das ist ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Gleichzeitig setzen wir damit ein klares Zeichen für die Energiewende“, so Hanno Brühl, Abteilungsleiter Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (EE) bei den swt. „Unser Ziel war es, den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben und dabei den Netzausbau weitestgehend zu vermeiden. In unmittelbarer Nähe der neuen Solarparks befinden sich mehrere Windparks von WINDPOOL, einer Unternehmensgruppe mit einem gestreuten Windparkportfolio, an dem wir, gemeinsam mit den Stadtwerken Esslingen und Rottenburg sowie der Genossenschaft Bürger-Energie Tübingen eG und weiteren Stadtwerken, ebenfalls beteiligt sind. Mit der Investition in Wind und Solar innerhalb einer Region begegnen wir dem Problem der Fluktuation, weil sich beide Erzeugungsarten sehr gut ergänzen. Leistungsschwankungen von Wind- und Sonnenenergie gleichen sich exzellent aus: Während die Photovoltaik in den Sommermonaten ihr Leistungsmaximum erreicht und in den Wintermonaten relativ wenig zur Stromversorgung beiträgt, ist es mit der Windenergie genau umgekehrt. Diese erreicht ihr Maximum im Winter und liefert im Sommer weniger Strom. Das führt zu einer teilweisen Kompensation der Schwankungen. Mit anderen Worten: Die Summe des aus beiden Quellen eingespeisten Stroms weißt deutlich geringere Schwankungen auf, als jede der beiden Stromerzeugungsquellen für sich alleine“, erklärt Brühl.

Neben einem sinnvollen Mix aus Wind- und Sonnenkraft gehört es ebenso zum Funktionsprinzip der Energiewende, die restlichen Schwankungen durch regelbare Kraftwerke und Speichertechnologien auszugleichen. „Gerade auch vor diesem Hintergrund  freuen wir uns darüber, dass wir mit BELECTRIC einen marktführenden, zuverlässigen und vor allem auch erfahrenen Partner für den technischen Betrieb der Solarparks gefunden haben“, so Brühl.

„Wir haben von Beginn an konsequent darauf hingearbeitet Energieversorgungslösungen anzubieten, die höchsten wirtschaftlichen Ansprüchen genügen. Dies geschieht ganz nach dem Bedürfnis des Kunden und seiner Situation vor Ort. Die Stadtwerke Tübingen als Vorreiter in der Energiewende sind für uns ein idealer Partner. Sie sind neuen Technologien, wie Speicher- und Hybridsystemen, gegenüber äußerst aufgeschlossen, was für uns als Technologieführer der Branche große Bedeutung hat. Wir würden uns freuen, wenn wir auch zukünftig den Umbau der Energieversorgung mit den Stadtwerken Tübingen voranbringen können“, erläutert Frank Bechmann, Vice President Europe BELECTRIC.

BELECTRIC hat seit der Unternehmensgründung 2001 mehr als 1,5 GWp Solarleistung weltweit installiert. Dies ermöglicht die Versorgung von mehr als einer Million Menschen mit Solarstrom. Dabei setzt BELECTRIC auf innovative Technologien, die sich durch hohe Energieerträge, einen zuverlässigen Betrieb und geringen Rohstoffverbrauch auszeichnen. Darüber hinaus ist die führende Marktposition von BELECTRIC auf die hohe Effizienz der Entwicklungs- und Fertigungsprozesse zurückzuführen. Dank dieser starken Vernetzung interner Ressourcen werden die Produkte des Unternehmens kontinuierlich weiterentwickelt und optimiert.

Mit dem Erwerb der fünf Solarparks von BELECTRIC und den in den vergangenen Jahren erworbenen Erzeugungsanlagen im Bereich der Wind- und Sonnenkraft in Engstingen-Haid (2012), Neunkirchen (2013), Stutensee (2013), Laubach-Pleizenhausen und Laubach (beide 2014), mit der Beteiligung am Windkraftportfolio „WINDPOOL“ sowie den Wasserkraftwerken können die Stadtwerke Tübingen (swt) künftig rund 90 Millionen Kilowattstunden Strom aus Erneuerbaren Energien produzieren. Das bringt eine jährliche CO2 –Einsparung von ca. 47.000 Tonnen pro Jahr. Aktuell besteht der Erneuerbare-Energien-Mix der swt aus: 45 Millionen kWh Windkraft, 33 Millionen kWh Solarenergie und 12 Millionen kWh Wasserkraft (jeweils Jahresmengen).

Informationen: http://www.swtue.de/unternehmen/erneuerbare-energien.htmlwww.belectric.com

Bildunterschrift:  Freuen sich über die erfolgreiche Kooperation (v.l.n.r.): Julian Klett, Projektleiter Erneuerbare Energien und Energieeffizienz bei den swt, Frank Bechmann, Vice-President Europe BELECTRIC, Jasmin Hümpfer BELECTRIC Vertrieb, Ortwin Wiebecke, Sprecher der swt-Geschäftsführung, Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer Energiewirtschaft der swt. Bildquelle: Foto: swt

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