Gasnotruf: 07071 157-112Störungsdienst: 07071 157-111

Stadtwerke Tübingen
Eisenhutstraße 6, 72072 Tübingen
Tel. 07071 157-300
info@swtue.de

Stadtverkehr Tübingen
Tel. 07071 157-157
stadtverkehr@swtue.de

Öffnungszeiten Kundenservice:
Montag - Freitag 8.00 - 18.00 Uhr

Anfahrt
Mit dem Bus, Linien 4, 7, 13, Haltestelle "Stadtwerke"
Mit dem Auto oder dem Fahrrad

Sie sind hier: Startseite » Unternehmen » Aktuell » Neuigkeiten » Stadtwerke beteiligen sich an landesweitem dena-Pilotprojekt

Stadtwerke beteiligen sich an landesweitem dena-Pilotprojekt

Wie ist der Strombedarf in Unternehmen? Wo liegen Energieeffizienzpotentiale? Darüber soll die dena-Studie und die Umfrage der swt Erkenntnisse bringen. Foto: Fotolia

Im Fokus des Projekts steht zunächst die Erhebung von regionalen Strombedarfen in der Wirtschaft. Auf Basis dieser Daten werden die Potentiale zur Steuerung der Stromnachfrage analysiert, um diese anschließend steuer- und nutzbar zu machen. „Zukünftig wird die aktive Steuerung der Stromnachfrage eine wichtige Rolle spielen, um Schwankungen in der Erzeugung von Wind- und Solarstrom auszugleichen“, so Ortwin Wiebecke, der Sprecher der swt-Geschäftsführung. Bei der weiter ansteigenden Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wird die aktive Nachfragesteuerung in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. „Deshalb ist es uns wichtig, bereits heute im Zusammenspiel mit den lokalen Wirtschaftsunternehmen Grundlagen für diese Zukunftsaufgabe zu schaffen“, so Wiebecke.

Eine Studie der Agora Energiewende hat für Baden-Württemberg und Bayern ein Potential von etwa 1 Gigawatt Strom ermittelt, das für den Zeitraum von einer Stunde grundsätzlich und flexibel verschoben werden könnte. Im Rahmen des dena-Pilotprojekts sollen standardisierte Verfahren entwickelt werden, die Energieversorger dabei unterstützen, flexible Lasten gezielter zu vermarkten, um einen Frequenzausgleich im Stromnetz herzustellen. Des Weiteren sollen energieintensive Unternehmen dabei unterstützt werden, Lastverlagerungs-potentiale zu erkennen und diese wirtschaftlich an den Markt zu bringen. Gleichzeitig sollen DSM-Potentiale mit betrieblichen Energiemanagementsystemen verbunden werden.

„Im Ergebnis sollen Lasten flexibel als Regelenergie gesteuert werden können, um bei Engpässen im Stromnetz besser vorzubeugen. Ziel von DSM ist es, die Verteilung der Energie zu flexibilisieren, Produktionsspitzen zu steuern und somit Strom aus Erneuerbaren Energien weiterhin und zunehmend in das deutsche und europäische Stromnetz zu integrieren“, erklärt Malcolm Yadack, Projektverantwortlicher von der Abteilung Beschaffung  bei den Stadtwerken Tübingen. Genutzt wird DSM zumeist in besonders energie-intensiven Branchen, wie z.B. der Chemie-, Stahl- und Glasindustrie, in der Papier- und Druckindustrie, der Metallverarbeitung, der Nahrungsmittelindustrie sowie bei der Fertigung von Baustoffen und im Fahrzeug- und Maschinenbau, ebenso in der Wasserwirtschaft. Betrachtet werden können DSM-Potentiale nicht nur branchen-, sondern auch prozess- und anlagenbezogen. Prozesse, die dabei analysiert werden können, sind u.a.: Altpapieraufbereitung, Zellstoffherstellung, chemische Produktion und Strombetriebene Wärmeerzeugung z.B. durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

Wetterbedingt unterliegt die Stromproduktion bei den Erneuerbaren Energien, insbesondere bei Sonnen- und Windenergie, starken Schwankungen. Um diese Schwankungen auszugleichen und die Stabilität des Stromsystems zu gewährleisten, wird die flexible Steuerung der Stromverteilung immer wichtiger.

Im Rahmen des dena-Pilotprojekts soll ein landesweites DSM-Netzwerk zwischen Unternehmen und Energieversorgern in Baden-Württemberg aufgebaut werden. Im Rahmen der Erhebung und Vernetzung sollen Unternehmen von DSM-Experten Potentiale zur flexiblen Lastensteuerung aufgezeigt und die Einbindung von Lastenverlagerungsprozesse in ein betriebliches Energiemanagement untersucht werden. Gleichzeitig soll das Projekt Energieversorgern die Möglichkeit zu neuen Geschäftsfeldern erschließen.

„Mit den Erkenntnissen aus der swt-eigenen Umfrage, die diese nach dem Vorbild des dena-Projekts aufgelegt haben, soll erreicht werden, dass die Ergebnisse auf möglichst viele Unternehmen übertragen und für den Anforderungen spezifiziert werden können“, sagt Yadack. Die Stadtwerke sind dabei,  weitere Industrie-unternehmen und KMUs zu erfassen und sie dabei zu beraten, ihren Energieeinsatz zu optimieren. Dies können Unternehmen sein, die selbst schon Erfahrungen mit einem innerbetrieblichen Energiemanagement gemacht haben oder dieses bereits fest in ihre betrieblichen Abläufe integriert haben. Willkommen sind auch Teilnehmer, die bereits in einem Energieeffizienznetzwerk aktiv sind. Ebenso können sich kommunale Einrichtungen beteiligen. Die spezifizierte swt-Umfrage führt Malcolm Yadack gemeinsam mit Studierenden der Hochschule für Technik (HfT) Stuttgart durch.

Informationen: www.dsm-bw.de

Zurück