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Stadtverkehr: Busbevorrechtigung weitgehend abgeschlossen

Ziel und Funktion des Gemeinschaftsprojekts erläuterten zu diesem Anlass der Tübinger Oberbürgermeister und swt-Aufsichtsratsvorsitzende Boris Palmer, der Leiter der Abteilung Stadtverkehr bei den Stadtwerken Tübingen, Thomas Pawlaczyk, und der Betriebsleiter der Stadtwerke-Tochtergesellschaft TüBus, Thorsten Müller.

„Die Stadt hat mit dem Projekt Busbevorrechtigung vor Jahren eine wichtige Grundsatzentscheidung getroffen: An Ampeln erhalten Busse Vorrang vor dem Autoverkehr. Weil im Stadtzentrum sehr viel mehr Menschen den Bus als das Auto nutzen, spart das in der Summe Reisezeiten ein. Unser Ziel war es, die Bevorrechtigung für den Busverkehr mit möglichst geringen Eingriffen in die grüne Welle für den Autoverkehr zu erreichen. Ich freue mich, dass dies gelungen ist. Richtig ist aber auch, dass die grüne Welle nicht mehr ganz so gut funktioniert wie früher“, so der Tübinger Oberbürgermeister und swt-Aufsichtsratsvorsitzende Boris Palmer.  

Mit der Busbevorrechtigung werden die Verlust- und Wartezeiten des Linienverkehrs an den Ampeln im Stadtverkehr reduziert. Über Funktelegramme melden sich die Busse hierzu während ihrer Fahrt mehrmals an den Ampelanlagen an. So können unvorhergesehene Störungen im Betriebsablauf, z.B. durch Falschparker, längere Ein- und Ausstiegszeiten an den Haltestellen etc., möglichst genau in den Schaltvorgang integriert werden.

„Wenn ein Bus beispielsweise auf eine Kreuzung zufährt, an der die Ampel auf Rot springen würde, kann der Zeitraum der Grünphase durch die Signalübertragung um wenige Sekunden verlängert werden, so dass der Bus den Verkehrsknoten ohne Stop passieren kann“ erläutert Stadtverkehrsleiter Thomas Pawlaczyk. Das „Verlängern von Grünphasen“ ist dabei nur eine von mehreren Möglichkeiten, wie die Ampel-Steuerung geändert werden kann. Auch ein so genannter „Phasentausch“ ist an etlichen Ampeln in Tübingen möglich. Konkret bedeutet dies, dass der Bus zu einer Grün- anstatt zu einer Rotphase an dem entsprechenden Knotenpunkt eintrifft. Neben der optimierten Koordinierung der Busse im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wurde von den Auftraggebern und Planern auch der Motorisierten Individualverkehr (MIV) sowie die Belange der weiteren Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer und Fußgänger berücksichtigt.

„Dadurch, dass die unterschiedlichen Anforderungen von Bussen und PKW schon bei der Projektplanung berücksichtigt wurden, konnten die Auswirkungen der Eingriffe in die Ampelschaltungen auf andere Verkehrsteilnehmer minimiert werden. Ein Beispiel hierfür sind die Abläufe in der Wilhelmstraße stadtauswärts und von der Adlerkreuzung bis zum Pauline-Krone-Heim“, erklärt Thorsten Müller, Betriebsleiter der TüBus GmbH.

Insgesamt wurden bislang rund 3 Mio. Euro in das Projekt investiert, wobei über die Hälfte der Investitionen durch das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) gefördert werden.

Bis zum vollständigen Abschluss des Projekts wird der Stadtverkehr in den kommenden Monaten Erhebungen auf den Linienwegen durchführen, auf denen die Busbevorrechtigung umgesetzt worden ist. Damit soll für den Zuschussgeber ein Nachweis über die tatsächlich erzielten Einsparungseffekte erbracht werden. Dabei spielen auch Faktoren wie das von Jahr zu Jahr steigende Fahrgastaufkommen seit dem Projektbeginn 2004 eine wesentliche Rolle. Stichprobenartig durchgeführte Untersuchungen, wie z.B. auf der Linie 4 zwischen Hauptbahnhof (Hbf) und „Königsberger Straße“ haben im Vergleich zu 2004 deutliche Reduktionen bei den Verlustzeiten von etwa 50% ergeben (Stand: Dezember 2012).

Daten und Fakten zum Stadtverkehr Tübingen:

Der Stadtverkehr Tübingen verfügt derzeit über 64 Busse, davon sind 36, bzw. bis zum Frühjahr 2013 übergangsweise 39 Gelenkbusse. Des Weiteren fahren im Stadtverkehr acht CapaCity mit einer Gesamtlänge von je 19 Metern und einer Kapazität von jeweils bis zu maximal 170 Fahrgästen. Mit den im Dezember 2012 beschafften drei neuen Gelenkbussen werden es übergangsweise 39 Gelenkbusse sein, die im Stadtverkehr jeweils bis zu maximal 150 aufnehmen können. Das ist ein Anteil von ca. 60 %  im gesamten Fahrzeugpool. Zusammen befördern alle Busse im Stadtverkehr Tübingen in Kooperation mit den örtlichen Busunternehmen Kocher, Schnaith, RAB und der Rottenburger Firma Omnibus Groß, mehr als 18,6 Mio. Fahrgäste im Jahr (Stand: 2011). Sie verkehren auf 36 Linien zwischen einem eng vertakteten Netz von 376 Haltestellen mit etwa 2.000 Fahrten pro Tag im gesamten Stadtgebiet und bedienen ein Streckennetz mit einer Länge von 343 Kilometern.

Die TüBus GmbH verfügt über rund 40 Fahrzeuge, davon sind 3 Midi-Busse, 15 Solowagen, 15 Niederflur-Gelenkbusse (Großraum), 6 CapaCity, hinzu kommt ein Sprinter. Die TüBus GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Stadtwerke Tübingen. Ihren Betrieb hat sie zum 01. Januar 2011 aufgenommen. Die TüBus GmbH wurde im Jahr 2010 gegründet, um Fahrleistungen für den Stadtverkehr zu erbringen. Mit dieser Aufgabe wurde das bisherige Tätigkeitsfeld der Stadtwerke durch einen operativen Betrieb mit über 80 Mitarbeitern verstärkt.

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