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Neue Kraftwerksgesellschaft gegründet: Investition in eigene Erzeugungsanlagen als wichtiger Schritt zu mehr Unabhängigkeit.

Ziel der neuen Gesellschaft ist es, Stadtwerken zu ermöglichen, sich als Partner an Kraftwerken zu beteiligen oder in einen eigenen Kraftwerksstandort zu investieren.

Stadtwerke-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke und Achim Kötzle versprechen sich viel von der neuen Kooperation: „Auf Kapazitäten eines gemeinsamen Großkraftwerks zugreifen zu können, verbessert unsere Beschaffungssituation und hilft uns, wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Einstieg in die Stromerzeugung mit Hilfe der Kraftwerksgesellschaft wird es erleichtern, den Strombedarf langfristig zu kalkulierbaren, stabilen Preisen zu sichern - und das kommt unseren Kunden zugute. So können wir als Energie-Dienstleister unsere Unabhängigkeit von großen Verbundkonzernen sichern und weiterhin mit günstigen Preisen und Kundennähe unsere Position auf dem Strommarkt behaupten.“

Hintergrund
Die Großhandelspreise für Strom steigen kräftig an. Nicht nur wegen des beschlossenen Ausstiegs aus der Kernkraftnutzung, sondern auch weil viele konventionelle Kraftwerke in den kommenden Jahren altersbedingt ersetzt werden müssen, wird der Neubau von Kraftwerksleistung notwendig. Dass kommunale Unternehmen derzeit vermehrt in den Kraftwerksbau einsteigen, macht Sinn.

Auf dem liberalisierten Strommarkt hatte sich der Anteil der kommunalen Stromerzeugung zunächst verringert, Überkapazitäten ließen die Großhandelspreise fallen. Für Stadtwerke wurde es günstiger, sich am Markt einzudecken als selbst zu produzieren. Die Strombeschaffung der Stadtwerke Tübingen beruht zum einen auf der Eigenerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung und Wasserkraftanlagen. Doch den größten Teil ihres Bedarfs decken die Tübinger Stadtwerke über ihre Beteiligungsgesellschaft SüdWestStrom, die durch Diversifizierung von Lieferanten, Beschaffungszeitpunkten, Lieferzeiträumen und Primärenergiearten flexibel und unabhängig Strom an Stadtwerke liefert.

Steigende Rohstoffpreise und knappe Erzeugungskapazitäten haben inzwischen zu einem sprunghaften Anstieg der Großhandelspreise geführt. Hinzu kommt: 80 Prozent der Erzeugungskapazitäten sind auf die vier größten Unternehmen der Branche konzentriert: Eon, RWE, EnBW und Vattenfall Europe. Stadtwerke sind gegenüber Wettbewerbern, die im Besitz eigener Kraftwerke sind, im Nachteil. Mit ihrer Investition in eigene Erzeugungsanlagen wollen sie sich von ihrer derzeitigen Abhängigkeit vom Großhandelsmarkt lösen. Um die notwendigen hohen Investitionssummen stemmen und Interessen bündeln zu können entstehen derzeit – nicht nur in Baden-Württemberg – Kooperationen.

Da die Stadtwerke Tübingen sowohl im eigenen Netz als auch außerhalb einen beträchtlichem Zugewinn an Kunden verzeichnen können, sind neue Beschaffungsstrategien sehr willkommen: Anteile an Kraftwerken, die künftig das das Strom-Porfolio ergänzen, tragen außerdem zur weiteren Diversifizierung, Risikostreuung und Sicherheit der Versorgung bei.

Ihr Ansprechpartner: Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer Energiewirtschaft der Stadtwerke Tübingen GmbH, Telefon: 157-388

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