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Naturschutz hat Vorrang - Wegbereinigung im Ammertal verzögert sich

 Wegen der Brutzeit des Braunkehlchens verzögert sich nun die Wiederherstellung des Radweges südlich der Ammer bei Unterjesingen. Zwischen Rottenburger Straße und der Brücke bei der Alten Mühle bleibt der Radweg noch bis Ende Juli gesperrt; eine Umleitung nördlich der Bahnlinie wird ausgeschildert.
Braunkehlchen sind Wiesenbrüter und nisten am Boden inmitten eines möglichst großen Verbundes von offenen Grünflächen. Laut Auskunft des Naturschutzbundes ist seit den 70er Jahren der Bestand des Braunkehlchens im Kreis Tübingen stark zurückgegangen – von über zweihundert Brutpaaren auf etwa fünfzehn im ganzen Kreisgebiet. Dafür gibt es viele Ursachen; eine der wichtigsten ist die rapide Verkürzung der Mahdzeit durch die modernen Methoden in der Landwirtschaft. Das Ammertal gehört zu den wenigen verbliebenen Rückzugsgebieten dieses Singvogels im Kreis. Hier konnten die letzten Paare durch Zusammenarbeit zwischen dem NABU, den Landwirten und den Naturschutzbehörden gerettet werden. Allerdings sind sie noch nicht über den Berg – es kommt auf jedes Gelege an. Die ersten Reviere sind nun besetzt und Störungen müssen bis Anfang Juli vermieden werden.
„Den Naturschutz bei unseren Arbeiten zu berücksichtigen, ist uns ein wichtiges Anliegen“, erläutert Eberhard Goldmann, der für die Stadtwerke Tübingen die Bauarbeiten an der Gasleitung koordiniert, „auch wenn wir nach der Verzögerung durch den harten Winter nun eine weitere Einschränkung in Kauf nehmen müssen, hat der Erhalt dieser seltenen Art doch unbestritten Vorrang.“
Naturschutzbund und Landratsamt haben daher vereinbart, dass zum einen Grünflächen erst ab Ende Juni gemäht werden dürfen, zum anderen die Baumaßnahmen der Stadtwerke zur Wegbereinigung auf die zweite Julihälfte verschoben werden, wenn die Brutzeit des seltenen Vogels vorbei ist. Bis dahin bleibt der Weg gesperrt; rechtzeitig vor den Sommerferien wird er aber wieder befahrbar sein.
Naturschutzbund und Stadtwerke danken allen Betroffenen für ihr Verständnis für diese Maßnahme zum Erhalt einer lebenswerten Naturlandschaft.

Ansprechpartner:
Holger Wetscheck, NABU, Gruppe Tübingen, Tel. 07073 / 302591
Eberhard Goldmann, Stadtwerke Tübingen, Tel. 07071 / 157-118

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