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Nachtbus schreibt Erfolgsgeschichte: Stadtwerke Tübingen ziehen ein Jahr nach Einführung positives Fazit

Auch im normalen Nachtbus-Betrieb sind die TüBusse nachts häufig so voll wie bei der Premierenfahrt mit prominenten Passagieren im Dezember 2017. (Foto: swt/Marquardt)
Unter dem Motto "Erst die Party - dann das Vergnügen" haben die swt seit seiner Premierennacht Werbung für den neuen 7-Nächte-Nachtbus gemacht. (Foto: swt/Schermaul)

Nachtbusfahrten in jeder Nacht, mehr Fahrten von Donnerstag bis Sonntag, verbesserte Linienwege und vier neue N-Linien: Der neue Nachtbus startete am 10. Dezember 2017 mit vielen Neuerungen. Nun liegen die Fahrgastzahlen für 2018 vor: hochgerechnet werden bis Jahresende circa 138.000 Fahrgäste den Nachtbus nutzen. Das sind doppelt so viele wie im Jahr davor. Basis für diese Prognose sind die Auswertungen der Zahlen aus der automatischen Fahrgastzählung auf den Nachtbus-Linien N91 bis N99.

„Ganz offensichtlich hat unsere Vermutung, dass eine attraktive Studentenstadt wie Tübingen mit regem Kultur- und Nachtleben Bedarf für einen gut ausgebauten Nachtbusbetrieb hat, gestimmt“, sagt swt-Geschäftsführer Ortwin Wiebecke. „Der Nachtbus passt zu Tübingen und es ist ein aus unserer Sicht attraktives Angebot. Durchgängigen Nachtbusverkehr an sieben Tagen in der Woche findet man sonst nur in Metropolen. Schön, dass die Tübingerinnen und Tübinger den Nachtbus bereits im ersten Jahr so gut angenommen haben“.

Hohe Nachfrage macht Nachjustierung erforderlich

Die hohe Nachfrage beim Nachtbus stellt die Stadtwerke Tübingen vor Herausforderungen beim Betrieb. Neue Geschwindigkeitsbegrenzungen im Stadtgebiet, teilweise verlängerte Fahrwege und längere Haltezeiten an den Haltestellen, weil so viele Fahrgäste zu- und aussteigen wollen, haben bisweilen Verspätungen zur Folge. „Unser Anspruch ist ein pünktlicher und zuverlässiger Nachtbus. Das sind gerade nachts ganz entscheidende Faktoren, wenn die Fahrgäste im Dunkeln unterwegs sind und sich auf die Abfahrtszeiten verlassen“, sagt Hans Zeutschel, Bereichsleiter Öffentlicher Personennahverkehr der swt. „Wir arbeiten bereits an Konzepten, um diese Schwierigkeiten zu beheben“.

Nachfrage beim Nacht-SAM stark gesunken

Mit der guten Annahme des Nachtbusses sind die Nutzerzahlen des Nacht-SAM innerhalb eines Jahres um 72 Prozent gesunken (von 19.700 auf 5.500 Fahrgäste). Weil dadurch auch der Zuschussbedarf der swt in etwa derselben Größenordnung zurückgeht, können die Stadtwerke den Nacht-SAM auch zukünftig parallel zum Nachtbus anbieten.

Modernisierung der TüBus-Flotte geht 2019 weiter | Erster E-Bus kommt im Herbst

2019 wollen die Stadtwerke den ersten E-Bus in den Tübinger Stadtbusverkehr integrieren. Das Modell eCitaro von Mercedes-Benz soll im Herbst 2019 – nach rund einem Jahr Lieferzeit – speziell auf kürzeren Linienumläufen zum Einsatz kommen. Die swt holen im Frühjahr des nächsten Jahres weitere vier Hybrid-Busse des Herstellers VOLVO in die TüBus-Flotte. Sie ersetzen ältere Solobusse mit Abgasnorm Euro 5 EEV. Außerdem prüfen die swt weitere Umrüstungen von älteren Bussen auf die beste Abgasnorm Euro 6.

Für die Anschaffung der Hybridbusse erhalten die swt Fördermittel aus dem „Sonderprogramm Busse Luftreinhaltung“ sowie im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität III. Besonders auf den Innenstadt-Linien spielen die Hybrid-Solobusse ihre Stärken aus: geringe CO2-Emissionen durch teilweise vollelektrische Streckenabschnitte sowie geringe Lautstärke im Fahrbetrieb und besonders an Haltestellen.

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Dr. Ulrich Schermaul

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