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Heizungspumpenprogramm jetzt auch für Mehrfamilienhäuser

Ein attraktiver Beitrag zu "Tübingen macht blau": das swt-Förderporgramm

Besitzer von Mehrfamilienhäusern können jetzt ebenfalls vom Förderprogramm der Stadtwerke Tübingen (swt) zum Heizungspumpentausch profitieren. Bislang war dies nur Besitzern von Ein- und Zweifamilienhäusern möglich. Mit der Erweiterung des Förderprogramms nehmen die swt zugleich am EU-Klimaschutzprogramm „Change Best“ teil. Ziel dieses Programms ist es, Energieeffizienzprodukte mit besonders nachhaltiger Wirkung zu entwickeln. Beim Austausch von alten Heizungspumpen lässt sich Energie besonders effizient einsparen. Rund 100 Anfragen liegen bereits für das erweiterte Förderprogramm vor, erste Pumpen wurden ausgetauscht. Durch die Erweiterung des Programms auf Mehrfamilienhäuser erhoffen sich Stadt und Stadtwerke einen besonders hohen Einsparungseffekt an klimaschädlichem Kohlendioxid (CO2).

„Im Kleinen anfangen und damit Großes bewirken. Dass das funktioniert, dafür ist das 2009 gemeinsam mit den Stadtwerken Tübingen und dem örtlichen Handwerk gestartete Heizungspumpenaustauschprogramm das beste Beispiel“, so Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer.  

 Rund 180 alte Heizungspumpen konnten allein aufgrund des bisherigen Förderprogramms für Ein- und Zweifamilienhäuser ausgetauscht und durch moderne Hocheffizienzpumpen ersetzt werden. Dies spart jährlich rund 75.000 kWh Strom ein, d.h. etwa 23 t CO2 pro Jahr können durch das Förderprogramm vermieden werden. „Ein erfreulicher Beitrag zum Klimaschutz und unserer städtischen Klimaschutzkampagne >Tübingen macht blau<“, so Palmer.

Die Stadtwerke Tübingen hatten erst im vergangenen Jahr gemeinsam mit der Universitätsstadt Tübingen das innovative Programm zum Heizungspumpentausch in Ein- und Zweifamilienhäusern gestartet, das nun auf Mehrfamilienhäuser ausgeweitet wird.

„Kohlendioxid-Emissionen effektiv und nachhaltig einzusparen, ist das Ziel des Förderprogramms. Erfreulicher Effekt für die Kunden – sie merken die Einsparungen am eigenen Geldbeutel “, so Dr. Achim Kötzle, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei den swt. Nur wenige Partner aus Deutschland nehmen bislang am EU-Programm „Change Best“ teil. „Die Stadtwerke Tübingen sind eines von insgesamt 20 Unternehmen, das sich der Initiative angeschlossen hat. Wir beteiligen uns gern an diesem internationalen Projekt, da es sehr gut zu unseren eigenen Klimaschutz-Engagements passt“, so der Energieexperte.

Ziel des EU-Projekts ist es, vor dem Hintergrund der EU-Richtlinie über Energieeffizienz und Energiedienstleistungen (2006/32/EG), die eine Verringerung des Energieverbrauchs auf nationaler Ebene um bis zu neun Prozent bis 2010 vorsieht, deutliche Fortschritte bei der Reduktion von CO2 zu erreichen. Das EU-Projekt läuft bist Mitte 2012. EU-Projektkoordinator ist das Wuppertal Institut. Die Arbeitsgemeinschaft für sparsame Energie- und Wasserverwendung (ASEW) übernimmt die Koordination des Feldtests auf nationaler Ebene.

Es geht ganz einfach

Wie die Förderung funktioniert? Ganz einfach und beinahe gleich wie beim Förderprogramm zum Heizungspumpentausch für Ein- und Zweifamilienhäuser. Bei diesem gehen die swt in Vorleistung und der Kunde zahlt zunächst nichts für Installation und Pumpentausch. Lediglich den eingesparten Strom (errechnet mit durchschnittlich 418 kWh/Jahr entsprechend 86,02 Euro) bezahlt der Kunde vier Jahr lang weiter. Die Pumpe bezahlt sich in den folgenden vier Jahren also quasi von selbst. Ab dem fünften Jahr gehört dem Kunden nicht nur die neue Pumpe, sondern auch die komplette Stromeinsparung. Bis zu 2.000 Euro lassen sich so mit einer modernen Hocheffizienzpumpe mit einer durchschnittlichen Lebensdauer von 15 Jahren langfristig sparen.

Da die Preise bei den größeren Pumpen, wie sie in Mehrfamilienhäusern eingesetzt werden, jeweils abhängig von Größe und Leistung stark variieren, sind pauschalierte Raten hier – anders als beim Förderprogramm für Ein- und Zweifamilienhäuser - nicht möglich. Nach einer Vor-Ort-Begehung durch einen Installateur wird für den Kunden eine individuelle Rate errechnet, die auf der Stromrechnung während der nächsten vier Jahre ausgewiesen ist. Der Kunde bezahlt somit auch bei dieser Variante des Förderprogramms nur den Ausgleich für die errechnete durchschnittliche Stromeinsparung seines neuen Geräts im Vergleich zum Altgerät.

Die Vorteile des Förderprogramms? Keine Investition in den Pumpenaustausch und hohe Einsparung bei Stromkosten und CO2. So wird der Geldbeutel entlastet und ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Zum Vergleich: Während moderne Umwälzpumpen in einem durchschnittlichen Einfamilienhaus einen Strombedarf von unter 100 kWh pro Jahr haben, können Altgeräte jährlich bis zu 800 kWh benötigen. Damit sind sie unter den vielen Haushaltsgeräten noch immer die stromintensivsten Elektrogeräte.

Der Einsparungseffekt, der sich durch einen Pumpentausch erzielen lässt, ist mit bis zu 80 % sehr hoch. Denn moderne Hocheffizienzpumpen arbeiten nicht permanent. Sie pumpen das Wasser nur bei einem tatsächlich vorhandenen Wärmebedarf in die Heizungskörper.

Die Ergebnisse des EU-Projekts „Change Best“, an dem sich die swt nun mit dem erweiterten Förderprogramm  zum Heizungspumpenaustausch beteiligen, sollen 2012 auf einer gemeinsamen Abschlusskonferenz der Projektpartner vorgestellt und diskutiert werden.

Informationen: www.swtue.de/foerderprogramme

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