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Gaspreis steigt für Tübinger Kunden moderat

Der Aufwärtstrend der Energiepreise hält an. Auch die Stadtwerke Tübingen können eine erneute Preiserhöhung nicht länger zurückhalten. Für Tarifkunden der Stadtwerke verteuert sich ab dem 1. Mai das Erdgas um netto 0,15 Cent pro Kilowattstunde. Wie Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Achim Kötzle betont, fällt auch diese Anhebung der Erdgaspreise wieder geringer aus als der Anstieg der eigenen Bezugskosten: „Wir bleiben unserer Linie treu, die Kunden so wenig wie möglich zu belasten. Uns selbst wurde bereits zum 1. April der Gasbezugspreis um 0,3 Cent/kWh erhöht. Wir haben aber entschieden, dies nicht in voller Höhe und einen Monat verspätet an unsere Tarifkunden weiterzugeben. Zugleich setzen wir die für den Monat Juli zu erwartende Senkung des Gaspreises um 0,05 Cent/kWh bereits jetzt, zwei Monate verfrüht, um und handeln damit zum Vorteil unserer Kunden.“
Für das Heizen eines Einfamilienhauses mit einem Verbrauch von rund 20.000 kWh bedeutet dies Mehrkosten in Höhe von rund 3 Euro brutto pro Monat. Bis mindestens Ende September soll der Gaspreis stabil bleiben.
Von der Entwicklung der Energiepreise auf dem Weltmarkt können sich die Stadtwerke nicht abkoppeln. „Wir bemühen uns jährlich intensiv um günstigere Lieferbedingungen – doch die gegenwärtige Marktsituation und unsere Position am Ende der Lieferkette lässt uns kaum Spielraum“, so Kötzle.
Betroffen von den Preissteigerungen sind nicht nur die Kunden, sondern auch die Stadtwerke selbst, die einen großen Teil ihres Erdgasbezugs für den Betrieb der eigenen Fernheizwerke benötigen, in denen sie neben der Wärme auch Strom produzieren. „Wir profitieren nicht von den höheren Preisen – ganz im Gegenteil“, erläutert Kötzle. „Da wir unsere Bezugskostenerhöhung nicht in voller Höhe an unsere Kunden weitergeben, sinkt unsere Marge.“ Allein im vergangenen Jahr haben die Stadtwerke ihre Kunden so um rund eine Million Euro entlastet.
Die Stadtwerke möchten bei ihren Kunden um Verständnis werben und bemühen sich daher um Aufklärungsarbeit. Bereits zu Beginn des Jahres hat die SWT-Geschäftsführung in mehreren Informationsveranstaltungen interessierten Kunden die Hintergründe der Gaspreisentwicklung und des –handels ausführlich erläutert. Gern bieten die Stadtwerke bei Interesse weitere Veranstaltungen dieser Art an.
Zu den wirksamsten Methoden, den Energieverbrauch und damit Kosten zu senken, gehört es, die eingesetzte Energie so effizient wie möglich zu nutzen. So können moderne Heizungsanlagen und gute Wärmedämmung eines Gebäudes die Energiekosten merklich reduzieren. Dazu bieten die Stadtwerke ihren Kunden umfassende Beratung an – und betrachten dies als selbstverständlichen Service. Auf den 3. Tübinger Energietagen am 16. und 17. September 2006 informieren sie zusammen mit Kreishandwerkerschaft und Architektenkammer darüber.

Hintergrund: Ölpreisbindung
Heizöl ist im deutschen Heizmarkt immer noch Hauptenergieträger; die Heizölpreise werden monatlich vom statistischen Bundesamt veröffentlicht. Da der Erdgaspreis in Deutschland an die Entwicklung des Heizölpreises gekoppelt ist, führten die in den letzten Jahren stark gestiegenen Weltmarktpreise für Heizöl zu Preissteigerungen beim Erdgas. Angebote ohne die Ölpreisbindung sind zu wirtschaftlich interessanten Bedingungen in der aktuellen Marktsituation nicht durchsetzbar; zumal der Markt von einigen wenigen Lieferanten dominiert wird.
Für den Kunden sichert die Preisgleitklausel, dass der Erdgaspreis immer in vernünftiger Relation zum Ölpreis bleibt. Basis für den Erdgaspreis ist dabei der durchschnittliche Ölpreis von sechs Monaten, der mit einer Verzögerung von drei Monaten zur Anwendung kommt. Auf der anderen Seite schützt die Preisbindung die Kunden vor der Willkür der wenigen „Erdgasproduzenten“. Der vor wenigen Monaten ausgetragene „Gasstreit“ zwischen Russland und der Ukraine hat das Problem der Abhängigkeit verdeutlicht. Ein anderes Beispiel ist Großbritannien, wo es keine Ölpreisbindung gibt: Hier ist der Gaspreis im vergangenen Jahr deutlich stärker angestiegen als im gleichen Zeitraum in Deutschland.
Die Ölpreisbindung funktioniert in beide Richtungen: Fällt der Ölpreise, sinkt mit einer gewissen zeitlichen Verzögerung auch die Gaspreise.

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