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Aufsichtsrat beschließt zum 1. Januar 2015 neue Tarife für Bäder, Parkhäuser und Wasser

Die Preisänderungen in den unterschiedlichen Sparten sind an der jeweiligen Situation der Kosten orientiert. So können beispielsweise die Gesamtkosten der Bäder nur zu einem Drittel durch Einnahmen gedeckt werden. Auch die Parkhaussparte ist weiterhin defizitär. Gleichzeitig sind im kommenden Jahr außerordentliche Aufwendungen für Instandsetzungsmaßnahmen insbesondere der stark beanspruchten Kurven, Einfahrts- und Freibereiche erforderlich. Um einem weiter steigenden Defizit in diesen Sparten entgegenzuwirken, ändern sich die Preise bei den Bädern und Parkhäusern wie folgt.

Die Bäderpreise werden aufgrund der steigenden  Aufwendungen für die Tübinger Bäder zum 1.1.2015 leicht angehoben und steigen um durchschnittlich 3,0%. Bei den Einzelkarten und Zehnerkarten werden die Preise jeweils um 10 Cent angehoben. Die Einzeltickets kosten dann: für Erwachsene 4,00 Euro (bisher 3,90 Euro), sowie für Studenten, Jugendliche und Schüler ermäßigt 2,70 Euro (bisher: 2,60 Euro). Die Zehnerkarte (Eintritt pro Besuch) kosten ab 1. Januar: für Erwachsene 3,30 Euro (bisher: 3.20 Euro), ermäßigt für Studenten, Jugendliche und Schüler 2,00 Euro (bisher: 1,90 Euro). Die Preise für die Freibad-Saisonkarte erhöhen sich von 69 Euro auf 70 Euro (Erwachsene), bzw. für Studenten, Jugendliche und Schüler von 38 Euro auf 39 Euro. Bei der Familiensaisonkarte für das Freibad  ändert sich der Preis von 130 Euro auf 132 Euro. Die Jahreskarten für die Hallenbäder und das Freibad kosten im neuen Jahr: für Erwachsene 205 Euro (bisher 200 Euro), für Studenten, Jugendliche und Schüler sind es 115 Euro (bisher 110 Euro). Der Preis für die Familienjahreskarte wurde im vergangenen Jahr konstant gehalten und erhöht sich zum Jahreswechsel von 250 Euro auf 255 Euro. Insgesamt liegen die Bäderpreise damit im Städtevergleich im mittleren Bereich.

Die Tübinger Bäder sind, trotz laufender Wartung, altersbedingt überwiegend in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Das beliebte Uhlandbad in der Tübinger Innenstadt wurde in diesem Jahr einhundert Jahre alt. Das Hallenbad Nord wurde 1974 erbaut und ist in Teilen ebenfalls sanierungsbedürftig. Erneuert wurden in den letzten Jahren hier bereits die abgehängte Schwimmhallendecke, das komplette Lüftungssystem und die zur Reinigung des Beckenwassers notwendigen Filterkessel. Mittelfristig stehen weitere Sanierungen an Teilen der Bausubstanz von der Beckenkonstruktion bis zur Fassade an. Das Tübinger Freibad wurde 1951 errichtet und wurde seitdem mehrfach saniert und umgebaut. Sanierungen am Umkleide- und Sanitärbereich, der baulich noch weitgehend auf das alte Tübinger Freibad aus den 1950er Jahren zurückgeht, könnten mittelfristig ebenfalls erforderlich sein. Bestandserhaltung und Steigerung der Attraktivität des Angebots sollen die Zukunft der Tübinger Bäderlandschaft auch langfristig sichern. Wichtigste Säule der Finanzierung der Tübinger Bäder bleibt der kommunale Querverbund durch die Stadtwerke als 100%ige Tochtergesellschaft der Universitätsstadt Tübingen.

Die Anpassung der Parkhauspreise beschränkt sich auf die Parkhäuser Altstadt-König und Metropol. Im Parkhaus Altstadt-König  wird der Preis für Kurzparker auf das Niveau des Parkhauses Altstadt-Mitte (am Nonnenhaus) angehoben. Damit erhöhen sich die Preise im Parkhaus Altstadt-König von 0,60 €/30 Min. auf 0,70 €/30 Min. Die Preise im Parkhaus Metropol werden nachgeführt und erhöhen sich von 0,50 €/30 Min. auf 0,60 €/30 Min. Die Preise für die Dauerstellplätze steigen in den beiden Innenstadtparkhäusern um rund 3,5 %. Im Parkhaus Altstadt-Mitte und in den Südstadtparkhäusern Französisches Viertel und Loretto bleiben die Preise für die Kurz- und Dauerparker stabil.

Die Wasserpreise bleiben bei den Verbrauchspreisen im kommenden Jahr stabil. Moderat erhöht wird der Grundpreis. Grund hierfür sind insbesondere die steigenden Bezugskosten der Stadtwerke von ihrem Vorlieferanten der Bodenseewasser-Versorgung um 8,7 % zum 1.1.2015, die rund 2/3 des Tübinger Trinkwassers liefert. Des Weiteren wird das vom Land festgesetzte Wasserentnahmeentgelt (umgangssprachlich auch als „Wasserpfennig“ bezeichnet) um 3 Cent/m3 erhöht. Die Anpassung des Grundpreises, anstatt des Verbrauchspreises, trägt der tatsächlichen Kostenstruktur in der Wassersparte Rechnung, die in einem Verhältnis von etwa 80% Fixkosten zu 20% variablen Kosten steht. Hintergrund ist auch der zunehmend sinkenden Wasserverbrauch von 6,4 Mio. m3 1976 auf heute 4,6 Mio. m3 (Stand: 2013). Voraussichtlich wird die Abnahmemenge in den kommenden Jahren weiter sinken, bei allerdings unveränderten Kosten für Wartung und Instandhaltung der Anlagen und Netze. Sollte in den nächsten Jahren keine Änderung dieser Entwicklung eintreten, wird die Abgabemenge langfristig auf voraussichtlich unter 4 Mio. m³/a sinken. Die sinkende Verkaufsmenge würde bei unveränderter Preisstruktur und gleichbleibenden Preisen langfristig kumulierte Verluste in Millionenhöhe anhäufen.

Was bedeutet die Preisanpassung für einen typischen Tübinger 2-Personenhaushalt mit 90 m3 Jahresverbrauch, der in einem 3-Familienhaus wohnt? Für diesen betragen die Bezugskosten derzeit 18,05 € pro Monat (brutto). Ab 1.1.2015 steigen diese Bezugskosten bei sonst gleichbleibenden Bedingungen auf 18,38 €. Dies entspricht einer Erhöhung um 1,83 %.

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  • Bäder- und Parkhaustarife ab 01.01.2015 (689 KB)
  • Wassertarife ab 01.01.2015 (259 KB)