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Zugluftnutzung verbessert Umweltbilanz

Bis zum Jahr 2006 waren in allen Bussen des Stadtverkehrs Tübingen Klimaanlagen installiert. 20 dieser Fahrzeuge sind heute noch im Einsatz. Doch selbst wenn deren Gebläse auf Hochtouren laufen, ist von einem dauerhaften Kühleffekt im Fahrgastraum so gut wie nichts zu spüren. Die Temperaturverhältnissen im Bus verändern sich auch durch das Laufenlassen der Klimaanlage nicht. Die Erklärung hierfür lautet: Mit jedem Stopp an einer Haltestelle, das heißt alle 250 bis 300 Meter, steigen nicht nur neue „aufgeheizte“ Mitfahrer ein, sondern gleichzeitig strömt heiße Luft von draußen ins Innere des Busses. Gegen diese aufgeheizte Luft von draußen hat eine Klimaanlage so nichts entgegenzusetzen.

Aus diesem Grund hat sich der Stadtverkehr bereits 2007 entschieden, alle neuen Fahrzeuge durchweg mit Klappfenstern und Dachluken ausstatten zu lassen und auf eine Komplettkühlung durch eine Klimaanlage zu verzichten. Wenn alle Fenster im Bus geöffnet sind, macht die Zugluft die Fahrten an den wenigen heißen Tagen im Jahr zumindest etwas angenehmer.

Ein weiteres Argument gegen die Vollklimatisierung der Busflotte liegt auf der Hand: der hohe Energieverbrauch. Ein Beispiel verdeutlicht die schlechte Klimabilanz einer Klimaanlage. Pro 100 Kilometer benötigt jeder einzelne unserer Busse 6 bis 8 Liter mehr Dieselkraftstoff, wenn die Klimaanlage mit Volllast läuft. Auf unseren gesamten Fuhrpark hochgerechnet sind das 180.000 Liter pro Jahr. Deren Verbrennung verursacht immerhin 476 Tonnen CO2. Dieser zusätzliche Verbrauch an Kraftstoff schadet der Umwelt, erhöht die Mehrkosten für die Wartung einer Klimaanlage und steht aufgrund der nachgewiesenen fehlenden Kühlleistung im Linienverkehr in einem nicht sinnvollen Verhältnis zum vermeintlichen Komfortgewinn.